Do, 20:11 Uhr
20.03.2014
Befähigung zur Hospizbegleitung
Zum 10. Mal erfolgreiche Zertifizierung neuer Mitarbeiterinnen. Eine Teilnehmerin schildert ihre Eindrücke...
Meine Befähigung zur Hospizbegleiterin
Seit Jahresbeginn 2013 hatte ich am Seminar Befähigung zur Hospizbegleiteung teilgenommen. Am vergangenen Sonntag wurde mit einem Trauerwochenende auf der Feuerkuppe dieser Kurs für sieben Teilnehmerinnen erfolgreich abgeschlossen. Es war eine sehr anspruchsvolle Ausbildung, die sich an den Empfehlungen für Vorbereitungskurse von Hospizbegleiter/-innen des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung sowie an den Empfehlungen für die Durchführung von Vorbereitungskursen in Thüringen des Thüringer Hospiz- und Palliativverbandes e.V. orientiert und in drei Module gliedert und mit einer Mindeststundenzahl von 100 Stunden konzipiert ist, wobei diese jedoch situations- bzw. bedarfsbedingt durchaus höher sein kann.
Das 1. Modul war für mich das schwierigste. Inmitten von mir zunächst noch fremden Menschen und in der Annäherung an das Thema Abschied, Sterben, Tod und Trauer machte ich Erfahrungen, die mir meine eigenen Grenzen bewusst aufzeigten und mich sensibilisierten, die Wünsche und Bedürfnisse anderer, auch nonverbal, zu erspüren. Zahlreiche praktische Übungen, die ständige Reflexion, das Feed back der mittlerweile zusammengewachsenen Gruppe und die Interaktionen mit der Kursleitung führten bei mir zu einer Bewusstseinsveränderung, die mich im täglichen Leben und im respektvollen Umgang mit anderen Menschen stärker, aber auch gelassener macht.
Während das 1. Modul eine Art der Selbstfindung war, ist das 2. Modul ein Praktikum als Besuchsdienst . Hier konnte ich mein erlerntes Wissen und meine Fähigkeiten anwenden und zugleich ganz neue und mich bewegende Erfahrungen mit pflegebedürftigen und kranken Menschen machen und das Abschiednehmen bewusst erleben. Dabei stand mir die Kursleitung jederzeit supervisorisch hilfreich zu Seite. Im 3. Modul, dem Vertiefungskurs, wurden spezielle rechtliche, strukturelle und humane Fragestellungen aufgegriffen, behandelt und vertieft, sodass ich am Ende dieser Ausbildung ein gutes Rüstzeug habe um verantwortungsvoll und aktiv als zertifizierte Hospizbegleiterin im Ambulanten Hospizdienst tätig zu werden.
Besonderer Dank gilt unserer Koordinatorin Frau Susanne List und auch Herrn Thomas Messerschmidt, die mit viel Engagement, großer Geduld, einem Sack voll Wissen und Können sowie manchmal mit ungewöhnlichen Mitteln den Kurs interessant, lebendig und praxisnah gestalteten.
Christina Hoppe
Autor: khhMeine Befähigung zur Hospizbegleiterin
Seit Jahresbeginn 2013 hatte ich am Seminar Befähigung zur Hospizbegleiteung teilgenommen. Am vergangenen Sonntag wurde mit einem Trauerwochenende auf der Feuerkuppe dieser Kurs für sieben Teilnehmerinnen erfolgreich abgeschlossen. Es war eine sehr anspruchsvolle Ausbildung, die sich an den Empfehlungen für Vorbereitungskurse von Hospizbegleiter/-innen des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung sowie an den Empfehlungen für die Durchführung von Vorbereitungskursen in Thüringen des Thüringer Hospiz- und Palliativverbandes e.V. orientiert und in drei Module gliedert und mit einer Mindeststundenzahl von 100 Stunden konzipiert ist, wobei diese jedoch situations- bzw. bedarfsbedingt durchaus höher sein kann.
Das 1. Modul war für mich das schwierigste. Inmitten von mir zunächst noch fremden Menschen und in der Annäherung an das Thema Abschied, Sterben, Tod und Trauer machte ich Erfahrungen, die mir meine eigenen Grenzen bewusst aufzeigten und mich sensibilisierten, die Wünsche und Bedürfnisse anderer, auch nonverbal, zu erspüren. Zahlreiche praktische Übungen, die ständige Reflexion, das Feed back der mittlerweile zusammengewachsenen Gruppe und die Interaktionen mit der Kursleitung führten bei mir zu einer Bewusstseinsveränderung, die mich im täglichen Leben und im respektvollen Umgang mit anderen Menschen stärker, aber auch gelassener macht.
Während das 1. Modul eine Art der Selbstfindung war, ist das 2. Modul ein Praktikum als Besuchsdienst . Hier konnte ich mein erlerntes Wissen und meine Fähigkeiten anwenden und zugleich ganz neue und mich bewegende Erfahrungen mit pflegebedürftigen und kranken Menschen machen und das Abschiednehmen bewusst erleben. Dabei stand mir die Kursleitung jederzeit supervisorisch hilfreich zu Seite. Im 3. Modul, dem Vertiefungskurs, wurden spezielle rechtliche, strukturelle und humane Fragestellungen aufgegriffen, behandelt und vertieft, sodass ich am Ende dieser Ausbildung ein gutes Rüstzeug habe um verantwortungsvoll und aktiv als zertifizierte Hospizbegleiterin im Ambulanten Hospizdienst tätig zu werden.
Besonderer Dank gilt unserer Koordinatorin Frau Susanne List und auch Herrn Thomas Messerschmidt, die mit viel Engagement, großer Geduld, einem Sack voll Wissen und Können sowie manchmal mit ungewöhnlichen Mitteln den Kurs interessant, lebendig und praxisnah gestalteten.
Christina Hoppe
