Mi, 09:12 Uhr
10.09.2014
Einsamkeit - worauf lasse ich mich ein?
Immer wieder werden in Tageszeitungen und Anzeigenblättern scheinbar private Anzeigen Partnersuchender veröffentlicht. Die meisten Inserate dienen in erster Linie als Lockvogel für professionelle Partnervermittlungen. Jetzt gibt es dazu Beratung und Aufklärung...
In der Regel verbergen sich dahinter sogenannte Single- und Freizeitclubs, für deren Mitgliedschaft hohe Beträge kassiert werden, so die Verbraucherzentrale Thüringen.
Wer einen Partner sucht, kann grundsätzlich nicht davon ausgehen, dass diverse Anzeigen in Zeitungen oder im Internet prinzipiell zum Wunschpartner führen. Selbst individualisierte Anzeigen führen nicht immer zum gesuchten Partner oder zur großen Liebe. Meistens werden solche Kontaktanzeigen von Firmen in Auftrag gegeben, die mit der Vermittlung von Partnern viel Geld verdienen wollen.
Denn Partnervermittlung ist ein lukratives Geschäftsfeld, bei dem kräftig abkassiert wird. Für Partnersuchende ist es deshalb schwer, private von gewerblichen Anzeigen zu unterscheiden.
Aus der Kontaktanzeige geht in der Regel nicht sofort hervor, dass sie lediglich als Lockvogel dient und die darin beschriebenen Männer oder Frauen, oft mit Foto präsentiert, nur Phantome sind. Ruft der interessierte Partnersuchende die in der Annonce angegebene Telefonnummer an, meldete sich nicht die abgebildete Person, sondern eine freundliche Dame, die kurzerhand einen Hausbesuch vereinbart - für Verbraucherschützer ein eindeutiges Indiz dafür, dass ein Partnerinstitut oder ein Freizeitclub hier seine Finger im Spiel hat.
Doch auch dann wird man nicht von der in der Annonce abgebildeten Person besucht, sondern von einem Partnervermittler, der darauf drängt, einen Vertrag zu unterschreiben, denn erst dann könne man die Person aus der Annonce kennenlernen. Erst wenn erhebliche Beträge im vierstelligen Bereich vom Konto Betroffener abgebucht wurden, wird klar, dass sie sich auf eine teure Mitgliedschaft in einem sogenannten Single- oder Freizeitclub, eingelassen haben, erläutert Silvia Georgi, Rechtsberaterin in der Verbraucherzentrale Thüringen, die Situation.
Allein kommen Betroffene kaum aus solchen Verträgen. Viele scheuen sich auch, Verwandte oder Bekannte um Hilfe zu bitten. Wer glaubt, in ehrlichem Vertrauen unseriösen Partnervermittlern auf den Leim gegangen zu sein, kann sich an jede Beratungsstelle der Verbraucherzentrale Thüringen wenden.
Die Verbraucherzentrale Thüringen führt am 25.09.2014 zu Vertrags- und Kostenfallen bei vorgetäuschten Partneranzeigen - Annoncen und Mitgliedschaften in sogenannten Freizeitclubs einen Informationstag durch.
Verbraucher können sich telefonisch unter der Nummer 03601 440040 in der Zeit von 9 bis 16 Uhr zu diesem Thema informieren.
Autor: redIn der Regel verbergen sich dahinter sogenannte Single- und Freizeitclubs, für deren Mitgliedschaft hohe Beträge kassiert werden, so die Verbraucherzentrale Thüringen.
Wer einen Partner sucht, kann grundsätzlich nicht davon ausgehen, dass diverse Anzeigen in Zeitungen oder im Internet prinzipiell zum Wunschpartner führen. Selbst individualisierte Anzeigen führen nicht immer zum gesuchten Partner oder zur großen Liebe. Meistens werden solche Kontaktanzeigen von Firmen in Auftrag gegeben, die mit der Vermittlung von Partnern viel Geld verdienen wollen.
Denn Partnervermittlung ist ein lukratives Geschäftsfeld, bei dem kräftig abkassiert wird. Für Partnersuchende ist es deshalb schwer, private von gewerblichen Anzeigen zu unterscheiden.
Aus der Kontaktanzeige geht in der Regel nicht sofort hervor, dass sie lediglich als Lockvogel dient und die darin beschriebenen Männer oder Frauen, oft mit Foto präsentiert, nur Phantome sind. Ruft der interessierte Partnersuchende die in der Annonce angegebene Telefonnummer an, meldete sich nicht die abgebildete Person, sondern eine freundliche Dame, die kurzerhand einen Hausbesuch vereinbart - für Verbraucherschützer ein eindeutiges Indiz dafür, dass ein Partnerinstitut oder ein Freizeitclub hier seine Finger im Spiel hat.
Doch auch dann wird man nicht von der in der Annonce abgebildeten Person besucht, sondern von einem Partnervermittler, der darauf drängt, einen Vertrag zu unterschreiben, denn erst dann könne man die Person aus der Annonce kennenlernen. Erst wenn erhebliche Beträge im vierstelligen Bereich vom Konto Betroffener abgebucht wurden, wird klar, dass sie sich auf eine teure Mitgliedschaft in einem sogenannten Single- oder Freizeitclub, eingelassen haben, erläutert Silvia Georgi, Rechtsberaterin in der Verbraucherzentrale Thüringen, die Situation.
Allein kommen Betroffene kaum aus solchen Verträgen. Viele scheuen sich auch, Verwandte oder Bekannte um Hilfe zu bitten. Wer glaubt, in ehrlichem Vertrauen unseriösen Partnervermittlern auf den Leim gegangen zu sein, kann sich an jede Beratungsstelle der Verbraucherzentrale Thüringen wenden.
Die Verbraucherzentrale Thüringen führt am 25.09.2014 zu Vertrags- und Kostenfallen bei vorgetäuschten Partneranzeigen - Annoncen und Mitgliedschaften in sogenannten Freizeitclubs einen Informationstag durch.
Verbraucher können sich telefonisch unter der Nummer 03601 440040 in der Zeit von 9 bis 16 Uhr zu diesem Thema informieren.