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Fr, 11:25 Uhr
19.09.2014

Mängel bei Plakettenmuffel

Je älter ein Fahrzeug, umso häufiger werden bei der Hauptuntersuchung (HU) sicherheitsrelevante Mängel festgestellt. Das geht aus dem TÜV Report 2014 hervor. Torsten Hesse vom TÜV Thüringen rät Autofahrern, den HU-Termin nicht zu verbremsen. Neben unnötigem Ärger drohen Zusatzkosten oder gar Bußgelder beziehungsweise ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg...


Immer häufiger stellen die Prüfingenieure des TÜV Thüringen Fahrzeuge mit überfälliger HU-Plakette fest. Leider ist das kein Kavaliersdelikt. Zwar drohen Bußgelder für eine Überziehung erst ab dem zweiten Monat, dennoch warnt Fahrzeugexperte Torsten Hesse davor, den HU-Termin unnötig auf die lange Bank zu schieben beziehungsweise verstreichen zu lassen.

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„Wer sich überflüssigen Ärger, Rennerei und Zusatzkosten sparen möchte, sollte sein Fahrzeug fristgemäß vorstellen. Für Fahrzeuge mit einer abgelaufenen Prüfplakette kann durch Ordnungsämter oder Polizei bereits im ersten Monat der Überziehung eine Frist zur Zwangsvorstellung verhängt werden“, gibt Torsten Hesse zu bedenken. Dadurch hat der Fahrzeughalter zusätzliche und unnötige Laufereien, um den Mangel abzumelden.

Für Autos, deren HU-Termin bereits seit mehr als zwei Monaten abgelaufen ist, sieht der Bußgeldkatalog eine Ordnungsstrafe von mindestens 40 Euro vor. „Neben dem drohenden Bußgeld kommt auf die über zwei Monate überfälligen Fahrzeuge bei der HU ein umfangreicherer Prüfumfang zu. Das bedeutet für den Halter Zusatzkosten von 20 Prozent“, so Hesse. „Des Weiteren könnte die Versicherung im Falle eines Unfalls eine Verletzung der Sorgfaltspflicht des Halters unterstellen, sollte es sich beispielsweise nachträglich herausstellen, dass das Fahrzeug womöglich mängelbehaftet war“, erläutert der Fahrzeugexperte.

Halter wie Fahrer von Autos, deren HU mehr als vier Monate überzogen ist, kassieren nach dem aktuell gültigen Bußgeldkatalog einen Punkt in Flensburg und werden mit einer zusätzlichen Geldbuße von 60 Euro, nach Überziehung von acht Monaten mit sogar 75 Euro belegt.

Nach Hesses Erfahrung sind es gerade Fahrzeughalter, deren Fahrzeuge mängelbehaftet sind, die ihren HU-Termin verstreichen lassen. „Aus Angst, die HU nicht zu bestehen und keine Prüfplakette zu bekommen, glauben einige Autofahrer, die Zeit heilt alle Wunden.“ Hesse appelliert dagegen daran, an regelmäßiger Wartung und Pflege des Fahrzeugs nicht zu sparen. „Ein auf die lange Bank geschobener HU-Termin bringt letztlich nichts. Im Zweifel kommen dann geballte Kosten für vernachlässigte Wartung des Fahrzeugs auf den Halter zu“, erklärt Hesse.

Je älter das Fahrzeug, umso häufiger stellen die TÜV-Experten sicherheitsrelevante Mängel fest. Von den zwei- bis dreijährigen Pkw fällt in Deutschland etwa jeder Zehnte (9,1 Prozent) wegen erheblicher Mängel durch die Hauptuntersuchung, von den zehn- bis elfjährigen bereits jeder Dritte (33,3 Prozent), das geht aus dem TÜV Report 2014 hervor. Stellt der Prüfer bei einer Hauptuntersuchung einen erheblichen Mangel fest, wird die Plakette erst dann erteilt, wenn dieser Mangel behoben ist.

Zu den häufigsten Mängeln bei der Hauptuntersuchung zählen sicherheitsrelevante Baugruppen wie die Bremsanlage, defekte oder falsch eingestellte lichttechnische Anlagen oder aber Mängeln an Rädern, Bereifung und Radaufhängung.
Autor: red

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