Do, 07:39 Uhr
18.09.2014
kn-Forum: Thema Geolift am Kyffhäuser
Ich war gestern Gast in der Kreisausschusssitzung im Landratsamt in Sondershausen, so beginnt ein Leserbrief. Der Leser setzt sich auch mit der Frage auseinander, ist der Geolift notwendig ???
Das eigentlich wichtige war, das über die Ausgabe von Millionen für ein Projekt, das eigentlich kein Mensch benötigt, nicht mal wirklich diskutiert wurde. Es ging dabei um das Projekt "Geolift".
Für mich vollkommen unverständlich, da sich bislang kaum ein Kreistagsmitglied mit den Betroffenen am Kyffhäuser unterhalten hat bzw. irgendwann mal das Gespräch gesucht hat. Ich habe schon länger den Eindruck das es wichtig geworden ist Millionen zu verschwenden und diese auf gar keinen Fall sinnvoll einzusetzen.
Ein paar Menschen persönlich zu bevorteilen ist wichtiger als das Allgemeinwohl geworden. Schlimm finde ich auch das leider die wirklichen Tatsachen nie genannt werden und die Entscheidungsträger mit falschen Tatsachen, natürlich niemals die richtigen Entscheidungen treffen können. Alle bisherigen Presseinformationen oder Artikel über das Projekt " Geolift" enthielten kaum schlüssige und vor allem richtige Infos für den Bürger. In fast jedem Bericht stehen andere Zahlen und Begründungen für den Lift.
Das aber die meisten Gäste solch einen massiven Eingriff in die Natur und vor allem in die Geschichte und den Sinn unseres Denkmals gar nicht wollen ist scheinbar den Entscheidungsträgern verborgen geblieben. Eine Show und Event-Attraktion soll er werden, der Leuchtturm des Kreises !! Leute wir habe da oben auf dem Berg ein Nationaldenkmal und keinen Freizeitpark !!!! Hat das denn noch niemand verstanden, oder warum werden hier Entscheidungen getroffen die eigentlich gar nicht getroffen werden dürfen. Wir haben dort oben auf dem Berg einen historischen Auftrag der für folgenden Generationen erhalten und nicht verunglimpft werden muss. Es gibt bei dem Thema noch viele weitere Punkte die leider den Entscheidungsträgern verborgen bleiben, weil die Wahrheit eigentlich klar ist, aber keiner sie wissen darf.
Frage ist der Geolift notwendig ???
Die Meinung der Gäste geht dabei sehr auseinander, denn so ein Lift kostet Millionen, die erst mal wieder rein kommen müssen. Nicht mal die riesigen Investitionen die bislang am Denkmal verbaut worden und die nicht alle notwendig waren, werden jemals wieder erwirtschaftet.Warum dann solch einen Lift bauen?
Ältere Besucher sollen hinauf zum Denkmal transportiert werden, ok. ist schon mal eine gute Sache, aber wer die 350 Meter nicht laufen kann, der stellt sich sicher nicht in eine Gruppe die durch ein Museum geführt wird und dann noch mit animierter Umrahmung mit dem Lift durch den Berg fährt, denn das dauert deutlich länger als die paar Minuten zu Fuß zum Denkmal.
Des weiteren muss man sagen, der Weg zum Denkmal ist sehr schlecht, aber warum ist das denn so?
Der Weg wurde bei den letzten Baumaßnahmen durch viel zu schwere Fahrzeuge die Material geliefert haben zerstört und das soll nun der Grund sein noch mehr Millionen zu verschwenden für einen Lift, der nur sehr wenigen wirklich Nutzen bringt.
Außerdem gibt es in Deutschland die Barrierefreiheit an allen Denkmäler usw., also bedeutet das, wer nicht laufen kann, der darf sowie so zum Denkmal hoch fahren(wird schon seit Jahren so am Denkmal praktiziert). Also warum dann bitte einen Millionen teuren Geolift bauen, wo alle Kassen leer sind?
