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Mi, 14:06 Uhr
29.05.2013

"Jubelkonfirmanden"

Am Sonntag Trinitatis (26. Mai) trafen sich traditionsgemäß 31 "Jubelkonfirmanden" zu einem festlichen Gottesdienst in der mit Blumen und Birken geschmückten Unterkirche zu Bad Frankenhausen. Es waren verschiedene Generationen vertreten - konfirmiert wurden sie vor 70, vor 60 und vor 50 Jahren.

Frau Pfarrerin Magdalena Seifert predigte über ein Wort aus dem 4. Buch Mose des Alten Testaments, dass auch manche Nichtchristen kennen, ist es doch der uralte Segen, den Juden und Christen gemeinsam sprechen:

"Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden."

In ihrer Ansprache führte sie u.a. aus: "Vielleicht erinnern Sie sich auch noch an den Moment des Segens, als sie vor unseren Altar getreten waren und ihr Pfarrer ihnen die Hand aufgelegt hat - Gott segne dich. 50 und 60 und 70 Jahre ist da jetzt her.1943 - 1953 -1963 - das sind die Konfirmationsjahre, an die wir heute in besonderer Weise denken.
Der 21. März 1943 - das war mitten im Krieg. Und viele Familien waren getrennt. Die Väter und Brüder und Onkel konnten gar nicht dabei sein bei der Konfirmation ihrer Kinder. Und manche waren gefallen.
Zehn Jahre später 1953 da ging die Nachkriegszeit zu Ende. Aber es ging nicht nur friedlich zu. Am Konfirmationssonntag Palmarum - dem 29. März war der 17. Juni noch nicht da. Aber die gereizte Stimmung in der Gesellschaft, die Unruhe, auch die Unsicherheit, waren zu spüren.

"Jubelkonfirmaden" (Foto: Elbern-Göbel) "Jubelkonfirmaden" (Foto: Elbern-Göbel)

Und noch einmal zehn Jahre später - am 26. Mai 1963 - dem Sonntag Exaudi, da waren manche von denen, die zehn Jahre zuvor noch da gewesen waren, nicht mehr im Land. Die Mauer war gebaut, vieles im gesellschaftlichen Leben hatte sich grundlegend geändert. Auch die Bedeutung der Kirche - für den Einzelnen, für die Familien. Die Jugendweihe hatte sich etabliert. Man erkennt das an den Konfirmandenzahlen. Waren es 1943 95 Konfirmanden und 1953 99 Konfirmanden so 1963 nur noch
28 Konfirmanden.

So hatte jeder dieser Jahre, an die wir uns heute besonders erinnern, seine eigene Prägung, auch seine eigene Stimmung….
Ganz verschiedene Wege sind die dann geführt worden und selbst gegangen. Manche voller Hoffnung und Zuversicht auf das Leben und dankbar für die Menschen, die mit ihnen unterwegs waren. Andere durch dunkle Täler - voller Sorge und Trauer, Enttäuschungen, mancher Pläne, die sicht so erfüllt haben, wie es gedacht war. Und manchmal - ja, da trennen sich auch Wege. Da geht man auf Distanz. Auf Distanz zum Glauben, zur Kirche, zu Gott. Da sind die Fragen und die Zweifel größer als das Vertrauen….

Heute wird ihnen, liebe Jubelkonfirmanden der Segen Gottes von neuem zugesprochen. Möge Gottes Segenswort auch ihnen den Rücken stärken und ihnen Kraft geben und Orientierung weiterhin in ihrem Leben und auf ihren Lebenswegen."
Nach dem festlichen Gottesdienst mit Orgel und Posaunenchor gab es Glückwünsche und Erinnerungsfotos und am Nachmittag traf man sich zur festlichen Kaffeetafel, um gemeinsam Erinnerungen auszutauschen, etwas über die gegenwärtige Situation in der Gemeinde und Stadt zu erfahren und mit Optimismus zu hören, wie es mit der Sanierung der Unterkirche und der Großen-Strobel-Orgel weitergeht.

Einhellig waren die Jubelkonfirmanden beim Abschied: "Es war rundherum ein wunderbarer, gelungener Tag."

Text: Peter Zimmer
Foto: Elbern-Göbel
Autor: khh

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