Do, 23:40 Uhr
16.04.2015
Demokratiekonferenz im Kyffhäuserkreis
Seit dem 01.01.2015 ist der Kyffhäuserkreis Programmpartner im neuen Bundesprogramm Demokratie leben! Zur weitere Umsetzung des Bundesprogramm traf man sich heute in Sondershausen zu einer Demokratiekonferenz
Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: So soll die erfolgreiche Arbeit des Lokalen Aktionsplanes (2007 – 2014) weiter fortsetzt werden.
Arbeiten in Workshops
Durch das Bundesprogramm werden in ganz Deutschland Kommunen unterstützt, Lokale Partnerschaften für Demokratie als strukturell angelegte lokale Bündnisse aufzubauen.
Detaillierte Informationen zum Bundesprogramm erhielten die heute erschienen Teilnehmer bei der Auftaktveranstaltung, der Demokratiekonferenz, in den Räumen der Thüringer Landesmusikakademie (ehemaliger Marstall) in Sondershausen. Über 50 Teilnehmer hatten sich für die Veranstaltung angemeldet.
Eröffnet wurde die Demokratiekonferenz durch Antje Hochwind (SPD), Landrätin des Kyffhäuserkreises. Sie verwies auf den Erfolg der beiden Bundesprogramme Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, welches von 2007 bis 2010 im Kyffhäuserkreis gefördert wurde sowie des Bundesprogramms TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZEN STÄRKEN, dass am 31.12.2014 endete.
Aus diesen beiden Programmen wurde der seit 2001 entwickelte Lokale Aktionsplan als erfolgreiches Handlungskonzept zur Förderung von Demokratie und Vielfalt im Kyffhäuserkreis professionalisiert und etabliert. Wichtigstes Instrument zur Umsetzung der Ziele des Lokalen Aktionsplanes waren die Teilprojekte. Durch eine Vielzahl an Projektträgern sind thematisch breit gefächerte Maßnahmen an verschiedenen Standorten und über den gesamten Kreis verteilt umgesetzt wurden. Über die Kooperation mit dem regionalen Bündnis gegen Rechts sind dabei in den Jahren 2007 bis 2014 insgesamt 151 Teilprojekte mit einem Gesamtbudget von 706.000,00 € im gesamten Landkreis realisiert worden, wie die Landrätin betonte.
Hochwind zeigte sich befriedigt über die neue Fördermöglichkeit. Der Wegfall von Fördermöglichkeiten zur Interventions- und Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit hätte für den Kyffhäuserkreis weitreichende negative Entwicklungen zur Folge, so Hochwind weiter. Denn die Feinde der Demokratie hören nicht auf gegen Diese zu kämpfen. Und gerade im Kyffhäuserkreis gibt es eine aktive rechte Szene, die sich politisch und gesellschaftlich immer tiefer verankern und die Gesellschaft unterwandern will.
Die zahlreichen und bedeutenden Erfahrungen die im Rahmen des Lokalen Aktionsplans gemacht wurden, lohnt es daher weiterzugeben und die Ergebnisse, Methoden und das Wissen nicht verebben zu lassen. Diese Möglichkeit wird durch die Förderung über das neue Bundesprogramm Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit gegeben, stellte Hochwind fest.
Der Kyffhäuserkreis gehört zu einer von derzeit 179 Kommunen in Deutschland, die zum Aufbau einer Lokalen Partnerschaft für Demokratie unterstützt werden und eine Förderung über einen Zeitraum von 5 Jahren erhalten. In der Lokalen Partnerschaften für Demokratie kommen Verantwortliche aus der kommunalen Politik und Verwaltung sowie Aktive aus der Zivilgesellschaft – aus Vereinen und Verbänden über Kirchen bis hin zu bürgerschaftlich Engagierten, aber vor allem Jugendliche – zusammen und entwickeln anhand der lokalen Gegebenheiten und Problemlagen gemeinsam eine auf die konkrete Situation vor Ort abgestimmte Strategie zur Förderung von Demokratie und Vielfalt und insbesondere gegen Rechtsextremismus und Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie z.B. Rassismus und Antisemitismus.
