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Sa, 09:25 Uhr
18.04.2015

Buchtipp: Schiffbruch

Letzte Woche ertranken 21 Flüchtlinge vor der Küste Haitis. Am 3. Oktober 2013 sterben vor Lampedusa 266 Menschen. Im Juni 2000 entdeckten Hafenarbeiter in Dover 58 Leichen in einem Frachtcontainer. Ein Autorentrio geht dem Versagen europäischer Flüchtlingspolitik auf den Grund...


Die Asyl­experten Wolfgang Grenz, Julian Lehmann und Stefan Keßler machen deutlich: Europa betreibt eine fehlgeleitete Flüchtlings­politik, die Menschenrechte verletzt und das Leben der Flüchtlinge aufs Spiel setzt.

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Dabei haben sich die Regierungen der EU darauf geeinigt, ein gemeinsames Asylsystem zu schaffen. Doch während die europäischen Binnengrenzen fallen, machen wir die Außengrenzen dicht. Wer es bis nach Deutschland schafft, den erwarten oft ein mangelhaftes Asylverfahren, unzumutbare Unterbringungsbedingungen, fehlende medizinische Versorgung und die bange Frage „Bleiben dürfen oder nicht?“

Die Asylexperten Wolfgang Grenz, Julian Lehmann und Stefan Keßler machen deutlich: Die EU, Träger des Friedensnobelpreis, leistet sich eine irrationale, von Populismus getriebene Flüchtlingspolitik, die Menschenrechte mit Füßen tritt. Sie benennen die Verantwortlichen und skizzieren Mittel und Wege, kurzfristig und langfristig in Deutschland, der EU und in den Heimatregionen der Flüchtlinge die Situation zu verbessern.

Wolfgang Grenz arbeitet als Generalsekretär für Amnesty International. Er ist Gründungsmitglied von Pro Asyl und Vorstandsmitglied der UNO-Flüchtlingshilfe.
Julian Lehmann arbeitet am Global Public Policy Institute in Berlin zum Thema Menschenrechtsschutz. Zuvor war er für das Flüchtlingshilfswerk der vereinten Nationen tätig. Stefan Keßler ist Politik- und Lobbyreferent bei Jesuiten-Flüchtlingsdienst in Brüssel.

SCHIFFBRUCH erscheint am 4. Mai 2015 bei Knaur
Autor: red

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