Do, 15:42 Uhr
30.05.2013
Sondershausen nicht bestreikt
Erste Streiks im Thüringer Einzelhandel mit großer Beteiligung. Die heutigen ganztägigen Streiks in 5 Thüringer Kaufland-Warenhäusern werden von der Gewerkschaft ver.di als sehr erfolgreich eingeschätzt. Das Kaufland Sondershausen gehört nicht zu den bestreikten Objekten. Hier die Meldung von ver.di
Ca. 85 % der aufgerufenen Mitarbeiter sind dem Streikaufruf gefolgt, davon auch viele erstmals.
Dass es in dieser Tarifrunde grundsätzlich um den Fortbestand der Tarifverträge im Einzelhandel gehen wird, haben nicht nur die Arbeitgebervertreter in der 1. Verhandlung offen geäußert, sondern ist offensichtlich auch den Streikenden bewusst, so die ver.di-Verhandlungsführerin Bettina Penz dazu. Die Modernisierungsvorschläge der Arbeitgeber haben die Streikteilnehmer nicht nur als Frontalangriff auf ihre bestehenden Arbeits- und Einkommensbedingungen gewertet, sondern auch als Zeichen der fehlenden Wertschätzung ihrer Arbeit, so Bettina Penz weiter.
Auf Grund der permanenten Personalknappheit ist die Arbeitsflexibilität und Arbeitsverdichtung in den letzten Jahren enorm gestiegen. Es wird von den Mitarbeitern immer mehr Arbeitsleistung abverlangt. Dies wird auch daran deutlich, dass auf Grund der geringen Personalbesetzung selbst in großen Märkten an den Streiktagen viel weniger Mitarbeiter dem Streikaufruf folgen können, weil weniger zum Dienst eingeteilt sind.
Als besonders erfolgreich wertet ver.di den Streikauftakt im Kaufland Gera- Lusan, da dort nach bereits erfolgter Öffnung des Marktes die Mitarbeiter/innen dem Streikaufruf gefolgt sind und ihre Arbeitsplätze verlassen haben. Dazu, so ver.di, gehört gerade im Einzelhandel schon eine ganze Menge Courage und verhindert den kurzfristigen Einsatz von Streikbrechern aus anderen Märkten.
Gerade während der heutigen Streiks bei Kaufland hat sich wieder gezeigt, dass es im Einzelhandel nicht an Geld mangelt, da Unmengen von Fremdpersonal aus anderen Märkten für teures Geld in die Streikbetriebe eingeflogen wurde. Dies bedeutet aber auch, dass es zu Beeinträchtigungen für die Kunden und zu fehlendem Personal in nicht zum Streik aufgerufenen Betrieben gekommen sein müsste.
Autor: khhCa. 85 % der aufgerufenen Mitarbeiter sind dem Streikaufruf gefolgt, davon auch viele erstmals.
Dass es in dieser Tarifrunde grundsätzlich um den Fortbestand der Tarifverträge im Einzelhandel gehen wird, haben nicht nur die Arbeitgebervertreter in der 1. Verhandlung offen geäußert, sondern ist offensichtlich auch den Streikenden bewusst, so die ver.di-Verhandlungsführerin Bettina Penz dazu. Die Modernisierungsvorschläge der Arbeitgeber haben die Streikteilnehmer nicht nur als Frontalangriff auf ihre bestehenden Arbeits- und Einkommensbedingungen gewertet, sondern auch als Zeichen der fehlenden Wertschätzung ihrer Arbeit, so Bettina Penz weiter.
Auf Grund der permanenten Personalknappheit ist die Arbeitsflexibilität und Arbeitsverdichtung in den letzten Jahren enorm gestiegen. Es wird von den Mitarbeitern immer mehr Arbeitsleistung abverlangt. Dies wird auch daran deutlich, dass auf Grund der geringen Personalbesetzung selbst in großen Märkten an den Streiktagen viel weniger Mitarbeiter dem Streikaufruf folgen können, weil weniger zum Dienst eingeteilt sind.
Als besonders erfolgreich wertet ver.di den Streikauftakt im Kaufland Gera- Lusan, da dort nach bereits erfolgter Öffnung des Marktes die Mitarbeiter/innen dem Streikaufruf gefolgt sind und ihre Arbeitsplätze verlassen haben. Dazu, so ver.di, gehört gerade im Einzelhandel schon eine ganze Menge Courage und verhindert den kurzfristigen Einsatz von Streikbrechern aus anderen Märkten.
Gerade während der heutigen Streiks bei Kaufland hat sich wieder gezeigt, dass es im Einzelhandel nicht an Geld mangelt, da Unmengen von Fremdpersonal aus anderen Märkten für teures Geld in die Streikbetriebe eingeflogen wurde. Dies bedeutet aber auch, dass es zu Beeinträchtigungen für die Kunden und zu fehlendem Personal in nicht zum Streik aufgerufenen Betrieben gekommen sein müsste.