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Mo, 20:48 Uhr
06.05.2013

Rad- und Nahverkehr eng verknüpfen

Bei Sondershausen ist heute ein weiteres Teilstück des Unstrut-Werra-Radweges für den Verkehr freigegeben worden. Ihre Nordthüringer Online-Zeitungen waren für Sie dabei...


„Mit dem Radweg entlang der Bundesstraße 4 beseitigen wir eine Gefahrenstelle für den Radverkehr und schließen eine wichtige Lücke im Unstrut-Werra-Radweg. Wir wollen den Anteil des Fahrrads von sechs Prozent am Verkehr in Thüringen weiter steigern. Hierzu gehört neben dem Neubau von Radwegen auch die Verknüpfung mit dem Nahverkehr. Die von uns ausgehandelte kostenfreie Fahrradmitnahme im Schienennahverkehr – beispielsweise ab dem Bahnhof in Sondershausen – eröffnen sowohl dem touristischen wie auch dem Alltags-Radverkehr so ganz neue Perspektiven“, sagte heute die Staatssekretärin für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Inge Klaan, bei der Freigabe des Radwegs entlang der B 4 von Sondershausen nach Oberspier.

Rad- und Nahverkehr eng verknüpfen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Rad- und Nahverkehr eng verknüpfen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Der Amtsleiter des Straßenbauamts Nordthüringen, Franz Rohmund (li.), Staatssekretärin Inge Klaan, Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU), Landrätin Kyffhäuserkreis Antje Hochwind (SPD) und Landtagsmitglied Manfred Scherer (CDU) gaben das neue Teilstück am Bahnübergang Graß an der B4 frei. Jetzt können über das Teilstück Graß bis alte B4 (Possenauffahrt) die Radfahrer wieder nach Sondershausen, weil am Graß seit fast einem Jahr, die Radfahrer aus Richtung Erfurt die B4 nicht nutzen durften.

Der knapp vier Kilometer lange Radweg überwindet den Anstieg aus dem Tal der Wipper bei Sonderhausen durch die Hainleite nach Oberspier. Er ermöglicht nun die durchgehende Nutzung des Radwegenetzes vom Unstrut-Hainich-Kreis bis zum Kyffhäuserkreis. Der Radweg wurde mit einer Fahrbahnbreite von 2,50 Metern am Waldrand entlang auf einer neuen Trasse und im Wald teilweise auf vorhandenen Wegen errichtet. Die Kosten der Baumaßnahme betrugen über 800.000 Euro. Der Radverkehr konnte auf der unfallträchtigen und engen Gefällstrecke somit vom Straßenverkehr getrennt werden. Die Bundesstraße hat an dieser Stelle eine Verkehrsbelastung von bis zu 11.500 Kraftfahrzeugen pro Tag.

Rad- und Nahverkehr eng verknüpfen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Rad- und Nahverkehr eng verknüpfen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Wichtige Zaungäste kamen aus Sondershausen schon mal mit dem Rad über die neue Strecke zum Übergabeort, genau wie Bürgermeister Kreyer.

Der Neubau schließt auch eine Lücke im 120 Kilometer langen Unstrut-Werra-Radweg, der von Treffurt über Mühlhausen, Sondershausen und Bad Frankenhausen nach Artern führen soll. Für den anschließenden Abschnitt von Sondershausen nach Bretleben mit einer Länge von 18 Kilometern auf der ehemaligen Trasse der Kyffhäuserbahn hatte das Land letzte Woche Fördermittel in Aussicht gestellt.

„Unser Radwegenetz ist mittlerweile rund 13.000 Kilometer lang. Immer mehr Thüringer und auch Touristen nutzen diese Infrastruktur. Rund 80 Prozent der Thüringer Haushalte besitzen mindestens ein Fahrrad“, so Klaan weiter. „Fahren auch Sie mal wieder Rad! Nutzen Sie unseren Radroutenplaner im Internet! (www.radroutenplaner.thueringen.de) Genießen Sie den Frühling. Und vergessen Sie nicht unseren Slogan: ‚Die Birne ist weich! Radhelme schützen.’ Nutzen Sie einen Fahrradhelm auf Ihrer Tour – zu Ihrer eigenen Sicherheit.“

Rad- und Nahverkehr eng verknüpfen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Rad- und Nahverkehr eng verknüpfen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Landrätin Hochwind sagte, neben diesem wichtigen Schritt heute müssen wir weiter an der Planung und Fertigstellung des gesamten UWR arbeiten. Voraussichtlich werden dieses Jahr kein weiteren Streckenabschnitte mehr übergeben, auch wenn sie gegen Ende des Jahres bereits fertig gebaut sind. Wir möchten im Winter keine Radwege übergeben, so Hochwind später gegenüber kn.

