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Di, 08:00 Uhr
25.03.2014

Als Volunteer in Sotschi (Teil V)

Sergej König ist zurück. Zurück aus Sotschi. In der Stadt am Schwarzen Meer war der 41-jährige Eichsfelder als Volunteer bei den Olympischen Winterspielen eingesetzt. Insgesamt sorgten 25.000 Freiwillige dafür, dass alles reibungslos über die Bühne ging. Ein Bericht in fünf Teilen von Sandra Arm...

Spasibo heißt Danke

Versammelt (Foto: privat) Versammelt (Foto: privat)
Große Ehe für die deutschen Volunteers, die vom Deutschen Olympischen Sportbund in Person von DOSB-Präsident Alfons Hörmann (gelbe Jacke) und Michael Vesper, Chef de Mission, (weiße Jacke/ganz links) zum Abschiedsessen eingeladen wurden.

Sergej König ist zurück. Zurück aus Sotschi. In der Stadt am Schwarzen Meer war der 41-jährige Eichsfelder als Volunteer bei den Olympischen Winterspielen eingesetzt. Insgesamt sorgten 25.000 Freiwillige dafür, dass alles reibungslos über die Bühne ging.

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„Eigentlich“, so sagt Sergej König, „vergingen die Wochen viel zu schnell.“ Schneller als gedacht, nämlich am 26. Februar, saß er auch schon wieder im Flieger zurück in die Heimat. Im Gepäck ganz viele Erinnerungen. Ob als Foto auf der Speicherkarte der Kamera, als Unterschrift in seinem kleinen weißen Buch oder als Mitbringsel für die Familie.

Dazu gehörten auch Pins. Irgendwann während der Spiele hat sie ihn dann doch erwischt: die Sammelleidenschaft. Anfangs hat er sich noch dagegen gesträubt. „Dann habe ich gemerkt, alle machen das und habe ebenfalls angefangen, Pins zu sammeln“, sagt König. Und es wurde auch eifrig getauscht. Heiß begehrt waren die Länder-Pins: So fanden sich in der Tüte von Sergej König bunte Anstecker unter anderem aus Liechtenstein, Österreich und Island. Auch Deutschland war dabei. Und das gleich mehrfach.

Ebenfalls hoch im Kurs standen die Maskottchen der Olympischen Spiele: Eisbär, Schneeleopard und Schneehase. Ob als Pins oder Kuscheltiere - egal, Hauptsache ein Stück von Olympia für daheim. Zwei Maskottchen durften als Mitbringsel für die Zwillinge von Sergej König im Alter von viereinhalb Jahren nicht fehlen. Der Eisbär aus Plüsch hat es sich mittlerweile auf der Couch von Familie König bequem gemacht. Ebenfalls mit nach Hause nehmen durfte er seine Volunteer-Kleidung.

Immer ein Lächeln... (Foto: privat) Immer ein Lächeln... (Foto: privat)
Olympia macht Spaß. Auch dem deutschen Volunteer-Team, das trotz der vielen Arbeit, immer einen Lächeln auf den Lippen hat.

Ohne die ging während Olympia gar nichts. An ihr erkannte man schließlich die vielen Freiwilligen. Der Kontakt untereinander war sehr intensiv. Man traf sich mal beim Essen, mal an den Wettkampfstätten oder mal beim „Tag der Deutschen“. Dieser Tag wurde von den deutschen Volunteers für die anderen Freiwilligen organisiert. Schon im Vorfeld der Spiele wurde überlegt, wie man den Tag gestalten und Deutschland präsentieren könnte. So gab es unter anderem einen Trachtentanz, ein Deutschland-Quiz und einen Film.

Rückblickend zeigte sich Sergej König von der Nähe zu den Sportlern, den Begegnungen und der Austausch mit anderen Freiwilligen als auch von der Natur rund um Sotschi sehr angetan. Auch ein Wort vernahm Sergej König sehr oft: „spasibo“. So bedankt man sich auf russisch. So wurde den Volunteers für ihre geleistete Arbeit mehrfach gedankt. Das tat der Deutsche Olympische Sportbund ebenfalls und lud die deutschen Volunteers zu einem Abschiedsessen ein. „Olympia war ein einmaliges Erlebnis. Meine Erwartungen wurden alle übertroffen“, bilanziert König.

„Doswidanja“ heißt Auf Wiedersehen. Vielleicht bis in vier Jahren, denn dann rollt der Ball bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. „Ich wäre bei der Fußball-WM ebenfalls gern als Volunteer dabei“, blickt König voraus. Das Olympische Feuer ist längst erloschen. Was bleibt sind die Erinnerungen. Und der Ausblick vielleicht in vier Jahren erneut in Russland als Freiwilliger zu Gast zu sein.
Sandra Arm
Autor: red

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