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Do, 06:41 Uhr
10.10.2013

Purpurstaub eröffnet Schauspielsaison

Der Traum vom guten, richtigen Leben beinhaltet für viele Menschen auch das passende Eigenheim, steht es doch für Freiheit, Ruhe und idyllisches Landleben. Doch nicht jeder Häuslebauer ist den handfesten Tatsachen aus Stein und Mörtel gewachsen...

Miriam Gronau, Verena Blankenburg, Markus Seidensticker, Benjamin Griebel, Hans Burkia

So ist „Purpurstaub“ manchmal alles, was bleibt: auch in der Komödie von Sean O’Casey, die das Theater Rudolstadt ab Freitag, 25. Oktober, in Nordhausen zeigt.

Cyril Poges und Basil Stoke, zwei reiche Engländer, erwerben in unwirtlichen Zeiten ein renovierungsbedürftiges Herrenhaus in Irland. Gemeinsam mit ihren Geliebten beziehen sie den Bau aus der Tudor-Zeit und wollen ihn geschmackvoll herrichten lassen. Vom Umgang mit Mörtel und Stein haben die beiden jedoch keine Ahnung – und zu allem Unglück sind sie auch noch Engländer!

Nach und nach werden die Bauherren mit Umständen konfrontiert, die ihren Wunsch nach einem selbstgeschaffenen Paradies demontieren: Die irischen Handwerker, angeführt von einem gewissen O’Killigain, lassen die neuen Besitzer auflaufen. Mit ihrem Tun demolieren sie mehr, als sie reparieren. Es dauert nicht lange, bis die irischen Geliebten der Hausherren die Fronten wechseln und sich den Arbeitern an den Hals werfen.
Dann naht die Flut …

„Purpurstaub“ von Sean O’Casey, 1945 uraufgeführt, gilt spätestens seit der Inszenierung des Berliner Ensembles 1966 als Geheimtipp unter deutschen Theaterliebhabern. Genussvoll seziert O’Casey die Blasiertheit der Oberschicht und ihrer weltfremden Träume, die subversiv auseinander genommen werden vom „handfesten“ Volk. Iren gegen Engländer, Arbeiter gegen Börsenspekulanten, Land gegen Stadt – thematische Gegensätze treffen auf stilistische: Ernüchterung und Poesie, Jux und Trauer, Komik und Lyrik.

In der Regie von Herbert Olschok sind Matthias Winde und Markus Seidensticker als die zwei englischen Hausbesitzer zu erleben, Laura Göttner und Miriam Gronau spielen ihre wechselhaften Geliebten. Unter Jörg Schlüter als Maurervorarbeiter O’Killigain hantieren Hans Burkia, Benjamin Griebel und Verena Blankenburg, unterstützt von Johannes Arpe, Horst Damm, Charlotte Ronas und Ute Schmidt. Die Ausstattung übernahm Alexander Martynow, gesungen wird nach der musikalischen Einstudierung von Thomas Voigt.

Karten für die Nordhäuser Premiere am 25.10. um 19.30 Uhr und die nächsten Vorstellungen am Mittwoch, 30. Oktober, um 15 Uhr und am Sonntag, 03.11., um 14.30 Uhr gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), im Internet unter www.theater-nordhausen.de und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
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