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Fr, 07:36 Uhr
24.04.2015

37. Kyffhäuser Berglauf – Episoden einer Geschichte

Der 37. Kyffhäuser-Berglauf ist Geschichte. Viele wander-, lauf- und radbegeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben für ein buntes Gewimmel im kleinen, sonst so beschaulichen Städtchen Bad Frankenhausen gesorgt und gleichzeitig die eine oder andere Episode zur Geschichte des Berglaufes beigetragen. Einen Rückblick macht Detlef Wolff...


Bereits die Voranmeldungen ließen die Organisatoren hoffen, die angestrebte Schallmauer von 2000 Teilnehmern zur durchbrechen. Und das sportbegeisterte Volk ließ das Team vom Kyffhäuser - Berglaufverein nicht im Stich. Am Wettkampftag wurden 2595 Anmeldungen registriert.
Seit vielen Jahren gilt der Bambinilauf als Publikumsmagnet.

37. Kyffhäuser Berglauf – Episoden einer Geschichte (Foto: FotoTeamMüller) 37. Kyffhäuser Berglauf – Episoden einer Geschichte (Foto: FotoTeamMüller)

Unbeschreiblich, wie hochmotiviert die kleinen Knirpse an der Startlinie gespannt auf den Startschuss warten und dann voller Freude die kleine Runde unter den Anfeuerungsrufen der Erwachsenen in Angriff nehmen. War es in den Anfangsjahren noch den Müttern und Vätern der Kinder erlaubt, ihre Kleinen im Rennen zu begleiten, so wurden nun die Eltern an die Seitenabgrenzung verbannt - und es funktioniert. Kein Kind hat sich verlaufen - alle kamen im Ziel an. Auch die die Zeiten lassen aufhorchen – wachsen hier zukünftige Olympiasieger heran?
Apropos Olympiasieger – wo gibt es schon die Gelegenheit zwei wirkliche Lauflegenden an einem Tag persönlich zu treffen? Für jeden Läufer ist es immer wieder etwas Besonderes, mit Waldemar Cierpinski, dem zweimaligen Olympiasieger im Marathon, einfach mal über Gott und die Welt zu schwatzen. Waldemar ist ein langjähriger, zuverlässiger Unterstützer des Berglaufes. Er gibt seine Lauferfahrung gern an interessierte Läufer weiter. Es ist schön, diesen ruhigen, zurückhaltenden und zugleich für alle Fragen rund um den Laufsport offenen Sportler zu erleben.

Einfach mal am Bierpilz stehen und einem 800m - Olympiasieger treffen? Kein Problem beim KBL – der Bad Frankenhäuser Nils Schumann hat den Halbmarathon für sich entdeckt. Und nachdem er diesen erfolgreich absolviert hatte, bestellte er, wie selbstverständlich, Freibier für seine ehemaligen Klubkameraden vom SV Kyffhäuser Bad Frankenhausen.

Der SV Kyffhäuser begleitet mehrere Funktionen beim Berglauf. Die Mitglieder sind für die Markierung der Strecke verantwortlich und stellen eine große Anzahl an aktiv laufenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

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Die meisten Teilnehmer am Berglauf jedoch kamen aus der Gemeinschaft der Borxlebener, Ichstedter, Ringlebener, Uderslebener, Esperstedter und Bad Frankenhäuser, die sich aus Schülern und Eltern (bzw. deren Verwandten) der Grundschule aus dem kleinen Örtchen Udersleben zusammensetzte. Recht dicht folgten ihnen Teilnehmer von der Grundschule aus Bad Frankenhausen, dem Kyffhäusergymnasium und weiteren Schulen der Umgebung. Es ist ein erklärtes Ziel der Organisatoren, Kinder und Eltern ein gemeinschaftliches sportliches Erlebnis zu verschaffen. Daher wird man auch in Zukunft an dem Konzept festhalten, mehrere unterschiedliche Strecken anzubieten und das trotz hohen organisatorischen und damit verbundenen finanziellen Aufwands.

Hinter dieser Organisation steht natürlich eine Unzahl an noch nicht benannten Helfern. Vom Sponsoring über die Leute im Start- und Zielbereich sowie an der Strecke bis zu den fleißigen Abbauhelfern der Anlagen war eine fast unzählige Schar von motivierten Personen am Erfolg des 37. KBL beteiligt. Dank an alle Helfer- ihr seid das Gesicht des KBL und prägt dessen Geschichte und Zukunft.