Die heutige Demokratiekonferenz dient der gemeinsamen Erarbeitung der zukünftigen Zielstellungen und Handlungsschwerpunkte unserer Partnerschaft für Demokratie im Kyffhäuserkreis. Angesichts der weiter steigenden Zahl an Flüchtlingen und Asylsuchenden, die wir in den nächsten Jahren im Landkreis aufnehmen müssen/werden, wird ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit unserer Partnerschaft für Demokratie, die Entwicklung einer Willkommenskultur sein, die über das bloße Aushalten von Vielfalt hinausgeht.
Danach folgte im Einzelenen die Vorstellung des neuen Bundesprogramms und seiner Programmschwerpunkte sowie Fördermöglichkeiten. Erläutert wurde das von Tom Lehnert, zuständiger Programmberater der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Kyffhäuserkreis vom Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA).
Martin Arnold vom Flüchtlingsrat Thüringen e.V. informierte danach die Teilnehmer über Entwicklungen und aktuelle Zahlen Asylsuchender und Flüchtlingen in Thüringen sowie zu allgemeinen Rahmenbedingungen in Deutschland (Arbeitserlaubnis, Unterbringung, Verpflegung, Kosten usw.).
Im zweiten Teil der Demokratiekonferenz erfolgte die Arbeit in Workshops zu den Themenschwerpunkten:
Rechtsextremismus im Kyffhäuserkreis - Welche Handlungsstrategien sind nötig?
Baustelle Willkommenskultur - Was braucht es, um eine Willkommenskultur im LK aufzubauen
Bürgerbeteiligung/-aktivierung - Wie lassen sich zielgruppenorientierte Angebote unterbreiten, um Bürgerinnen und Bürger zu mehr zivilgesellschaftlichem Engagement zu aktivieren?
Jugendbeteiligung - Wie können wir erfolgreich und langfristig Jugendliche für die Arbeit im Jugendforum gewinnen und halten?
Die Workshops dienten der Erarbeitung der zukünftigen Zielstellungen der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Kyffhäuserkreis.
Nach der Vorstellung der Workshopergebnisse, konnten die Teilnehmer in lockerer Atmosphäre und bei kleinen Snacks ins Gespräch kommen und Erfahrungen austauschen.
Autor: khhAktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: So soll die erfolgreiche Arbeit des Lokalen Aktionsplanes (2007 – 2014) weiter fortsetzt werden.
Arbeiten in Workshops
Durch das Bundesprogramm werden in ganz Deutschland Kommunen unterstützt, Lokale Partnerschaften für Demokratie als strukturell angelegte lokale Bündnisse aufzubauen.
Detaillierte Informationen zum Bundesprogramm erhielten die heute erschienen Teilnehmer bei der Auftaktveranstaltung, der Demokratiekonferenz, in den Räumen der Thüringer Landesmusikakademie (ehemaliger Marstall) in Sondershausen. Über 50 Teilnehmer hatten sich für die Veranstaltung angemeldet.
Eröffnet wurde die Demokratiekonferenz durch Antje Hochwind (SPD), Landrätin des Kyffhäuserkreises. Sie verwies auf den Erfolg der beiden Bundesprogramme Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, welches von 2007 bis 2010 im Kyffhäuserkreis gefördert wurde sowie des Bundesprogramms TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZEN STÄRKEN, dass am 31.12.2014 endete.
Aus diesen beiden Programmen wurde der seit 2001 entwickelte Lokale Aktionsplan als erfolgreiches Handlungskonzept zur Förderung von Demokratie und Vielfalt im Kyffhäuserkreis professionalisiert und etabliert. Wichtigstes Instrument zur Umsetzung der Ziele des Lokalen Aktionsplanes waren die Teilprojekte. Durch eine Vielzahl an Projektträgern sind thematisch breit gefächerte Maßnahmen an verschiedenen Standorten und über den gesamten Kreis verteilt umgesetzt wurden. Über die Kooperation mit dem regionalen Bündnis gegen Rechts sind dabei in den Jahren 2007 bis 2014 insgesamt 151 Teilprojekte mit einem Gesamtbudget von 706.000,00 € im gesamten Landkreis realisiert worden, wie die Landrätin betonte.
