So, 11:28 Uhr
21.06.2015
Ein kurzweiliger musikalischer Abend in Ebeleben
Neben den Ebelebener Werkstattlesungen, von denen mittlerweile 14 dieser Art seit 2009 stattfanden, hat sich seit 2010 mit den Konzerten in der Stadtkirche St. Bartholomäus eine zweite hochkarätige Veranstaltungsreihe etabliert. Im 6. Konzert der Serie trat nun das Lohorchester aus Sondershausen zum 4.Mal auf...
Ein kurzweiliger musikalischer Abend in Ebeleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Unter der Leitung von Michael Ellis Ingram lautete das Motto des Abends Von Philosophen und Kontrabässen Archivfoto aus dem Haus der Kunst).
Pfarrer Thomas Reim bedankte sich in seiner Begrüßungsansprache bei allen, die zum Gelingen des Konzertes beigetragen haben, so bei der Sparkassen- Kunststiftung und der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Uwe Vogt.
Michael Ellis Ingram führte in spritzig lockerer Art in die Werke ein, die das Orchester aufführte und erleichterte so dem Publikum das Verständnis für die Werke.
Am Beginn des Konzertes stand mit der Orchestersuite Nr. 1 C- Dur Bach- Werke- Verzeichnis (BWV) 1066 ein Werk des größten Kirchenmusikers des 18. Jahrhunderts, Johann Sebastian Bach. Dieser hat nicht nur seine Wurzeln in Thüringen, nachgewiesen sind auch verwandschaftliche Beziehungen nach Ebeleben. Der Komponist, so die Erklärungen Ingrams, hat Deutschland nie verlassen und bis auf zwei Jahre in Lüneburg ausschließlich in Mitteldeutschland gewirkt und dabei fast die Hälfte seines Lebens in Thüringen verbracht. Die aufgeführte Orchestersuite ist eine von insgesamt vier Suiten, die Bach komponiert hat. Nach der konzertant gearbeiteten Ouvertüre folgten in der Suite sechs verschiedene Tänze, die das Leben am Hof bzw. das allgemeine Volk repräsentieren sollen.
Danach spielte das Loh- Orchester mit dem Kleinen Konzert für Kontrabass und Streichorchester des Engländers Gordon Jacob eine Komposition des 20.Jahrhunderts. Als Solokünstler trat dabei der Kontrabassist Stefan Blum auf, der seit einigen Jahren beim Loh- Orchester spielt und dem die Aufführung des Stückes sichtlich Freude bereitet.
Nach einer Pause, in der die evangelische Kirchengemeinde am Epitaph Speisen und Getränke anbot, ging es in den zweiten Teil des Konzerts.
Hier wurde die Sinfonie Es- Dur Hoboken- Verzeichnis I:22 aufgeführt. Das Werk entstand im Jahre 1764, in der Zeit, wo Haydn beim Fürsten Esterhazy als Vize-Kapellmeister angestellt war. Die vier Sätze mit der Folge langsam- schnell- langsam- schnell ist die typische Abfolge der spätbarocken Kirchensonaten.
Als Besonderheit ist die Verwendung von Englischhörnern zu nennen. Der Dirigent interpretierte die vier Sätze mit dem Leben und Wirken eines Philosophen.
Nach viel Applaus, Blumen und einer Zugabe ergriff Bürgermeister Uwe Vogt das Wort. Er bedankte sich für den kurzweiligen Abend und lobte das Engagement aller Beteiligten. Das Loh- Orchester ist ein traditionsreiches Orchester mit internationaler Besetzung. Nur durch das Zusammenspiel zwischen Kirchgemeinde, Stadtverwaltung und Sparkassen-Kunststiftung sei es möglich, das Loh- Orchester nach Ebeleben zu holen, so der Bürgermeister in seinen Ausführungen. Michael Ellis Ingram versprach, dass das Orchester auch im kommenden Jahr gern wieder nach Ebeleben kommen wird.
Uwe Vogt
Autor: khh
Ein kurzweiliger musikalischer Abend in Ebeleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Unter der Leitung von Michael Ellis Ingram lautete das Motto des Abends Von Philosophen und Kontrabässen Archivfoto aus dem Haus der Kunst).Pfarrer Thomas Reim bedankte sich in seiner Begrüßungsansprache bei allen, die zum Gelingen des Konzertes beigetragen haben, so bei der Sparkassen- Kunststiftung und der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Uwe Vogt.
Michael Ellis Ingram führte in spritzig lockerer Art in die Werke ein, die das Orchester aufführte und erleichterte so dem Publikum das Verständnis für die Werke.
Am Beginn des Konzertes stand mit der Orchestersuite Nr. 1 C- Dur Bach- Werke- Verzeichnis (BWV) 1066 ein Werk des größten Kirchenmusikers des 18. Jahrhunderts, Johann Sebastian Bach. Dieser hat nicht nur seine Wurzeln in Thüringen, nachgewiesen sind auch verwandschaftliche Beziehungen nach Ebeleben. Der Komponist, so die Erklärungen Ingrams, hat Deutschland nie verlassen und bis auf zwei Jahre in Lüneburg ausschließlich in Mitteldeutschland gewirkt und dabei fast die Hälfte seines Lebens in Thüringen verbracht. Die aufgeführte Orchestersuite ist eine von insgesamt vier Suiten, die Bach komponiert hat. Nach der konzertant gearbeiteten Ouvertüre folgten in der Suite sechs verschiedene Tänze, die das Leben am Hof bzw. das allgemeine Volk repräsentieren sollen.
Danach spielte das Loh- Orchester mit dem Kleinen Konzert für Kontrabass und Streichorchester des Engländers Gordon Jacob eine Komposition des 20.Jahrhunderts. Als Solokünstler trat dabei der Kontrabassist Stefan Blum auf, der seit einigen Jahren beim Loh- Orchester spielt und dem die Aufführung des Stückes sichtlich Freude bereitet.
Nach einer Pause, in der die evangelische Kirchengemeinde am Epitaph Speisen und Getränke anbot, ging es in den zweiten Teil des Konzerts.
Hier wurde die Sinfonie Es- Dur Hoboken- Verzeichnis I:22 aufgeführt. Das Werk entstand im Jahre 1764, in der Zeit, wo Haydn beim Fürsten Esterhazy als Vize-Kapellmeister angestellt war. Die vier Sätze mit der Folge langsam- schnell- langsam- schnell ist die typische Abfolge der spätbarocken Kirchensonaten.
Als Besonderheit ist die Verwendung von Englischhörnern zu nennen. Der Dirigent interpretierte die vier Sätze mit dem Leben und Wirken eines Philosophen.
Nach viel Applaus, Blumen und einer Zugabe ergriff Bürgermeister Uwe Vogt das Wort. Er bedankte sich für den kurzweiligen Abend und lobte das Engagement aller Beteiligten. Das Loh- Orchester ist ein traditionsreiches Orchester mit internationaler Besetzung. Nur durch das Zusammenspiel zwischen Kirchgemeinde, Stadtverwaltung und Sparkassen-Kunststiftung sei es möglich, das Loh- Orchester nach Ebeleben zu holen, so der Bürgermeister in seinen Ausführungen. Michael Ellis Ingram versprach, dass das Orchester auch im kommenden Jahr gern wieder nach Ebeleben kommen wird.
Uwe Vogt
