Di, 19:46 Uhr
22.07.2014
Jugendliche aktiv kreativ im Kyffhäuserkreis
Was können wir selbst tun, um unser Umfeld und damit den Kyffhäuserkreis attraktiver zu gestalten? Unter dieser Fragestellung arbeiteten seit März Jugendliche mit Schulsozialarbeitern, Bereichsjugendpflegern, Lehrern, Eltern, Hausmeistern und weiteren freiwilligen Helfern an der Verwirklichung ihrer Youthpart-Ideen. Über die Verwirklichung erreichte dieser Bericht kn vom Kreisjugendring...
Doch was sind Youthpart-Ideen? Youthpart ist ein bundesweites Modellprojekt zur stärkeren Einbeziehung von Jugendlichen in kommunale Entscheidungsprozesse. Im Rahmen des Gesamtkonstruktes gab es, neben der Bewältigung umfangreicher struktureller Aufgaben und einer Schülerbefragung, einen Ideenwettbewerb unter dem Motto Raumschiff Kyffhäuserkreis – Beam me up for a better life!.
Aufgerufen waren junge Menschen aus allen Regionen des Kreises, sich mit ihren Projektideen um Mittel zur Realisierung dieser Vorhaben zu bewerben. Das ist auch geschehen – und in einer Jurysitzung am 17. März wurden insgesamt sechs Projekte ausgewählt, die eine Förderung erhielten. Und um was ging es dabei konkret? Was war Ausgangslage für die Ideen der Schüler und Jugendlichen?
Steht man vor dem Kinderspielplatz in Roßleben, der garantiert schon bessere Tage erlebt hat und mit Zigarettenstummeln und Glas nicht unbedingt zum Spielen einlädt, oder im Speiseraum der Regelschule Greußen, der alles andere als appetitlich ist, oder steigt man am Tischplatt in Bad Frankenhausen aus und findet sich in einem Bushäuschen wieder, welches eher eine Ode an den Verfall darstellt, dann findet man bereits die ersten Antworten.
Sitzplätze für uns forderte Schoolyard in action der Regelschule Roßleben und für die Kleinen setzt sich die Gruppe Kinderfreundlicher Spielplatz ein. Das Caféteria Ultimatum setzte dem alten Speiseraum der Regelschule Greußen das letzte Ultimatum. An der Regelschule Johann Karl Wezel in Sondershausen sollte es den Tag der Wissenschaften geben: quasi Schule (be-)greifbarer gestalten. Bad Frankenhausen bekommt durch Aktion Farbe neue bunte Mülleimer. Und dann gibt es noch Colours of streets: die alte, vergammelte Bushaltestelle am Bad Frankenhäuser Tischplatt bekam eine Patenschaft der Regelschule Juri-Gagarin.
Am vergangen Montag hatten sich nun die Jugendlichen Projektträger im großen Sitzungssaal des Landratsamtes zusammengefunden, um den Fortschritt bzw. die Ergebnisse ihrer Projekte eindrucksvoll zu präsentieren. Gespannt lauschten Bürgermeister und Verantwortliche aus Landkreis und Kommunen den Ausführungen der Schüler und Betreuer. Es gab Berichte über erreichte Etappen und gesteckte Ziele, über Hilfsbereitschaft und Zusammenarbeit, aber auch von kleineren Hindernissen. Den Akteuren ging es vor allem darum, aus eigener Kraft etwas zu erschaffen, etwas selbst zu planen und zu konstruieren, zu schleifen, zu spachteln, zu sägen und zu streichen – und Kontakte zu Firmen und Helfern zu knüpfen. Auch wenn der ein oder andere Arbeitstag Muskelkater verursachte, am Ende konnte man mit einem zufriedenen Lächeln sagen: Hey! Wir haben es geschafft! Wir haben gemeinsam ein Stück verändert!
Falls Sie nun also in Bad Frankenhausen einmal auf einen kunstvollen Mülleimer blicken oder Sie Ihre Kinder in Roßleben auf den sauberen und farblich aufgepeppten Spielplatz begleiten, Ihre Kinder Motto-Food in einer gemütlichen Caféteria in der Regelschule in Greußen genießen oder Ihr Nachbar von coolen Experimenten an der Östertalschule schwärmt, dann denken Sie doch einfach daran: Wir alle können etwas verändern.
Als Zeichen der Anerkennung erhielten alle Beteiligten Jugendlichen eine Urkunde durch Herrn Holger Häßler, 1. Kreisbeigeordneter, überreicht. Auch Cornelia Kraffzick, bisherige Vorsitzende des Jugendhilfeausschuss und stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Sondershausen, würdigte das Engagement und sprach sogar davon, dass es wünschenswert wäre, im Jugendförderplan eine solche Projektförderungen festzuschreiben, was durch eine mögliche Umverteilung vorhandener Gelder zu erreichen wäre. So könnte jugendliches Engagement Unterstützung finden und weitere kleinere Projekte angestoßen werden.
Vorstellbar wäre zudem der Aufbau eines Jugendgremiums, welches die Entscheidungen über zu fördernde Projekte mit trägt.
