eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
So, 08:34 Uhr
31.05.2015

Energetisch sanieren lohn kaum noch

Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) versucht die Bundesregierung Bauherren und Hausbesitzer zu energieeffizienterem Bauen und Sanieren zu bewegen. Aus Sicht der Makler machen energetische Sanierungen vor dem Verkauf jedoch immer weniger Sinn...


Zwar sind immer noch 47 Prozent der Makler davon überzeugt, dass sich ein hoher energetischer Objektzustand positiv auf den Verkaufspreis auswirkt, 2010 waren jedoch noch 60 Prozent dieser Meinung.

Anzeige symplr (1)
Das zeigt der erste Teil des Marktmonitor Immobilien 2015 von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale, und Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Offensichtlich lassen sich die steigenden Kosten für Sanierungsarbeiten nicht immer durch die zu erwartenden Mehreinnahmen beim Verkauf kompensieren.

Auch auf die Vermarktungsdauer und den Vermarktungsaufwand hat der energetische Objektzustand in den Augen der Immobilienprofis nur geringen Einfluss. Nur 18 Prozent der Makler glauben, dass der Aufwand geringer wird, je besser der energetische Standard einer Immobilie ist. 28 Prozent glauben zumindest, dass die Vermarktung schneller erfolgt. 2010 waren die Einschätzungen noch optimistischer: 31 Prozent glaubten an eine schnellere Vermarktung, 25 Prozent schätzten den Aufwand geringer ein.

Ein Grund für die Veränderung ist sicherlich die bundesweit anhaltende große Immobiliennachfrage. Durch das geringe Angebot an verfügbaren Häusern und Wohnungen steigt bei den potenziellen Käufern die Bereitschaft, bei der Energieeffizienz Abstriche zu machen. Insbesondere bei Immobilien in Top-Lage spielt die Energieeffizienz als Vermarktungsfaktor eine untergeordnete Rolle.

Und nicht nur bei Kaufimmobilien ist dieser Trend zu erkennen, auch bei Vermietungen spielt das Thema Energieeinsparung inzwischen eine geringere Rolle. Nur knapp jeder 3. Makler (32 Prozent) ist der Meinung, dass sich durch hohe Energiestandards auch höhere Mieten erzielen lassen. 5 Jahre zuvor waren noch 49 Prozent der Makler dieser Überzeugung.

Fazit: Nicht immer scheint der zu erwartende Kaufpreiszuwachs energetische Sanierungsmaßnahmen zu rechtfertigen. Ein Viertel aller befragten Makler rät daher von energetischen Sanierungen vor dem Verkauf einer Immobilie ab. 17 Prozent der Makler sehen auch energetische Sanierungen vor einer Neuvermietung skeptisch, da die Kosten nicht durch höhere Mieten aufgefangen werden können. Dort, wo in Zukunft die Mietpreisbremse greifen soll, wird sich dieser Trend voraussichtlich weiter verstärken.

Über den Marktmonitor Immobilien 2015: Der Marktmonitor Immobilen 2015 ist eine repräsentative Studie von immowelt.de und Prof. Dr. Stephan Kippes, Inhaber der Professur für Immobilienmarketing und Maklerwesen an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Die Daten für die Studie wurden innerhalb des Immobilien-Professional-Panels (IPP) der Immowelt AG erhoben, an dem ausschließlich Fachleute aus der Immobilienwirtschaft teilnehmen. Befragt wurden 604 zufällig ausgewählte Makler, Bauträger und andere Immobilienspezialisten in ganz Deutschland.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)