eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Di, 10:58 Uhr
04.02.2014

Kabel Deutschland verurteilt

Ein Unternehmen darf keine Werbeschreiben an Verbraucherinnen und Verbraucher senden, die das erkennbar nicht wünschen. Das gilt nach einem Urteil des Oberlandesgerichts München auch für Briefkastenwerbung, die nicht persönlich an einzelne Verbraucher adressiert ist...


Damit gab das Gericht einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen die Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH statt.

Anzeige symplr (1)
Das Unternehmen hatte einem Verbraucher per Post den Anschluss ans Glasfasernetz angeboten. Mit deutlichen Worten forderte er Kabel Deutschland in einer E-Mail auf, ihm künftig keine Werbung mehr zuzusenden. In den folgenden fünf Monaten landeten fünf weitere Werbeschreiben der Firma in seinem Briefkasten – zwei davon mit dem gleichen Angebot, das er schon kategorisch abgelehnt hatte.

Die Werbung war nur nicht mehr an ihn persönlich adressiert, sondern als Postwurfsendung „An die Bewohner des Hauses ...“ gerichtet. Er schaltete den Verbraucherzentrale Bundesverband ein, der Kabel Deutschland nach erfolgloser Abmahnung verklagte.

Anti-Werbung-Aufkleber nicht nötig

Die Richter schlossen sich der Auffassung des vzbv an, dass der Widerspruch des Verbrauchers auch teiladressierte Werbung ohne Empfängernamen umfasst. Der Verbraucher habe unmissverständlich klargemacht, dass er keinerlei Werbung mehr bekommen möchte. Diesen Wunsch müsse das Unternehmen respektieren, stellten die Richter klar. Es sei nicht nötig, den Briefkasten mit einem Aufkleber wie „Werbung nein danke“ zu versehen. Die Mitteilung an das Unternehmen reiche aus.

Urteil des OLG München vom 5.12.2013, Az. 29 U 2881/13, nicht rechtskräftig | Die Revision wurde nicht zugelassen.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Max links
04.02.2014, 13:43 Uhr
Werbepost
Wenn sich doch nur die Deutsche Post in NDH daran halten würde. Ich stecke jeden Werbebrief mit dem Vermerk „Zurück“ in den Postkasten. Eine Empfehlung der Verbraucherzentrale, übermittelt durch die ZDF Sendung „WISO“. Irgendwann hören die Firmen allein auf Werbung zu versenden, denn sie müssen das Rückporto tragen.

Denkste, tags drauf ist der Brief wieder im Kasten. Den freundlichen Postboten darauf angesprochen – wir müssen die Briefe zustellen. Es Infopost. Meine Deutung der Infopost, die Post verkauft Adressen (ist ja auch bekannt).

Postkunde muss annehmen und in die blaue Spartonne unserer Landrätin übergeben. So mit entsteht ein SERO Kreislauf. Jeder ist beschäftigt.
Max Links
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)