eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 18:57 Uhr
25.03.2015

„Land(auf)Schwung“

Zu möglichen Wegen für die Teilnahme am Modellvorhaben „Land(auf)Schwung“ trafen Akteure aus den verschiedenen Bereichen des Kyffhäuserkreises zu einer Zukunftskonferenz für den Kyffhäuserkreis in Bad Frankenhausen...

Hintergrund für diese Zukunftskonferenz: Der Kyffhäuserkreis hat sich erfolgreich um eine Teilnahme an der Start- und Qualifizierungsphase des Modellvorhabens „Land(auf)Schwung“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft beworben, kn berichtete. Im Rahmen eines Wettbewerbs werden aus bundesweit 39 Landkreisen in strukturschwachen ländlichen Räumen 13 „Wettbewerbssieger“ ausgewählt, denen ein Regionalbudget Land(auf)Schwung in Höhe von ca. 1,2 bis 1,5 Millionen € zuerkannt wird. Aus diesem Budget können Projekte gefördert werden, die geeignet sind, Entwicklungsimpulse in den Bereichen „Förderung regionaler Wertschöpfung“ und „Sicherung der Daseinsvorsorge“ zu generieren.

„Land(auf)Schwung“ (Foto: Privat) „Land(auf)Schwung“ (Foto: Privat)

Entscheidend für die Auswahl als „Wettbewerbssieger“ ist aber ein Regionales Zukunftskonzept, für dessen Erarbeitung der Kyffhäuserkreis auf die Mitwirkung unternehmerisch tätiger Menschen des Landkreises angewiesen ist. Die Ideen, Anregungen und Hinweise sollten in einer Zukunftskonferenz zusammengetragen werden und in das zu erarbeitende Regionale Zukunftskonzept einfließen.

Unterstützt wird der Landkreis dabei von der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringens (LEG) welche die gestern geäußerten Ideen und Vorschläge aus mehreren Workshops zusammenträgt und für eine weitere Veranstaltung, zusammen mit der Kreisverwaltung verdichtet.

„Land(auf)Schwung“ (Foto: Privat) „Land(auf)Schwung“ (Foto: Privat)

In einem Grundsatzreferat machte Landrätin Antje Hochwind (SPD) Ausführungen und Erläuterungen zum Anliegen des Modellvorhabens und dessen Genese.

Ausgangspunkt dabei: Der demografische Wandel gehört zu den zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen in Gegenwart und Zukunft besonders eben im Kyffhäuserkreis. Der Kyffhäuserkreis, die kreisangehörigen Kommunen, Unternehmen, die hier lebenden Menschen müssen sich seit mehr als zwanzig Jahren mit den Herausforderungen des demografischen Wandels auseinandersetzen. Die Einwohnerzahl ist seit 1990 um rund 30.000 geschrumpft. Die Prognosen der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung verheißen ebenfalls nichts Gutes. Treffen diese zu, werden im Jahr 2030 noch rund 55.000 Einwohner in unserem Landkreis leben. Mehr als 45 Prozent der Menschen werden dann 65 Jahre und älter sein, während die Zahl der Einwohner in der Vorerwerbsphase und im erwerbsfähigen Alter in absoluten Zahlen und prozentual drastisch sinkt oder zumindest zu sinken droht.

Zentrales Ziel des Vorhabens ist es, im ländlichen Raum auch künftig die gesellschaftlichen, ökonomischen und kulturellen Bedürfnisse zu sichern. Damit sollen Bleibeperspektiven eröffnet werden. Diese bedürfen wiederum attraktive Arbeits- und Lebensbedingungen.

Inhaltlich soll sich das Regionale Zukunftskonzept zwei übergreifenden Aspekten in besonderer Weise zuwenden, so Hochwind

der Daseinsvorsorge und
der regionalen Wertschöpfung

"Aus diesem Grund habe ich die thematische Verantwortung für den Bereich Daseinsvorsorge in die Hände des Jugend- und Sozialamtes unter Leitung von Frau Bräunicke und für den Bereich regionale Wertschöpfung in die Hände des Amtes für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung unter Leitung von Herrn Dr. Räuber gelegt" so Hochwind.

Anzeige symplr (1)
Begleitet und unterstützt werden beide Ämter durch die LEG Thüringen, die im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung mit der Erstellung des Regionalen Zukunftskonzeptes beauftragt wurde. Dr. Reinhard Scholland als zuständiger Abteilungsleiter in der LEG ging dann im Verlauf der Tagung näher auf einzelne Punkte ein

Auf die bisher bereits im Kyffhäuserkreis mehr oder wenig gelaufenen früheren Modellvorhaben ging Hochwind auch ein:

"Bei der Erarbeitung unseres Regionalen Zukunftskonzeptes werden wir selbstverständlich die in Vorgängerprojekten erarbeiteten Gedanken aufgreifen und schöpferisch weiterentwickeln. Ich denke dabei besonders an die „Modellregion demografischer Wandel“ bzw. den „Masterplan Daseinsvorsorge“, sprich: „Wir wollen das Fahrrad zweimal erfinden!“ Trotzdem wollen und werden wir nicht nur „im eigenen Saft schmoren“. Aus diesem Grund hat eine Abordnung unseres Landkreises vor wenigen Tagen den Landkreis Friesland besucht. Hier konnten wir insbesondere bei Fragen der regionalen Wertschöpfung erste wichtige Erkenntnisse sammeln, die in die Erarbeitung des regionalen Zukunftskonzeptes einfließen können und sollen."
„Land(auf)Schwung“ (Foto: Privat)
„Land(auf)Schwung“ (Foto: Privat)
„Land(auf)Schwung“ (Foto: Privat)
„Land(auf)Schwung“ (Foto: Privat)
„Land(auf)Schwung“ (Foto: Privat)
„Land(auf)Schwung“ (Foto: Privat)
„Land(auf)Schwung“ (Foto: Privat)
„Land(auf)Schwung“ (Foto: Privat)
„Land(auf)Schwung“ (Foto: Privat)
Autor: khh

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)