Hochwind zeigte sich befriedigt über die neue Fördermöglichkeit. Der Wegfall von Fördermöglichkeiten zur Interventions- und Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit hätte für den Kyffhäuserkreis weitreichende negative Entwicklungen zur Folge, so Hochwind weiter. Denn die Feinde der Demokratie hören nicht auf gegen Diese zu kämpfen. Und gerade im Kyffhäuserkreis gibt es eine aktive rechte Szene, die sich politisch und gesellschaftlich immer tiefer verankern und die Gesellschaft unterwandern will.
Die zahlreichen und bedeutenden Erfahrungen die im Rahmen des Lokalen Aktionsplans gemacht wurden, lohnt es daher weiterzugeben und die Ergebnisse, Methoden und das Wissen nicht verebben zu lassen. Diese Möglichkeit wird durch die Förderung über das neue Bundesprogramm Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit gegeben, stellte Hochwind fest.
Der Kyffhäuserkreis gehört zu einer von derzeit 179 Kommunen in Deutschland, die zum Aufbau einer Lokalen Partnerschaft für Demokratie unterstützt werden und eine Förderung über einen Zeitraum von 5 Jahren erhalten. In der Lokalen Partnerschaften für Demokratie kommen Verantwortliche aus der kommunalen Politik und Verwaltung sowie Aktive aus der Zivilgesellschaft – aus Vereinen und Verbänden über Kirchen bis hin zu bürgerschaftlich Engagierten, aber vor allem Jugendliche – zusammen und entwickeln anhand der lokalen Gegebenheiten und Problemlagen gemeinsam eine auf die konkrete Situation vor Ort abgestimmte Strategie zur Förderung von Demokratie und Vielfalt und insbesondere gegen Rechtsextremismus und Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie z.B. Rassismus und Antisemitismus.
Die heutige Demokratiekonferenz dient der gemeinsamen Erarbeitung der zukünftigen Zielstellungen und Handlungsschwerpunkte unserer Partnerschaft für Demokratie im Kyffhäuserkreis. Angesichts der weiter steigenden Zahl an Flüchtlingen und Asylsuchenden, die wir in den nächsten Jahren im Landkreis aufnehmen müssen/werden, wird ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit unserer Partnerschaft für Demokratie, die Entwicklung einer Willkommenskultur sein, die über das bloße Aushalten von Vielfalt hinausgeht.
Danach folgte im Einzelenen die Vorstellung des neuen Bundesprogramms und seiner Programmschwerpunkte sowie Fördermöglichkeiten. Erläutert wurde das von Tom Lehnert, zuständiger Programmberater der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Kyffhäuserkreis vom Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA).
Martin Arnold vom Flüchtlingsrat Thüringen e.V. informierte danach die Teilnehmer über Entwicklungen und aktuelle Zahlen Asylsuchender und Flüchtlingen in Thüringen sowie zu allgemeinen Rahmenbedingungen in Deutschland (Arbeitserlaubnis, Unterbringung, Verpflegung, Kosten usw.).
Im zweiten Teil der Demokratiekonferenz erfolgte die Arbeit in Workshops zu den Themenschwerpunkten:
Rechtsextremismus im Kyffhäuserkreis - Welche Handlungsstrategien sind nötig?
Baustelle Willkommenskultur - Was braucht es, um eine Willkommenskultur im LK aufzubauen
Bürgerbeteiligung/-aktivierung - Wie lassen sich zielgruppenorientierte Angebote unterbreiten, um Bürgerinnen und Bürger zu mehr zivilgesellschaftlichem Engagement zu aktivieren?
Jugendbeteiligung - Wie können wir erfolgreich und langfristig Jugendliche für die Arbeit im Jugendforum gewinnen und halten?
Die Workshops dienten der Erarbeitung der zukünftigen Zielstellungen der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Kyffhäuserkreis.
Nach der Vorstellung der Workshopergebnisse, konnten die Teilnehmer in lockerer Atmosphäre und bei kleinen Snacks ins Gespräch kommen und Erfahrungen austauschen.







