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Fr, 10:58 Uhr
28.11.2014

Lass uns übers Wetter reden - warmer Herbst

Das Wetter eignet sich ja bekanntermaßen exzellent dazu, behäbige Konversation zu beleben. Wer es also ganz genau wissen will, dem können die Experten vom Deutschen Wetterdienst reichlich Gesprächsstoff an die Hand geben...

Wetterbild (Foto: Gernot Thelemann) Wetterbild (Foto: Gernot Thelemann)

Der Herbst 2014 wird in Deutschland als zweitwärmster seit Beginn flächendeckender Messungen im Jahr 1881 in die Klimageschichte eingehen. Wärmer war nur der Herbst 2006. Zugleich fiel die Jahreszeit zu trocken und leicht zu sonnenscheinarm aus. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.

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Während sich im September vielfach unterschiedliche Wetterlagen zeigten, herrschten im Oktober und November überwiegend süd- bis südwestliche Strömungen, die immer wieder warme Luftmassen nach Mitteleuropa transportierten.

Herbst 2014 rund 2,3 Grad zu warm

Im Herbst 2014 lag die Durchschnittstemperatur in Deutschland mit 11,1 Grad Celsius (°C) um 2,3 Grad über der international gültigen Referenzperiode 1961 - 1990. Im Vergleich zur wärmeren Periode 1981 - 2010 betrug die Abweichung immer noch +2,1 Grad. Wärmer verlief nur der Herbst 2006 mit 12,0°C. Während von 2011 bis 2013 im Herbst auch Temperaturen von über 30°C auftraten, war das in diesem Jahr nicht der Fall. Mit jeweils 28,8°C in Bernburg an der Saale und Dresden- Strehlen wurden die höchsten Werte am 6.9. beobachtet. Andererseits blieben auch die Nächte recht mild und nur vereinzelt sank das Quecksilber unter den Gefrierpunkt. Der bundesweit kälteste Ort war Schmalkalden mit 5,5°C am 26. November.

Beim Niederschlag Südwest-Nordost-Gefälle

Nach dem nassen Herbst 2013 fiel er 2014 mit etwa 150 Litern pro Quadratmeter (l/m²) um 18 Prozent zu trocken aus. Im vieljährigen Mittel sind es 183 l/m². Besonders in Nord- und Nordostdeutschland zeigte sich ein erhebliches Niederschlagsdefizit. Vom nördlichen Niedersachsen bis zur Niederlausitz fiel örtlich weniger als 70 l/m² und damit verbreitet nicht einmal 50 Prozent des Klimawertes. Deutlich mehr Regen und Schnee brachte der Herbst dagegen im Westen und Süden: an den Alpen erfassten die DWD-Meteorologen bis zu 460 l/m². Die mit dem ehemaligen Hurrikan „Gonzalo“ zwischen dem 20. und 24. 10. ausgelösten Dauerniederschläge brachten allein am 22.10. in Jachenau-Tannern 88,3 l/m². Dabei sank die Schneefallgrenze vorübergehend auf unter 1000 Meter, so dass es am 23.10. zum Beispiel in Oy-Mittelberg-Petersthal im Allgäu eine 12 cm hohe Schneedecke gab.

Herbst fiel etwas zu schattig aus

Der Herbst 2014 blieb in Deutschland mit 295 Sonnenstunden um 5 Prozent unter seinem Soll von 311 Stunden. Den meisten Sonnenschein erhielt ein Streifen vom südlichen Schwarzwald bis zum Werdenfelser Land mit bis zu 385 Stunden. Im Schatten lagen dagegen Nebelgebiete an der Donau sowie einige Bereiche der Mittelgebirge mit teilweise unter 200 Stunden.

Thüringen war im Herbst 2014 bei einer mittleren
Temperatur von 10,5°C (8,2°C) das zweitkälteste Bundesland. Die Sonnenscheindauer summierte sich auf 277 Stunden (299 Stunden) und die Niederschlagsmenge auf 145 l/m² (155 l/m²). In Ilmtal-Dienstedt, südlich von Erfurt, wurde am 20.9. eine Tagesmenge von 79 l/m² gemessen.
Autor: red

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