Mi, 20:54 Uhr
05.06.2013
Thema Schulnetzplanung Artern
CDU Artern: Schulnetzplanung Kyffhäuserkreis in der Kritik. Dau erreichte kn folgende Meldung von einer Veranstaltung in Artern.
Mit der Schulnetzplanung steht in diesem Sommer umfangreicher und zukunftsweisender Diskussionsstoff über die künftige Schullandschaft im Kyffhäuserkreis zur Debatte.
Schulleiter, Lehrer und Kommunalpolitiker sind gefordert, ihre Positionen zur Planung darzulegen, Kritiken zu äußern, Änderungen einzubringen und diese argumentativ zu begründen.
Auch der CDU-Stadtverband Artern widmete sich in einer Veranstaltung am 4. Juni 2013 im Rathaussitzungssaal dieser Thematik, wobei Verbandvorsitzender Christine Zimmer interessierte Schüler, Lehrer, Kreis- und Stadträte, Unternehmer sowie Bürgerinnen und Bürger begrüßen konnte.
Zunächst ergriffen Schulleiterin Sonja Helm von der Johann-Gottfried-Borlach-Regelschule sowie der stellvertretende Leiter der Staatliche Berufsschule, Joachim Seidler, das Wort und erläuterten die derzeitige Situation bzw. die geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen mit deren Auswirkungen.
Christine Zimmer, Stadtrat Uwe Baumann und stellvertretender Bürgermeister Thomas Meißner positionierten sich und leiteten die Diskussion, an der sich zahlreiche Anwesende beteiligten.
Unter anderem wurde der Standortvorteil der Arterner Regelschule mit Turnhalle - in unmittelbarer Nähe des Sportplatzes, des Schwimmbades und der Innenstadt gelegen - hervorgehoben.
Kritisch wurde festgestellt, dass die geplante Verlegung eines bislang intakten Schulbetriebes, ohne dadurch nennenswerte Vorteile erkennen zu können, nur schwer nachvollziehbar sei.
Der ehemalige Schulleiter Manfred Beer (Regelschule Artern) sprach in diesem Zusammenhang von "Bildungs-Nomadentum", das mit vorgeschlagenem Schulkonzept an vielen Standorten umgesetzt werden soll.
Vielmehr bestehe die Notwendigkeit von solider und beständiger Bildung, denn Schule ist längst mehr als eine Lehranstalt, nämlich ein sozialer Organismus und Gemeinschaft aus Schülern, Lehrern, Eltern und Partner aus Politik und Wirtschaft.
CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Holbe informierte über den Standpunkt der Union im Kyffhäuserkreis für den Erhalt der jetzigen Schullandschaft, denn Bildung und Kultur sind Schlüsselfaktoren zum Erhalt sowie der weiteren Entwicklung der Lebensqualität in unserer ländlichen Region und müssen deshalb erhalten werden. Eine weitere Schwächung des Mittelzentrums Artern ist für die CDU-Politikerin nicht hinnehmbar.
Seitens der CDU-Kreistagsfraktion wurde die "Arbeitsgruppe Schulnetzplanung" ins Leben gerufen, deren Mitglieder derzeit Alternativvorschläge erarbeiten und noch bis Mitte Juli viele diesbezügliche Gespräche mit Schulleitern, Eltern, Bürgerinitiativen, Fördervereinen, Kommunalpolitikern und Bürgern führen.
Bis dahin sollen eine überarbeite Konzeption bzw. Alternativvorschläge zur Abstimmung in den Kreistag eingebracht werden. In diesem Zusammenhang wäre z. B. der Umzug des Schulteils des Förderschulzentrums Bad Frankenhausen nach Artern sinnvoll.
Auch der Einzugsbereich der Grundschule Udersleben ist nach wie vor für eine stabile Schülerzahl in der Regelschule Artern wichtig und Kooperationen zwischen Regelschule und Berufsschule stärken den Standort Artern, wobei weitere Vorraussetzungen eben dafür geschaffen worden sind.
Diese unterstrich auch der ortsansässigen Unternehmer Schmiedemeister Steffen Baumann. Regelschulleiterin Sonja Helm betonte, dass eine Gemeinschaftsschule für Artern keine Lösung darstelle und auch nicht angestrebt wird.
Vorrangig sind auch Erhalt und Fortbestand der Arterner Berufsschule. In diesem Kontext wurde die Frage gestellt, warum in die Berufsschule Sondershausen Investitionen von 2,5 Millionen Euro getätigt werden, wenn in Artern entsprechende Räume zur Verfügung stehen.
Immerhin: Der Weg von Artern nach Sondershausen ist genauso weit wie der Weg von Sondershausen nach Artern.
Deshalb sind Möglichkeiten des öffentlichen Nahverkehrs bzw. Schülertransportes bzw. der Bereitstellung von Unterkünften für Berufsschüler zu prüfen.
Zur Beibehaltung der derzeitigen Schullandschaft regten Teilnehmer an, dass Stadträte und Schulgemeinschaften in die Diskussion eingebunden und auch Unterschriftensammlungen initiiert werden müssen.
