Fr, 00:30 Uhr
11.10.2013
Das beißt sich?
Die gestrige Stadtratssitzung der Stadt Sondershausen beinhaltete auch ein Fragestunde für Einwohner, mit einem überraschendem Ausgang. Hier kn mit den Einzelheiten.
Was gab es in früheren Stadtratssitzungen für Kämpfe und Forderungen, in jeder Stadtratssitzung eine Bürgerfragestunde ab zu halten. Und wie wird es genutzt, wenn jetzt doch mal wieder eine solche Fragestunde durchgeführt wurde?
Im Prinzip überhaupt nicht. Denn einzig Wolfgang Dittrich vom Kreisverband Sondershausen der Kleingärtner meldete sich zu Wort, aber nicht mit einer Frage, sondern mit einer gezielten Aufforderung.
Dittrich machte darauf aufmerksam, dass die Stadt Sondershausen und viele seiner Bürger ein Problem mit den Kleingärten haben werden.
Erst machte er einen Blick in die Geschichte bis hin zur DDR-Zeit. Dort gab es noch Wartelisten, wenn man einen Garten wollte. Gleich nach der Wende wurden viele Gärten einfach verlassen, ohne zu kündigen weil man "gen Westen" zog. Die bestehenden Kleingartenlagen blieben auf den Gärten sitzen. Zunehmend macht sich eine Überalterung der Kleingartenvereinsmitglieder bemerkbar. Jetzt liegt das Durchschnittsalter bereit bei über 60 Jahren. Wenn dann von den Vereinsmitgliedern in 10 Jahren die Gärten aufgegeben werden, wird sich der Leerstand auf über 50 Prozent erhöhen. Es gibt jetzt schon 500 leerstehende Parzellen!
Viele Kleingärten liegen auf städtischem Land. Ein Rückbau eines Gartens kostet, ohne Gebäude bereits jetzt ca. 5.000 Euro pro Garten. Das können die Vereine einfach nicht aufbringen so Dittrich. Er forderte die Stadt Sondershausen auf, nehmen sie bitte Einfluss, die die Politik eine Lösung dieser Problematik mit Hilfe von Förderprogrammen findet. Der Kleingartenverband bot selbst an, Gartenanlagen zusammen zu legen, damit wieder freie Flächen geschaffen werden, welche die Stadt wieder anderweitig nutzen kann.
Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) sagte zu, er werde die Problematik beim Gemeinde- und Städtebund zum Thema machen.
Danach informierte Kreyer die Stadträte, dass es eine Auszeichnung für den Stadtjugendring Sondershausen bei dem deutschlandweiten Projekt "Lebenswerte Stadt" gab. Der Stadtjugendring war eines der sechs der sechs ausgezeichneten Projekte, kn beririchte (SONDERSHAUSEN ALS LEBENSWERTE STADT AUSGEZEICHNET. Kreyer dankte dem Stadtjugendring für sein Engagement. Soweit so gut.
Kreyer informierte, kurz über die weiteren ausgezeichneten Projekte. Bei einem Projekt der Stadt Andernach kündigte er an, dieses Projekt will man sich näher ansehen. Seltsamerweise geht es dabei in Andernach darum, dass städtische Grünflächen von den Bürgern ohne bestimmte Pacht einfach mit Blumen und Gemüse beplanzt werden darf.
Hoppla kann man da nur sagen. Will die Stadt Sondershausen dem Beispiel folgen und Grünflächen für die Gemüseanpflanzung nutzen zu lasen? Irgend wie beißt es sich, wenn man bedenkt, dass 500 Parzellen leer stehen und eine ganze Reihe davon sogar sich zentrumsnah befinden. Hier kann man nur sagen, da beißt sich etwas!?
Autor: khhWas gab es in früheren Stadtratssitzungen für Kämpfe und Forderungen, in jeder Stadtratssitzung eine Bürgerfragestunde ab zu halten. Und wie wird es genutzt, wenn jetzt doch mal wieder eine solche Fragestunde durchgeführt wurde?
Im Prinzip überhaupt nicht. Denn einzig Wolfgang Dittrich vom Kreisverband Sondershausen der Kleingärtner meldete sich zu Wort, aber nicht mit einer Frage, sondern mit einer gezielten Aufforderung.
Dittrich machte darauf aufmerksam, dass die Stadt Sondershausen und viele seiner Bürger ein Problem mit den Kleingärten haben werden.
Erst machte er einen Blick in die Geschichte bis hin zur DDR-Zeit. Dort gab es noch Wartelisten, wenn man einen Garten wollte. Gleich nach der Wende wurden viele Gärten einfach verlassen, ohne zu kündigen weil man "gen Westen" zog. Die bestehenden Kleingartenlagen blieben auf den Gärten sitzen. Zunehmend macht sich eine Überalterung der Kleingartenvereinsmitglieder bemerkbar. Jetzt liegt das Durchschnittsalter bereit bei über 60 Jahren. Wenn dann von den Vereinsmitgliedern in 10 Jahren die Gärten aufgegeben werden, wird sich der Leerstand auf über 50 Prozent erhöhen. Es gibt jetzt schon 500 leerstehende Parzellen!
Viele Kleingärten liegen auf städtischem Land. Ein Rückbau eines Gartens kostet, ohne Gebäude bereits jetzt ca. 5.000 Euro pro Garten. Das können die Vereine einfach nicht aufbringen so Dittrich. Er forderte die Stadt Sondershausen auf, nehmen sie bitte Einfluss, die die Politik eine Lösung dieser Problematik mit Hilfe von Förderprogrammen findet. Der Kleingartenverband bot selbst an, Gartenanlagen zusammen zu legen, damit wieder freie Flächen geschaffen werden, welche die Stadt wieder anderweitig nutzen kann.
Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) sagte zu, er werde die Problematik beim Gemeinde- und Städtebund zum Thema machen.
Danach informierte Kreyer die Stadträte, dass es eine Auszeichnung für den Stadtjugendring Sondershausen bei dem deutschlandweiten Projekt "Lebenswerte Stadt" gab. Der Stadtjugendring war eines der sechs der sechs ausgezeichneten Projekte, kn beririchte (SONDERSHAUSEN ALS LEBENSWERTE STADT AUSGEZEICHNET. Kreyer dankte dem Stadtjugendring für sein Engagement. Soweit so gut.
Kreyer informierte, kurz über die weiteren ausgezeichneten Projekte. Bei einem Projekt der Stadt Andernach kündigte er an, dieses Projekt will man sich näher ansehen. Seltsamerweise geht es dabei in Andernach darum, dass städtische Grünflächen von den Bürgern ohne bestimmte Pacht einfach mit Blumen und Gemüse beplanzt werden darf.
Hoppla kann man da nur sagen. Will die Stadt Sondershausen dem Beispiel folgen und Grünflächen für die Gemüseanpflanzung nutzen zu lasen? Irgend wie beißt es sich, wenn man bedenkt, dass 500 Parzellen leer stehen und eine ganze Reihe davon sogar sich zentrumsnah befinden. Hier kann man nur sagen, da beißt sich etwas!?
