eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mo, 15:37 Uhr
17.11.2014

Keine PKW-Maut auf Kosten des Datenschutzes

Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder fordern die Bundesregierung auf, bei der geplanten Einführung einer allgemeinen Maut auf Bundesautobahnen und einzelnen Bundesfernstraßen auf eine automatisierte Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Fahrzeugkennzeichen aller Verkehrsteilnehmer über elektronische Kontrollpunkte zu verzichten...


Für Abrechnungs- und Kontrollzwecke besteht hierfür kein Erfordernis, denn es stehen – beispielsweise durch Einführung einer physischen Vignette nach dem Vorbild anderer Staaten – mildere und gleichermaßen effektive Mittel zur Kontrolle der Entrichtung der Maut zur Verfügung, ohne täglich an hunderten Kontrollpunkten hunderttausende Kfz-Kennzeichen zu erfassen und zu speichern.

Anzeige symplr (1)
Für die Kontrolle in Deutschland zugelassener Pkw ist die (optisch-)elektronische Überwachung schon deswegen nicht erforderlich, weil die Abrechnung über die Zulassungs- und Kfz-Steuerdaten erfolgen soll. Allein die Möglichkeit, sich die Infrastrukturabgabe für gänzlich ungenutzte Pkw erstatten zu lassen, rechtfertigt nicht die vorgesehene elektronische Erfassung und sogar dauerhafte - bis zu 13 Monaten währende – Speicherung von Bewegungsdaten in Deutschland zugelassener Pkw.

Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder lehnen die im Entwurf eines Infrastrukturabgabengesetzes geplante Einrichtung eines Zentralen Infrastrukturregisters beim Kraftfahrtbundesamt und einer Datei sämtlicher mautpflichtiger Autobahnnutzungen von Personenkraftwagen beim Bundesamt für Güterverkehr ab.

Ebenso weisen sie auf die Gefahren der Einbeziehung privater Betreiber in die Erhebung der Infrastrukturabgabe einerseits und eines privaten Dritten in die Überwachung der Infrastrukturabgabe andererseits im Hinblick auf die umfangreichen geplanten Befugnisse der Betreiber bzw. des Dritten zur Datenerhebung und -verarbeitung hin.

Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder mahnen die Bundesregierung eindringlich zur Einhaltung der verfassungsrechtlich gebotenen Prinzipien der Datenvermeidung und Datensparsamkeit.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Harzer_jung
17.11.2014, 23:04 Uhr
grund zum Anlass
Es ging doch nie um die Maut

Es ging von anfang an um Bewegungsprofile.
Eine PKW maut in elektronisch macht sonst kein einziges land.

Ausnahme ist österreich mit den sondermautstrecken.
Da wird gescannt ob ein fahrzeug berechtigt ist die schnelle schleuse zu nehmen.
Ja am Brenner kann man mittels Zehnerkarte :-) zeit sparen.

Das könnte man auch per seriennummer der asfinag vignette lösen wenn die scanbar wäre.

In Österreich hat man sich bewusst dagegen entschieden das die vignetten von aussen individuell unters heidbar sind.
Gültigkeit ist erkennbar, das reicht.
Auf Sondermautstrecken wie Brenner oder Arlberg gibts die komfortversion, ich kann zeiträume buchen, mit denen ich auf die strecke knn. Die hängen dann tatsächlich am Kennzeichen.

Aber es wurde nicht dauerhaft überwacht.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)