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Do, 10:10 Uhr
22.08.2013

Festung Radweg

Den Bau des Unstrut-Werra-Radweges lässt man sich im Landratsamt etwas kosten. Jetzt wird er sogar zur Festung ausgebaut. Leider bleibt dabei die Sicherheit für die Radfahrer auf der Strecke.

Festung Radweg (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Festung Radweg (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bis zur Mitte des Jahres sah es am Unstrut-Werra-Radweg zwischen Oberspier und Graß so aus. Mitten in den Radweg waren von den Erbauern selbst an weit abgelegenen Punkten (bei jedem Waldweg der kreuzt) solche Absperrpfosten eingebracht worden. Selbst im Thüringer Verkehrsministerium sieht man solche Absperrpfosten kritisch, wie schon ein Bericht früherer Bericht von kn zeigt (Mit Absicht Gefährdung geschaffen?).

Solche Absperrposten mitten in Radwegen eingebaut, werden oft und zu recht als sehr umstritten angesehen. Wenn solche Absperrpfosten, gar wie hier der Fall in abschüssigen Strecken eingebaut werden, sind sie recht spät erkennbar. Erst recht wenn gar Gruppen von Radfahrern unterwegs sind. Es kam bereits zu einigen teils schweren Unfällen, so dass an einigen Radwegen diese Absperrpfosten wieder entfernt wurden, auch im Kyffhäuserkreis!

Festung Radweg (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Festung Radweg (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Da stört sich aber im Landratsamt Kyffhäuserkreis keiner dran. Jetzt wird diese Wegstück zur Festung ausgebaut. Zusätzlich zu den Absperrpfosten wurden jetzt rechts und links kräftige Poller eingebracht. Jetzt wurden dadurch Engstellen geschaffen. An dieser Stelle sind es jetzt nur noch 158 cm die zur Verfügung stehen.
Hinweis: Der Maßstab ist nur 158 cm lang, da ein Stück abgebrochen war.

Festung Radweg (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Festung Radweg (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Beim Einbau der Poller wurden im Verlaufe des Weges noch schmalere Engstellen geschaffen, wie an dieser Stelle. Damit man auch die Größenverhältnisse kennt, der gesamte Radweg hat eine Breite von 240 cm.

Festung Radweg (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Festung Radweg (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Durch den in den Weg hineinragenden Stutzen des Absperrpostens steht für den Weg nur noch eine lichte Weite von 135 cm zur Verfügung. Schon ein Blick ins Internet geworfen zeigt, dass es Fahrradanhänger für Kindertransport gibt, die eine Breite von 105 cm haben. Jetzt heißt es allerdings schon mal gut zirkulieren, dass man nicht doch hängen bleibt. Früher musste man nur auf den Absperrposten achten, jetzt muss man auch noch den Poller im Auge haben.

Wenn man gehässig ist, könnte man meinen, dem Landrats ist die Sicherung des Radweges gegen unbefugtes Benutzung durch Autos wichtiger, als die Sicherheit der Radfahrer.
Und was hört man da immer für Ausreden, damit man die Poller aufstellen konnte. Eine zum Beispiel ist, wir wollen verhindern, dass die Radwege als Rennstrecken für die Quads benutzt werden. Welch ein Unfug. Ein einziger Anruf bei Rogols-Motorshop in Jecha brachte die Information, dass die Quads eine Breite haben, die im Bereich 90 cm bis 125 cm liegen. Mit Absperrpfosten und Poller kann man nicht verhindern, dass ein Quad so einen Radweg benutzt! Dass es wirklich Kraftfahrer mit Autos gibt, die statt der B4 lieber den Radweg daneben benutzen darf bezweifelt werden!

Was bleibt ist die Frage, muss wirklich so ein Aufwand betrieben werden. Eine gehässige Zunge äußerte gegenüber kn zum Thema, es fehlt nur noch, dass der Radweg mit Stacheldraht und Überwachungskameras gesichert wird.

Festung Radweg (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Festung Radweg (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Übrigens gibt es immer noch Schlupflöcher für Autos. Da das Maßststabsfragment eine Länge von 158 cm hat, kann man ersehen, es gibt immer noch Schlupflöcher für Autos! Wie konnte man das übersehen. Hier müssen bestimmt noch drei Poller rein. Das Geld ist im Landratsamt ja reichlich vorhanden. Wenn nicht nimmt man es von der Sanierung der Schulen. Bei den vielen Millionen die dort gebracht werden fällt der kleine Abzweig bestimmt nicht auf, oder?
Autor: khh

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