Es gibt auch wieder eine ganze Menge an Geschichten von den unterschiedlichsten Läufern und Mountainbikern zu erzählen.
Beispielsweise gibt es da das Laufduo Thohan aus Erfurt. Wie viele andere Läufer sind sie „Wiederholungstäter“ und kommen seit Jahren zum Lauf. Sie nutzen diesen Lauf als Vorbereitung auf weitere extreme Läufe, wie den „Trail du Mount Blanc“ oder den Rennsteig - Supermarathon. Sie genießen hier den jenseits von jeglichem Stress oder Leistungsdruck organisierten KBL- Marathon.

An dieser Stelle zu erwähnen sei auch der Sondershäuser Läufer Norman Zollner, der mit 40 Jahren beschlossen hat, wieder Sport zu treiben und nicht mehr zu rauchen. Nun läuft er der gesamten Konkurrenz auf der 6km - Strecke davon und gewinnt.
37. Kyffhäuser Berglauf – Episoden einer Geschichte (Foto: FotoTeamMüller) 37. Kyffhäuser Berglauf – Episoden einer Geschichte (Foto: FotoTeamMüller)

Es ist die Geschichte vom Gründer des KBL Dr. Eberhard Jüttner, welcher noch nicht einen Lauf versäumt hat und auch in diesem Jahr die 14km - Laufstrecke absolviert hat.
Dr. Harald Strauch, langjähriger Organisationschef des Laufes, will es ebenso nicht lassen, denn er kann es immer noch. Als Unterstützer im Hintergrund hat er immer nach wie vor ein Auge auf die Organisation. Er soll „gleichzeitig“ an verschiedenen Streckenpunkten angetroffen worden sein!

Die lustigste und vielleicht den KBL in seiner eigenen Art am treffendsten umschreibende Episode kommt von einer Mountainbike-Gruppe und beginnt mit: „Drei kleine Freiläufer, die fuhren in den Kyffhäuser......und am Ende war es nur noch einer. Denn an der Verpflegungsstation Udersleben versackten zwei der grünen Renner bei Bier und Gesang und erreichten so erst gegen späten Nachmittag mit starker Schlagseite das Ziel am prall gefüllten Schlossplatz in Bad Frankenhausen.“ Wer diese Geschichte vollständig lesen möchte, findet sie unter folgendem Link: www.team-freilauf.de. Weitere Lauf-Episoden sind auf www.marathon4you.de beschrieben.

Die Verpflegungspunkte eines Laufes spielen eine ganz besondere Rolle, ist doch die Versorgung der Läufer von immenser Bedeutung. Veranstalter großer Marathonläufe kredenzen den Läufern zur Erfrischung Leitungswasser. Dank der aktiven Sponsoren gibt es zum KBL auch „ordentliche“ Getränke, Obst und am Kyffhäuser den berühmten Rottlebener Schleim. Dieser Schleim wirkt für jeden Läufer Wunder.
37. Kyffhäuser Berglauf – Episoden einer Geschichte (Foto: Foto Team Müller)
37. Kyffhäuser Berglauf – Episoden einer Geschichte (Foto: Foto Team Müller)
37. Kyffhäuser Berglauf – Episoden einer Geschichte (Foto: Foto Team Müller)

Kein Wunder, aber eine Superidee ist der erstmals zum Einsatz gekommene mobile KBL- Partyhänger. Das musikalische Trio um Helmut Hochfeld, Bernd. Schobeß und Wolfgang Schmidt hat die Musikinstrumente auf einen Fahrzeughänger gepackt und die Sportler so an verschiedenen Stellen der Strecken mit Liedern unterhalten. Vielleicht wird diese Art des Entertainments ja zur Tradition, genauso wie die vom KBL nicht mehr wegzudenkenden Auftritte des Frankenhäuser Frauenchores.

Es hat sich was getan!! Neue Ideen und treue, unermüdliche Helfer haben den 37. KBL zum Erfolg werden lassen. Und genauso sicher wie der Westwind am Uderslebener Flugplatz jedes Jahr den Sportlern auf den letzten Kilometern entgegenbläst - genauso sicher ist es, dass die Geschichte des KBL weiter geschrieben werden kann. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit allen Sportlern und Helfern zum Kyffhäuserberglauf 2016.

Detlef Wolff
Fotos: FotoTeamMüller
Autor: khh

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