Rad- und Nahverkehr eng verknüpfen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Rad- und Nahverkehr eng verknüpfen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bürgermeister Kreyer nahm die Übergabe zum Anlass, bei der Staatssekretärin nochmals "anzuklopfen", wie wichtig es sei, dass aus Richtung Süden (Erfurt) eine komplette Radtrasse bis in den Norden Thüringens geben sollte. Im Gespräch mit der Staatssekretärin legte der ehrenamtliche Ortswegewart Wandern und Radwandern von Sondershausen noch eine "Schippe" nach und brachte den Wippertalweg ins Gespräch, der von Sondershausen über Heiligenstadt den Norden Thüringens mit dem gut ausgebauten norddeutschen Radwegenetz verbinden sollte. Zustimmendes Kopfnicken bestätigte den Hinweis.

Von Klaan gab es noch einen Tipp für Radfahrer:
Kostenlose Fahrradmitnahme im DB-Nahverkehr
In allen Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn in Thüringen ist die Fahrradmitnahme im Rahmen vorhandener Kapazitäten kostenfrei möglich.
Siehe unter Bahn und Bike Thüringen.

Kein Thema, auch bei den vor Ort weilenden Radfahrern, war das ganz kurze Steilstück des UWR. Der Ortswegewart demonstrierte, wie der kurz Berg zu fahren ist: Wie beim Auto, frühzeitig in die niedrigsten Gänge schalten.
Siehe auch Video zur Übergabe Radweg.
Rad- und Nahverkehr eng verknüpfen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Rad- und Nahverkehr eng verknüpfen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Rad- und Nahverkehr eng verknüpfen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Rad- und Nahverkehr eng verknüpfen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Rad- und Nahverkehr eng verknüpfen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Rad- und Nahverkehr eng verknüpfen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Rad- und Nahverkehr eng verknüpfen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Rad- und Nahverkehr eng verknüpfen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

Kommentare
Thommy
06.05.2013, 23.08 Uhr
Tolle Sache - Radwege und Fahrradnutzung mit ÖPNV
Als nahezu täglicher Nutzer des Fahrrades finde ich den Ausbau der Radwege super. Ebenso die Nutzung der DB, die kostenfrei das Rad mitnimmt. Wir haben das schon öfter genutzt, auch in Richtung Sachsen-Anhalt.

Leider hört der Spaß in Nordhausen auf, da kostet das Fahrrad in der Straßenbahn extra.
Radfahrer freundliche Stadt - das passt nicht. Radwege hören einfach mal so auf und der Radfahrer auf dem Fußweg findet nicht immer Zustimmung.

Nicht ganz zum Thema, aber: in anderen Städten fährt Mensch und Rad z.B. mit dem Thüringen-Ticket auch in Bus und Bahn.

Der Kommentar ist als Anregung gedacht, in Nordhausen endlich mal etwas FÜR die Radfahrer zu tun. Fahrradstraßen, in denen die Nutzer keine Ahnung von Verkehrsregeln haben und Radfahrstreifen am Rande von vielbefahreren Straßen sind leider nicht hilfreich.
-----7
07.05.2013, 01.46 Uhr
Deutsche Bahn ja - Straßenbahn nein
Die Deutsche Bahn AG schafft die Gebühren für die Fahrradmitnahme ab, aber die Nordhäuser müssen seit dem 1.1. diesen Jahres für die Fahrradmitnahme in der Straßenbahn bezahlen. Okay, Nordhausen hat ja auch richtig schöne und breite Radwege, dennoch kann es ja mal sein, dass ein Radfahrer von seiner Tour so erschöpft ist, dass er gern die Straßenbahn nehmen möchte. Dann zahlt er nicht nur für sich selbst, sondern auch für sein Bike. Kurios daran ist, dass man an den Automaten gar keine Fahrradkarten kaufen kann - man muss eine Kinderfahrkarte kaufen und abstempeln. Gleiches gilt auch für Handwagen.
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