Mi, 10:20 Uhr
25.09.2013
Laktosefrei, glutenfrei – eine Werbestrategie?
Ein Marktcheck der Verbraucherzentralen hat gezeigt: Wer laktosefreie oder glutenfreie Lebensmittel kauft, ohne dass es gesundheitlich notwendig ist, zahlt erheblich mehr, hat aber keinen besonderen Vorteil...
Für Personen, die unter einer Laktoseunverträglichkeit oder Zöliakie leiden, erleichtern eine auffallende Kennzeichnung und eine zunehmende Produktvielfalt die Lebensmittelauswahl.
Für gesunde Verbraucher haben laktose- oder glutenfreie Produkte aber keinerlei Vorteile. Dennoch erwecken Hersteller und Händler oft den Eindruck, dass diese Produkte allgemein Gesundheit und Wohlbefinden steigern können: Dazu wird die Bezeichnung laktose- oder glutenfrei oft mit der Bewerbung angeblich natürlicher Zutaten, Clean Labelling, wie ohne künstliche Aromen oder ohne Konservierungsstoffe, kombiniert.
Allgemeine Angaben, wie Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Ihnen bestmögliche Produkte für eine bewusste Ernährung anzubieten…, legen ebenfalls nahe, dass es sich hierbei um besonders gesunde Lebensmittel handelt. So sollen auch Personen zum Kauf dieser Produkte angeregt werden, die dafür gar keinen Bedarf haben.
Dahinter stecken oft nur die Absatzinteressen der Lebensmittelindustrie, sagt Vera Schrodi, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Thüringen. Lebensmittel wie Schnitt- und Hartkäse zum Beispiel sind natürlicherweise immer laktosefrei. Die Werbung laktosefrei rechtfertigt hier nicht den nahezu doppelt so hohen Preis.
Glutenfreie Produkte kosteten im Marktcheck bis zu viermal mehr als herkömmliche Lebensmittel. Für den Kauf dieser Lebensmittel sollte deshalb ein echter, ärztlich festgestellter Bedarf vorliegen.
Politiker sind gefordert, die nährwertbezogene Angabe laktosefrei rechtlich zu definieren(glutenfrei ist bereits geregelt) und Bedingungen für deren Verwendung festzulegen, fordert Vera Schrodi. Eine klare eindeutige Kennzeichnung ist für Betroffene wichtig. Anbieter sollten diese aber nicht benutzen, um alltäglichen Lebensmitteln ein insgesamt positives Image zu verleihen, wenn sie nur für bestimmte Personengruppen einen besonderen Vorteil bieten.
Über das Fazit des Marktchecks und die Werbestrategie mit frei von informiert das aktuelle Faltblatt* Laktosefrei, Glutenfrei – Auch eine Werbestrategie! Das Faltblatt kann in den Verbraucherberatungsstellen Erfurt, Suhl, Jena und Rudolstadt abgeholt werden.
Autor: redFür Personen, die unter einer Laktoseunverträglichkeit oder Zöliakie leiden, erleichtern eine auffallende Kennzeichnung und eine zunehmende Produktvielfalt die Lebensmittelauswahl.
Für gesunde Verbraucher haben laktose- oder glutenfreie Produkte aber keinerlei Vorteile. Dennoch erwecken Hersteller und Händler oft den Eindruck, dass diese Produkte allgemein Gesundheit und Wohlbefinden steigern können: Dazu wird die Bezeichnung laktose- oder glutenfrei oft mit der Bewerbung angeblich natürlicher Zutaten, Clean Labelling, wie ohne künstliche Aromen oder ohne Konservierungsstoffe, kombiniert.
Allgemeine Angaben, wie Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Ihnen bestmögliche Produkte für eine bewusste Ernährung anzubieten…, legen ebenfalls nahe, dass es sich hierbei um besonders gesunde Lebensmittel handelt. So sollen auch Personen zum Kauf dieser Produkte angeregt werden, die dafür gar keinen Bedarf haben.
Dahinter stecken oft nur die Absatzinteressen der Lebensmittelindustrie, sagt Vera Schrodi, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Thüringen. Lebensmittel wie Schnitt- und Hartkäse zum Beispiel sind natürlicherweise immer laktosefrei. Die Werbung laktosefrei rechtfertigt hier nicht den nahezu doppelt so hohen Preis.
Glutenfreie Produkte kosteten im Marktcheck bis zu viermal mehr als herkömmliche Lebensmittel. Für den Kauf dieser Lebensmittel sollte deshalb ein echter, ärztlich festgestellter Bedarf vorliegen.
Politiker sind gefordert, die nährwertbezogene Angabe laktosefrei rechtlich zu definieren(glutenfrei ist bereits geregelt) und Bedingungen für deren Verwendung festzulegen, fordert Vera Schrodi. Eine klare eindeutige Kennzeichnung ist für Betroffene wichtig. Anbieter sollten diese aber nicht benutzen, um alltäglichen Lebensmitteln ein insgesamt positives Image zu verleihen, wenn sie nur für bestimmte Personengruppen einen besonderen Vorteil bieten.
Über das Fazit des Marktchecks und die Werbestrategie mit frei von informiert das aktuelle Faltblatt* Laktosefrei, Glutenfrei – Auch eine Werbestrategie! Das Faltblatt kann in den Verbraucherberatungsstellen Erfurt, Suhl, Jena und Rudolstadt abgeholt werden.