So, 12:49 Uhr
28.06.2015
Jedes zweite Haus ist unterversichert
Über 55 Prozent der Hausbesitzer in Thüringen bekommen derzeit keine finanzielle Entschädigung von einer Versicherung, wenn ihre Häuser und Wohnungen durch Starkregen oder Hochwasser überflutet werden...
Der Grund: Die meisten Hauseigentümer besitzen zwar eine Wohngebäudeversicherung, aber nur knapp 45 Prozent der Thüringer haben sich für einen umfassenden Versicherungsschutz vor Naturgefahren entschieden.
Dabei steht dieser Versicherungsschutz für Elementarschäden praktisch allen Gebäuden – auch in stark gefährdeten Gebieten – zur Verfügung. Darauf weist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) heute bei der Auftaktveranstaltung zur Informationskampagne Thüringen wappnet sich gegen Hochwasser und andere Naturgefahren" in Erfurt hin.
Die Kampagne der thüringischen Landesregierung will die Menschen über Naturgefahren und den richtigen Schutz aufklären. Sie will den Bürgern verdeutlichen, dass jeder betroffen sein und dass jeder etwas tun kann, um die Schäden zu verringern. Die Kampagne steht damit im Einklang mit den Beschlüssen der Justizministerkonferenz der vergangenen Woche: Die Minister hatten sich gegen eine Pflichtversicherung für Elementarschäden ausgesprochen und eine bundesweite Informationskampagne empfohlen, mit der die Bevölkerung stärker über Naturgefahren, wie Hochwasser und Starkregen, sensibilisiert werden soll.
"Versicherungsschutz allein kann keine Katastrophe verhindern", sagt Bernhard Gause, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des GDV. "Wichtig ist das Zusammenspiel von staatlichem und kommunalem Hochwasserschutz, individuellen Präventionsmaßnahmen am Haus sowie erweitertem Versicherungsschutz."
Extreme Niederschläge hatten im Juni 2013 versicherte Schäden in Höhe von insgesamt 1,8 Milliarden Euro verursacht, davon entfielen rund 140 Millionen Euro auf Thüringen. Umso wichtiger ist es, die Menschen gezielt in den Regionen zu informieren. Wenn wir wissen, dass Naturgefahren zunehmen, müssen wir handeln – und zwar heute. Genau hier setzt die Initiative an. Dabei geht es nicht nur um Versicherungsschutz, sondern auch um Maßnahmen zur Schadenverhütung.
Verbraucher können sich umfangreich über die Initiative Thüringen wappnet sich gegen Hochwasser und andere Naturgefahren" unter www.naturgefahren.thueringen.de informieren.
Autor: redDer Grund: Die meisten Hauseigentümer besitzen zwar eine Wohngebäudeversicherung, aber nur knapp 45 Prozent der Thüringer haben sich für einen umfassenden Versicherungsschutz vor Naturgefahren entschieden.
Dabei steht dieser Versicherungsschutz für Elementarschäden praktisch allen Gebäuden – auch in stark gefährdeten Gebieten – zur Verfügung. Darauf weist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) heute bei der Auftaktveranstaltung zur Informationskampagne Thüringen wappnet sich gegen Hochwasser und andere Naturgefahren" in Erfurt hin.
Die Kampagne der thüringischen Landesregierung will die Menschen über Naturgefahren und den richtigen Schutz aufklären. Sie will den Bürgern verdeutlichen, dass jeder betroffen sein und dass jeder etwas tun kann, um die Schäden zu verringern. Die Kampagne steht damit im Einklang mit den Beschlüssen der Justizministerkonferenz der vergangenen Woche: Die Minister hatten sich gegen eine Pflichtversicherung für Elementarschäden ausgesprochen und eine bundesweite Informationskampagne empfohlen, mit der die Bevölkerung stärker über Naturgefahren, wie Hochwasser und Starkregen, sensibilisiert werden soll.
"Versicherungsschutz allein kann keine Katastrophe verhindern", sagt Bernhard Gause, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des GDV. "Wichtig ist das Zusammenspiel von staatlichem und kommunalem Hochwasserschutz, individuellen Präventionsmaßnahmen am Haus sowie erweitertem Versicherungsschutz."
Klimawandel ist angekommen
Klimaforscher prognostizieren auch für die Zukunft vermehrte Unwetter und intensive Niederschläge. Die verheerenden Extremwetterereignisse der Vergangenheit sind ein deutliches Signal dafür, dass der Klimawandel kein abstraktes Phänomen ist, das weit weg von uns passiert. Die Folgen erleben wir inzwischen direkt vor unserer Haustür, sagt Gause.Extreme Niederschläge hatten im Juni 2013 versicherte Schäden in Höhe von insgesamt 1,8 Milliarden Euro verursacht, davon entfielen rund 140 Millionen Euro auf Thüringen. Umso wichtiger ist es, die Menschen gezielt in den Regionen zu informieren. Wenn wir wissen, dass Naturgefahren zunehmen, müssen wir handeln – und zwar heute. Genau hier setzt die Initiative an. Dabei geht es nicht nur um Versicherungsschutz, sondern auch um Maßnahmen zur Schadenverhütung.
Verbraucher können sich umfangreich über die Initiative Thüringen wappnet sich gegen Hochwasser und andere Naturgefahren" unter www.naturgefahren.thueringen.de informieren.