Außerdem stellt sich die Frage wäre es nicht sinnvoll einen zweiten Weg zum Denkmal zu Nutzen der auch wirklich als Fluchtweg im Ernstfall benutzt werden kann, denn der wäre da, ist leider nur zu gewachsen. Ein Geolift oder wie auch immer das Projekt genannt werden soll, darf im Ernstfall niemals genutzt werden. Wozu also dafür Millionen ausgeben?
Die Idee ist vielleicht nicht schlecht, Gäste von einer gastronomischen Einrichtung bis vor die Tür der anderen am Denkmal zu transportieren, allerdings sollte diese Idee wohl weiter eine Idee vom Biertisch bleiben.
Viel wichtiger bei dem ganzen Thema Geolift ist auch zu wissen, das in Deutschland alle Gesetze für alle gleich anzuwenden sind, so jedenfalls die Theorie. Dazu nur kurz geschrieben, das Kaiserwilhelm Denkmal liegt im Naturpark, teilweise sogar im Totalreservat und auch noch im Aussengebiet einer Gemeinde. Dort dürfen nur im äusserstem Notfall Baugenehmigungen erteilt werden, so zumindestens das Baurecht in Thüringen. Wie könnte dann bitte ein Bauamt eine Genehmigung dafür erteilen, wenn nicht mal öffentliche Toiletten für die Gäste gebaut werden können?
Viel sinnvoller wäre es den Weg zum Denkmal zu sanieren, die Pferdekutsche intensiver einzusetzten und eventuell einen Shuttelservice mit einem Kleinbus oder ähnlichem anzustreben.
All das ist umweltfreundlicher und deutlich kostengünstiger als ein Millionen teurer Fahrstuhl der kaum Nutzen bringt.Denn der Aufweg zum Denkmal muss sowieso saniert werden, da er bei den Baumaßnahmen zerstört wurde. Wie man in der Vergangenheit gesehen hat, kommen die Besucher, sehr gern sogar zum Denkmal, allerdings nur dann wenn ständig wechselnde Highlights veranstaltet werden, die auch zur historischen Geschichte des Denkmals passen.
Nur mit Vielfalt und Ideenreichtum und nicht mit Monotonie bekommt man zufriedene Gäste.
Matthias Borchardt
Autor: khhDas eigentlich wichtige war, das über die Ausgabe von Millionen für ein Projekt, das eigentlich kein Mensch benötigt, nicht mal wirklich diskutiert wurde. Es ging dabei um das Projekt "Geolift".
Für mich vollkommen unverständlich, da sich bislang kaum ein Kreistagsmitglied mit den Betroffenen am Kyffhäuser unterhalten hat bzw. irgendwann mal das Gespräch gesucht hat. Ich habe schon länger den Eindruck das es wichtig geworden ist Millionen zu verschwenden und diese auf gar keinen Fall sinnvoll einzusetzen.
Ein paar Menschen persönlich zu bevorteilen ist wichtiger als das Allgemeinwohl geworden. Schlimm finde ich auch das leider die wirklichen Tatsachen nie genannt werden und die Entscheidungsträger mit falschen Tatsachen, natürlich niemals die richtigen Entscheidungen treffen können. Alle bisherigen Presseinformationen oder Artikel über das Projekt " Geolift" enthielten kaum schlüssige und vor allem richtige Infos für den Bürger. In fast jedem Bericht stehen andere Zahlen und Begründungen für den Lift.
Das aber die meisten Gäste solch einen massiven Eingriff in die Natur und vor allem in die Geschichte und den Sinn unseres Denkmals gar nicht wollen ist scheinbar den Entscheidungsträgern verborgen geblieben. Eine Show und Event-Attraktion soll er werden, der Leuchtturm des Kreises !! Leute wir habe da oben auf dem Berg ein Nationaldenkmal und keinen Freizeitpark !!!! Hat das denn noch niemand verstanden, oder warum werden hier Entscheidungen getroffen die eigentlich gar nicht getroffen werden dürfen. Wir haben dort oben auf dem Berg einen historischen Auftrag der für folgenden Generationen erhalten und nicht verunglimpft werden muss. Es gibt bei dem Thema noch viele weitere Punkte die leider den Entscheidungsträgern verborgen bleiben, weil die Wahrheit eigentlich klar ist, aber keiner sie wissen darf.
