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Di, 17:33 Uhr
27.05.2014

Glashütte im Takt der Geschichte

Chronometer sind keine ganz normalen Uhren und längst nicht jede hochwertige Uhr darf sich Chronometer nennen. Die Geschichte dieses Luxusartikels geht auf ursprüngliche Probleme der Schifffahrt zurück, doch auch in Zeiten von Navigationssystemen ticken die Uhren munter weiter. Ein wichtiger Standpunkt ist dabei in Deutschland...


Und dieser Standpunkt wird von außen wahrlich nicht als solcher wahrgenommen. In der Sternwarte der sächsischen 4500-Einwohnerstadt Glashütte hat sich der Juwelier Wempe mit seinen Glashütte Uhren die Anfertigung der einzigen deutschen nach DIN-Norm geprüften Chronometer zu seiner Aufgabe gemacht.

Da Chronometer ihren Namen nur erhalten dürfen, wenn sie von einem Observatorium oder einer offiziellen Gangkontrollstelle ihre Funktionalität in einem standardisierten Messverfahren bewiesen haben, ist diese einzige Kontrollstelle in der Bundesrepublik durchaus eine Besonderheit.

Heute ist der Chronograph ein Zeichen von Luxus und am Arm des einen oder anderen Geschäftsführers zu sehen. In seiner Vergangenheit allerdings war der Chronograph ein wahrer Lebensretter. Da sich die Seefahrer bis ins 18. Jahrhundert hinein nicht exakt genau orientieren konnten, gab es regelmäßig Unfälle mit einer Vielzahl an Toten.

Das Problem: während sich die Seefahrer anhand der Mittagssonne oder der Polarsterns die Breitengrade erklären konnten, war die Berechnung der Längengrade nicht exakt möglich. Der Grund dafür war die Ungenauigkeit der Uhren zu dieser Zeit, wodurch die Seefahrer nicht die exakte Uhrzeit des Heimathafens mit der Zeit auf dem Schiff vergleichen und so die Position bestimmen konnten. Dem englischen Uhrmacher John Harrison gelang die Anfertigung eines solchen sehr genau gehenden Chronographen schließlich, der Nachbau seines Werkes durch Larcum Kendall wurde berühmt.

Ab circa 1840 war der Chronograph auf allen Schiffen der Royal Navy ein fester Bestandteil.


Früher eine Lebensversicherung, heute Statussymbol - und das nicht nur bei den Herren der Schöpfung. Mittlerweile finden immer mehr Frauen Gefallen an einem Chronographen, dem Zeugnis der höchsten Uhrmacherkunst. Taktgenau schlägt sie an so manchem Arm, hergestellt unter anderem in der Sternwarte in Glashütte.

Autor: red

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