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Di, 15:22 Uhr
29.04.2014

Thüringens Finanzämter mit deutlichem Plus

Das vergangenen Jahr war ein erfolgreiches für Thüringens Finanzämter. Lohn-, Einkommens-, und Körperschaftssteuer tragen am meistem zum Plus bei, wie jetzt aus Erfurt zu erfahren war...

Die zwölf Thüringer Finanzämter haben im vergangenen Jahr 5,762 Milliarden Euro an Steuern eingenommen. Das waren rund 268 Millionen Euro bzw. 4,9 Prozent mehr als im Jahr 2012. Diese Steuern fließen nicht alleine in den Landeshaushalt, sondern je nach Steuerart nach einem festen Aufteilungsschlüssel auch in den Bundeshaushalt sowie in die Gemeindehaushalte.

„Die abermalige Steigerung des Steueraufkommens ist Ausdruck der stabilen und positiven Gesamtsituation des Freistaats. Mehr Menschen sind in Lohn und Brot und die verfügbaren Einkommen steigen. Gerade die deutlichen Zuwächse bei der Lohn- und Einkommensteuer sind Ausdruck dieser guten wirtschaftlichen Entwicklung in Thüringen, die auch den Arbeitsmarkt erreicht hat“, so Finanzminister Wolfgang Voß und weiter: „Die Steigerung des Steueraufkommens ist aber ebenso Ausdruck einer gut funktionierenden Einnahmeverwaltung im Freistaat. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Steuerverwaltung leisten täglich wichtige Arbeit und sorgen dafür, dass die öffentliche Hand ihre vielfältigen Verpflichtungen auch bezahlen kann. Hierfür gilt mein Dank“, so Voß weiter.

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Allerdings beschränke sich die Arbeit der Finanzämter keinesfalls auf die Einnahmeverwaltung, so Voß. „Die verschiedenen Prüfungsdienste der Thüringer Finanzämter sorgen für gelebte Steuergerechtigkeit. Über 10.200 Prüfungen wurden durch die Betriebsprüfer, die Lohnsteueraußenprüfer, die Umsatzsteuersonderprüfer und die Steuerfahnder im vergangenen Jahr durchgeführt. Das Mehrergebnis von rund 229 Millionen Euro übertrifft damit das Vorjahresergebnis um über 11 Prozent (2012: 206 Millionen Euro)“, so Voß und weiter: „Unsere Prüfdienste sind gut aufgestellt und leisten wertvolle Arbeit für das Gemeinwohl.

Die positive Einnahmebilanz der Thüringer Finanzämter wird vor allem durch Steigerungen bei der Lohn- und Einkommensteuer sowie der Körperschaftsteuer bestimmt.

  • Die Lohnsteuer stieg um fünf Prozent auf mehr als 2,38 Mrd. Euro. Sie ist mit einem Anteil von rund 41 Prozent am Gesamtsteueraufkommen in Thüringen die ertragreichste Steuer. Als besondere Erhebungsform der Einkommensteuer wird die Lohnsteuer Arbeitnehmer/-innen vom Lohn abgezogen.
  • Mit der Einkommensteuer wird das Einkommen natürlicher Personen besteuert, etwa aus Einkünften aus Gewerbebetrieb, selbständiger Arbeit oder Landwirtschaft. Mit einem Einnahmevolumen von 391 Mio. Euro war ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von über 26 Prozent zu verzeichnen.
  • Die Umsatzsteuer verringerte sich leicht um 0,5 Prozent oder 10 Mio. Euro. Mit rund 1,97 Mrd. Euro ist sie hinter der Lohnsteuer die zweitstärkste Thüringer Steuerquelle. Sie wird auf den Verbrauch von Waren und Dienstleistungen erhoben.
  • Die Körperschaftsteuer stieg deutlich an. Insgesamt konnten die Finanzämter mit rund 250 Mio. Euro etwa 34 Mio. Euro bzw. rund 16 Prozent mehr als im Jahr 2012 verbuchen.

Lohn- und Einkommensteuer, Körperschaft- wie auch Umsatzsteuer sind so genannte Gemeinschaftssteuern. Sie werden von den Finanzämtern erhoben und fließen in verschiedenen Anteilen Bund, Ländern und Kommunen zu.

Reine Landessteuern, wie die Erbschaft-, die Lotterie- oder die Grunderwerbsteuer entwickelten sich im Jahr 2013 unterschiedlich:

  • Die Erbschaftsteuer belief sich auf 11,5 Mio. Euro – ein Minus von 10 Prozent.
  • Die Grunderwerbsteuer erhöhte sich um 11 Prozent bzw. rund 10 Mio. Euro auf insgesamt rund 104 Mio. Euro.
  • Die Lotteriesteuer stieg aufgrund eines Sondereffekts um 31 Prozent bzw. knapp 8 Mio. Euro auf nunmehr 33 Mio. Euro.


Die Steuern werden von 2.635 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in den zwölf Thüringer Finanzämtern des Freistaates arbeiten, eingenommen. Insgesamt wurden mit 681.648 Veranlagungen rund 32.000 mehr durchgeführt als noch im Jahr zuvor. 400.000 Steuerpflichtige gaben im vergangenen Jahr ihre Steuererklärung auf elektronischem Weg beim Finanzamt ab. Die Elster-Quote stieg auf fast 60 Prozent.
Autor: red

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