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Fr, 10:15 Uhr
11.07.2014

Zur Straße der Musik gehörend

Die Unterkirche und Stadt Bad Frankenhausen gehören seit Anfang Juli zur „Straße der Musik“, kn berichtete bereits. Vor der feierlichen Aufnahme erreichte kn folgender Bericht...

Am 3. Juli 2014 (Donnerstag) war es soweit! Etwa 50 Interessierte versammelten sich gegen Abend bei schönstem Wetter vor der Unterkirche. Es sollte etwas enthüllt werden: eine „Logotafel“. Die Kantorei der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde hatte eingeladen. Unter dem verhüllten „Etwas“ stand ein auf einem Notenständer arrangiertes Blumengesteck, welches Hannelore Zimmer „komponierte“ - seit fast 40 Jahren den kirchlichen Blumenschmuck gestaltend und häufig die Museumsausstellungen floristisch begleitend.

Zur Straße der Musik gehörend (Foto: Bark-Goebel / Lemp / Zimmer ) Zur Straße der Musik gehörend (Foto: Bark-Goebel / Lemp / Zimmer )

Pünktlich um 18.30 Uhr gab ein Posaunenquartett das „Startzeichen“ zu einem kleinen Festakt anläßlich der Aufnahme der Unterkirche und damit auch der Stadt in die „Straße der Musik“ .

Der Verein „Straße der Musik“ wurde 2009 in Halle gegründet. „Er hat sich zum Ziel gesetzt, zur Entdeckung und weltweiten Verbreitung des musikkulturellen Erbes in Mitteldeutschland einen wesentlichen Beitrag zu leisten. Bis heute wurden durch den Verein 1336 Komponisten und zahlreiche Instrumentenbauer an mehr als 350 Orten recherchiert. Die vom Verein gestalteten Logotafeln führen zu musikalisch bedeutsamen Orten mit vielfältiger Geschichte.“

Durch die Medien erfuhr die Kantorei vor längerer Zeit von diesem Verein. Peter Zimmer und Kantorin Laura Schildmann nahmen Verbindung auf und so kam es zu diesem für Kirchgemeinde und Stadt bedeutenden Termin.
Obwohl der Verein ja schon mehr als 350 musikhistorisch wichtige Orte in Mitteldeutschland ermittelte, wurde an diesem Tag die 19. Logotafel mit dem Text „Straße der Musik“ an die Unterkirche und damit auch der Stadt übergeben.

Zur Straße der Musik gehörend (Foto: Bark-Goebel / Lemp / Zimmer ) Zur Straße der Musik gehörend (Foto: Bark-Goebel / Lemp / Zimmer )

Der Vereinsvorsitzende Daniel Schad (Halle) machte die Anwesenden auf den musikalischen Reichtum Mitteldeutschlands aufmerksam und stellte den Anteil der Unterkirche mit ihren Komponisten in den vergangenen Jahrhunderten (u.a. Zachariä – Namensgeber für unsere Stadt- und Kurbibliothek) und den Ersten Deutschen Musikfesten (1810 /1811 / 1815) heraus.

Zur Straße der Musik gehörend (Foto: Bark-Goebel / Lemp / Zimmer ) Zur Straße der Musik gehörend (Foto: Bark-Goebel / Lemp / Zimmer )

Bürgermeister Matthias Strejc nahm den Gedankengang auf und ging auf die aktuelle Situation ein – die rege Konzerttätigkeit mit den verschiedensten Angeboten der Kantorei unter Leitung von Kantorin Laura Schildmann. Er äußerte gegenüber den Anwesenden die Hoffnung, dass in gemeinsamer Anstrengung der Stadt und Kirchgemeinde in absehbarer Zeit die Kirche und die Große Strobel-Orgel fertig saniert sind und damit für die Touristen, Kurgäste und Einwohner der Stadt und Region zu einem Anziehungspunkt werden.

Zur Straße der Musik gehörend (Foto: Bark-Goebel / Lemp / Zimmer ) Zur Straße der Musik gehörend (Foto: Bark-Goebel / Lemp / Zimmer )

Superintendent Kristóf Bálint verdeutlichte in seiner kurzen Rede die geistige und geistliche Dimension der Musik. Viele nichtgläubige Menschen, die Werke von Bach, Mozart oder Mendelssohn in einer Kirche hören und sich von den Klängen gefangen nehmen lassen, sind erstaunt, wenn sie dann die dazugehörigen geistlichen Texte lesen.
Und dann „walteten“ der Vereinsvorsitzende Daniel Schad und Peter Zimmer (Vorsitzender des Kirchengemeinderates) ihres Amtes: gemeinsam zogen sie an den Fäden und langsam gab das verhüllende Tuch die Logotafel „Straße der Musik“ frei.


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Damit auch alle Fotografen schone Bilder erhielten, fiel das Tuch sehr langsam schwebend herab. Und alles wurde vom Quartett des Posaunenchores Oldisleben mit Matthias Koch (Udersleben), seiner Tochter Jasmin (13 Jahre), Christiane Weineck (Oldisleben) und Kantorin Laura Schildmann mit vielen Musikstücken mitteldeutscher Komponisten aus Vergangenheit und Gegenwart exzellent begleitet.

Danach konnte man sich beim Stehempfang mit allen Anwesenden über „Gott und die Welt“ unterhalten. Um 19.30 Uhr gab es dann das vom Verein organisierte Konzert „La Mouvance - Unerhörtes Mittelalter“ – Musik für Sopran, Drehleier und Fiedel.


Text: Peter Zimmer
Foto`s: Bark-Goebel / Lemp / Zimmer
Zur Straße der Musik gehörend (Foto: Bark-Goebel / Lemp / Zimmer )
Zur Straße der Musik gehörend (Foto: Bark-Goebel / Lemp / Zimmer )
Zur Straße der Musik gehörend (Foto: Bark-Goebel / Lemp / Zimmer )
Autor: khh

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