Gemeinsam soll erreicht werden, dass Entscheidungen zu treffen, die sich am Wohl der Kinder und deren Eltern orientieren.
CDU Artern
Autor: khhMit der Schulnetzplanung steht in diesem Sommer umfangreicher und zukunftsweisender Diskussionsstoff über die künftige Schullandschaft im Kyffhäuserkreis zur Debatte.
Schulleiter, Lehrer und Kommunalpolitiker sind gefordert, ihre Positionen zur Planung darzulegen, Kritiken zu äußern, Änderungen einzubringen und diese argumentativ zu begründen.
Auch der CDU-Stadtverband Artern widmete sich in einer Veranstaltung am 4. Juni 2013 im Rathaussitzungssaal dieser Thematik, wobei Verbandvorsitzender Christine Zimmer interessierte Schüler, Lehrer, Kreis- und Stadträte, Unternehmer sowie Bürgerinnen und Bürger begrüßen konnte.
Zunächst ergriffen Schulleiterin Sonja Helm von der Johann-Gottfried-Borlach-Regelschule sowie der stellvertretende Leiter der Staatliche Berufsschule, Joachim Seidler, das Wort und erläuterten die derzeitige Situation bzw. die geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen mit deren Auswirkungen.
Christine Zimmer, Stadtrat Uwe Baumann und stellvertretender Bürgermeister Thomas Meißner positionierten sich und leiteten die Diskussion, an der sich zahlreiche Anwesende beteiligten.
Unter anderem wurde der Standortvorteil der Arterner Regelschule mit Turnhalle - in unmittelbarer Nähe des Sportplatzes, des Schwimmbades und der Innenstadt gelegen - hervorgehoben.
Kritisch wurde festgestellt, dass die geplante Verlegung eines bislang intakten Schulbetriebes, ohne dadurch nennenswerte Vorteile erkennen zu können, nur schwer nachvollziehbar sei.
Der ehemalige Schulleiter Manfred Beer (Regelschule Artern) sprach in diesem Zusammenhang von "Bildungs-Nomadentum", das mit vorgeschlagenem Schulkonzept an vielen Standorten umgesetzt werden soll.
Vielmehr bestehe die Notwendigkeit von solider und beständiger Bildung, denn Schule ist längst mehr als eine Lehranstalt, nämlich ein sozialer Organismus und Gemeinschaft aus Schülern, Lehrern, Eltern und Partner aus Politik und Wirtschaft.
CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Holbe informierte über den Standpunkt der Union im Kyffhäuserkreis für den Erhalt der jetzigen Schullandschaft, denn Bildung und Kultur sind Schlüsselfaktoren zum Erhalt sowie der weiteren Entwicklung der Lebensqualität in unserer ländlichen Region und müssen deshalb erhalten werden. Eine weitere Schwächung des Mittelzentrums Artern ist für die CDU-Politikerin nicht hinnehmbar.
Seitens der CDU-Kreistagsfraktion wurde die "Arbeitsgruppe Schulnetzplanung" ins Leben gerufen, deren Mitglieder derzeit Alternativvorschläge erarbeiten und noch bis Mitte Juli viele diesbezügliche Gespräche mit Schulleitern, Eltern, Bürgerinitiativen, Fördervereinen, Kommunalpolitikern und Bürgern führen.
Bis dahin sollen eine überarbeite Konzeption bzw. Alternativvorschläge zur Abstimmung in den Kreistag eingebracht werden. In diesem Zusammenhang wäre z. B. der Umzug des Schulteils des Förderschulzentrums Bad Frankenhausen nach Artern sinnvoll.
Auch der Einzugsbereich der Grundschule Udersleben ist nach wie vor für eine stabile Schülerzahl in der Regelschule Artern wichtig und Kooperationen zwischen Regelschule und Berufsschule stärken den Standort Artern, wobei weitere Vorraussetzungen eben dafür geschaffen worden sind.
Diese unterstrich auch der ortsansässigen Unternehmer Schmiedemeister Steffen Baumann. Regelschulleiterin Sonja Helm betonte, dass eine Gemeinschaftsschule für Artern keine Lösung darstelle und auch nicht angestrebt wird.
Vorrangig sind auch Erhalt und Fortbestand der Arterner Berufsschule. In diesem Kontext wurde die Frage gestellt, warum in die Berufsschule Sondershausen Investitionen von 2,5 Millionen Euro getätigt werden, wenn in Artern entsprechende Räume zur Verfügung stehen.
Immerhin: Der Weg von Artern nach Sondershausen ist genauso weit wie der Weg von Sondershausen nach Artern.
Deshalb sind Möglichkeiten des öffentlichen Nahverkehrs bzw. Schülertransportes bzw. der Bereitstellung von Unterkünften für Berufsschüler zu prüfen.
Zur Beibehaltung der derzeitigen Schullandschaft regten Teilnehmer an, dass Stadträte und Schulgemeinschaften in die Diskussion eingebunden und auch Unterschriftensammlungen initiiert werden müssen.
Gemeinsam soll erreicht werden, dass Entscheidungen zu treffen, die sich am Wohl der Kinder und deren Eltern orientieren.
CDU Artern