Frage ist der Geolift notwendig ???
Die Meinung der Gäste geht dabei sehr auseinander, denn so ein Lift kostet Millionen, die erst mal wieder rein kommen müssen. Nicht mal die riesigen Investitionen die bislang am Denkmal verbaut worden und die nicht alle notwendig waren, werden jemals wieder erwirtschaftet.Warum dann solch einen Lift bauen?
Ältere Besucher sollen hinauf zum Denkmal transportiert werden, ok. ist schon mal eine gute Sache, aber wer die 350 Meter nicht laufen kann, der stellt sich sicher nicht in eine Gruppe die durch ein Museum geführt wird und dann noch mit animierter Umrahmung mit dem Lift durch den Berg fährt, denn das dauert deutlich länger als die paar Minuten zu Fuß zum Denkmal.
Des weiteren muss man sagen, der Weg zum Denkmal ist sehr schlecht, aber warum ist das denn so?
Der Weg wurde bei den letzten Baumaßnahmen durch viel zu schwere Fahrzeuge die Material geliefert haben zerstört und das soll nun der Grund sein noch mehr Millionen zu verschwenden für einen Lift, der nur sehr wenigen wirklich Nutzen bringt.
Außerdem gibt es in Deutschland die Barrierefreiheit an allen Denkmäler usw., also bedeutet das, wer nicht laufen kann, der darf sowie so zum Denkmal hoch fahren(wird schon seit Jahren so am Denkmal praktiziert). Also warum dann bitte einen Millionen teuren Geolift bauen, wo alle Kassen leer sind?
Außerdem stellt sich die Frage wäre es nicht sinnvoll einen zweiten Weg zum Denkmal zu Nutzen der auch wirklich als Fluchtweg im Ernstfall benutzt werden kann, denn der wäre da, ist leider nur zu gewachsen. Ein Geolift oder wie auch immer das Projekt genannt werden soll, darf im Ernstfall niemals genutzt werden. Wozu also dafür Millionen ausgeben?
Die Idee ist vielleicht nicht schlecht, Gäste von einer gastronomischen Einrichtung bis vor die Tür der anderen am Denkmal zu transportieren, allerdings sollte diese Idee wohl weiter eine Idee vom Biertisch bleiben.
Viel wichtiger bei dem ganzen Thema Geolift ist auch zu wissen, das in Deutschland alle Gesetze für alle gleich anzuwenden sind, so jedenfalls die Theorie. Dazu nur kurz geschrieben, das Kaiserwilhelm Denkmal liegt im Naturpark, teilweise sogar im Totalreservat und auch noch im Aussengebiet einer Gemeinde. Dort dürfen nur im äusserstem Notfall Baugenehmigungen erteilt werden, so zumindestens das Baurecht in Thüringen. Wie könnte dann bitte ein Bauamt eine Genehmigung dafür erteilen, wenn nicht mal öffentliche Toiletten für die Gäste gebaut werden können?
Viel sinnvoller wäre es den Weg zum Denkmal zu sanieren, die Pferdekutsche intensiver einzusetzten und eventuell einen Shuttelservice mit einem Kleinbus oder ähnlichem anzustreben.
All das ist umweltfreundlicher und deutlich kostengünstiger als ein Millionen teurer Fahrstuhl der kaum Nutzen bringt.Denn der Aufweg zum Denkmal muss sowieso saniert werden, da er bei den Baumaßnahmen zerstört wurde. Wie man in der Vergangenheit gesehen hat, kommen die Besucher, sehr gern sogar zum Denkmal, allerdings nur dann wenn ständig wechselnde Highlights veranstaltet werden, die auch zur historischen Geschichte des Denkmals passen.
Nur mit Vielfalt und Ideenreichtum und nicht mit Monotonie bekommt man zufriedene Gäste.
Matthias Borchardt
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
