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Do, 17:29 Uhr
12.02.2015

Schildbürger im Infrastrukturministerium Thüringen?

Ministerium fördert Ausschilderung des Bahnhofs in Reinsdorf (bei Artern) und will diesen offenbar zugleich stilllegen. Von der Naturstiftung David kam dazu diese Meldung...


Die Naturstiftung David hat mit Verwunderung die Aussage von Arne Behrens, Chef der Naheverkehrsservicegesellschaft (NVS) Thüringen, zur Kenntnis genommen, dass der Haltepunkt Reinsdorf (bei Artern) nun offenbar doch stillgelegt werden soll.

„Nicht zuletzt auf Druck der damaligen Oppositionsparteien hatte sich der seinerzeitige Verkehrsminister Carius im August 2014 zum Erhalt des Haltepunktes bekannt. Da die damalige Opposition nun in der Regierung ist, waren wir fest davon ausgegangen, dass das Wort des ehemaligen Verkehrsminister Bestand hat“, so Adrian Johst, Geschäftsführer der Naturstiftung David.

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Die Naturstiftung David ist Träger des Naturschutzgroßprojektes Hohe Schrecke und setzt sich gemeinsam mit der Region für einen naturnahen Tourismus ein. Dabei spielt der Haltepunkt Reinsdorf eine wichtige Rolle.

Von hier aus sei z. B. das Wiegental mit seinen alten Bäumen zu Fuß erreichbar: „Aktuell werden die neuen Rad- und Wanderwegweiser produziert – und da wird der Bahnhof Reinsdorf ausgeschildert“, so Johst. Das Pikante: Die neue Beschilderung wird u. a. mit Fördermitteln hergestellt, die mittlerweile über das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft ausgereicht werden.

Die Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen untersteht demselben Ministerium. Adrian Johst vermutet, dass es durch die Neustrukturierung des Ministeriums hier hausintern offensichtlich noch nicht zu einer Abstimmung gekommen sei.

„Noch gibt es die Möglichkeit, einen Schildbürgerstreich im wahrsten Sinne des Wortes abzuwenden. Wir setzen darauf, dass es die neue Regierung ernst meint mit der Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und der Haltepunkt Reinsdorf eine Zukunft hat“, so Johst.

Adrian Johst verweist abschließend darauf, dass es mit der NVS keine Abstimmung im Sinne einer Zustimmung gegeben hat. Die Naturstiftung David habe in der Tat im Sommer letzten Jahres zwei Gespräche mit der NVS geführt, im Rahmen derer die NVS aber nur ihre eigene Sichtweise dargelegt und die Naturstiftung David die alternativ vorgeschlagene Busverbindungen problematisiert hatte. Nach dem Ministerbekenntnis vom August 2014 habe man keinen Kontakt mehr gehabt – da man vom Erhalt des Haltepunktes ausgegangen sei.
Autor: khh

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