Ein herzlicher Dank geht seitens des Projektträgers, dem Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V., an die Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) für die fachliche Begleitung, an die Schulsozialarbeiterinnen und Bereichsjugendpflegerinnen für die praktische Begleitung vor Ort und natürlich an die Jugendlichen, sie sich mit ihrem Engagement eingebracht haben. Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass es noch weitere solche Ideen für unseren Kyffhäuserkreis gibt und viele Projekte folgen werden.
Autor: khhDoch was sind Youthpart-Ideen? Youthpart ist ein bundesweites Modellprojekt zur stärkeren Einbeziehung von Jugendlichen in kommunale Entscheidungsprozesse. Im Rahmen des Gesamtkonstruktes gab es, neben der Bewältigung umfangreicher struktureller Aufgaben und einer Schülerbefragung, einen Ideenwettbewerb unter dem Motto Raumschiff Kyffhäuserkreis – Beam me up for a better life!.
Aufgerufen waren junge Menschen aus allen Regionen des Kreises, sich mit ihren Projektideen um Mittel zur Realisierung dieser Vorhaben zu bewerben. Das ist auch geschehen – und in einer Jurysitzung am 17. März wurden insgesamt sechs Projekte ausgewählt, die eine Förderung erhielten. Und um was ging es dabei konkret? Was war Ausgangslage für die Ideen der Schüler und Jugendlichen?
Steht man vor dem Kinderspielplatz in Roßleben, der garantiert schon bessere Tage erlebt hat und mit Zigarettenstummeln und Glas nicht unbedingt zum Spielen einlädt, oder im Speiseraum der Regelschule Greußen, der alles andere als appetitlich ist, oder steigt man am Tischplatt in Bad Frankenhausen aus und findet sich in einem Bushäuschen wieder, welches eher eine Ode an den Verfall darstellt, dann findet man bereits die ersten Antworten.
Sitzplätze für uns forderte Schoolyard in action der Regelschule Roßleben und für die Kleinen setzt sich die Gruppe Kinderfreundlicher Spielplatz ein. Das Caféteria Ultimatum setzte dem alten Speiseraum der Regelschule Greußen das letzte Ultimatum. An der Regelschule Johann Karl Wezel in Sondershausen sollte es den Tag der Wissenschaften geben: quasi Schule (be-)greifbarer gestalten. Bad Frankenhausen bekommt durch Aktion Farbe neue bunte Mülleimer. Und dann gibt es noch Colours of streets: die alte, vergammelte Bushaltestelle am Bad Frankenhäuser Tischplatt bekam eine Patenschaft der Regelschule Juri-Gagarin.
Am vergangen Montag hatten sich nun die Jugendlichen Projektträger im großen Sitzungssaal des Landratsamtes zusammengefunden, um den Fortschritt bzw. die Ergebnisse ihrer Projekte eindrucksvoll zu präsentieren. Gespannt lauschten Bürgermeister und Verantwortliche aus Landkreis und Kommunen den Ausführungen der Schüler und Betreuer. Es gab Berichte über erreichte Etappen und gesteckte Ziele, über Hilfsbereitschaft und Zusammenarbeit, aber auch von kleineren Hindernissen. Den Akteuren ging es vor allem darum, aus eigener Kraft etwas zu erschaffen, etwas selbst zu planen und zu konstruieren, zu schleifen, zu spachteln, zu sägen und zu streichen – und Kontakte zu Firmen und Helfern zu knüpfen. Auch wenn der ein oder andere Arbeitstag Muskelkater verursachte, am Ende konnte man mit einem zufriedenen Lächeln sagen: Hey! Wir haben es geschafft! Wir haben gemeinsam ein Stück verändert!
Falls Sie nun also in Bad Frankenhausen einmal auf einen kunstvollen Mülleimer blicken oder Sie Ihre Kinder in Roßleben auf den sauberen und farblich aufgepeppten Spielplatz begleiten, Ihre Kinder Motto-Food in einer gemütlichen Caféteria in der Regelschule in Greußen genießen oder Ihr Nachbar von coolen Experimenten an der Östertalschule schwärmt, dann denken Sie doch einfach daran: Wir alle können etwas verändern.
Als Zeichen der Anerkennung erhielten alle Beteiligten Jugendlichen eine Urkunde durch Herrn Holger Häßler, 1. Kreisbeigeordneter, überreicht. Auch Cornelia Kraffzick, bisherige Vorsitzende des Jugendhilfeausschuss und stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Sondershausen, würdigte das Engagement und sprach sogar davon, dass es wünschenswert wäre, im Jugendförderplan eine solche Projektförderungen festzuschreiben, was durch eine mögliche Umverteilung vorhandener Gelder zu erreichen wäre. So könnte jugendliches Engagement Unterstützung finden und weitere kleinere Projekte angestoßen werden.
Vorstellbar wäre zudem der Aufbau eines Jugendgremiums, welches die Entscheidungen über zu fördernde Projekte mit trägt.
Ein herzlicher Dank geht seitens des Projektträgers, dem Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V., an die Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) für die fachliche Begleitung, an die Schulsozialarbeiterinnen und Bereichsjugendpflegerinnen für die praktische Begleitung vor Ort und natürlich an die Jugendlichen, sie sich mit ihrem Engagement eingebracht haben. Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass es noch weitere solche Ideen für unseren Kyffhäuserkreis gibt und viele Projekte folgen werden.








