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Do, 21:10 Uhr
02.07.2015

Ich habe kein Geld

So eine Ministerin beim Eintreffen in Sondershausen. In der Diskussion: Kommunaler Finanzausgleich, nicht nur für Kommunalpolitiker war diese Diskussionsrunde in Sondershausen mit prominenter Beteiligung interessant, da auch die Finanzministerin dabei war. Ob es heiß her ging, nicht nur vom Wetter her, erfahren Sie hier...

Die Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Thüringen, hatte zur Veranstaltung "Ohne Moos nix los!"- Kommunaler Finanzausgleich in Thüringen eingeladen.

Es war voll am heutigen Donnerstag im Rathaussaal der Stadt Sondershausen um die "Kohle", sprich den Kommunaler Finanzausgleich (KFA) in Thüringen.

Ich habe kein Geld (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Ich habe kein Geld (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Zu Gast auf der Veranstaltung waren Heike Taubert (SPD), stellv. Ministerpräsidentin, Finanzministerin des Freistaates Thüringen und Mitglied des Landtags.

Zuerst gab Taubert einen Überblick über die aktuellen Zahlen, siehe unter anderem in der Bildergalerie.
Problem für das Land: Steuerkraft Thüringens liegt gerade mal bei 53 Prozent des Durchschnitt der Bundesläder. Diese Schwäche können wir in den nächsten 10 bis 15 Jahren nicht ausgleichen. Damit braucht man eben noch immer Gelder aus dem Länderfinanzausgleich, was bei „reicheren Ländern immer weniger auf Verständnis. Wenn das Geld von dort nicht kommt, dann muss der Bund Mittel zur Verfügung stellen.
Eine weitere Baustelle sind die sinkenden Mittel aus der EU.

Ich habe kein Geld (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Ich habe kein Geld (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Karte der Verteilung der Schulden in Thüringen. Rot sind besonders hohe Schuldnern.

Für 2015 will der Freistaat 2,753 Milliarden Euro ausgeben, siehe Bild 4 Bildergalerie.
Einnahmen des Freistaats aus dem Soli sinken von 1,507 Milliarden Euro (2005) auf nur 300 Millionen Euro (2019).

Ich habe kein Geld (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Ich habe kein Geld (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Joachim Kreyer (CDU), Bürgermeister Sondershausen, Moderatorin Stefanie Gerressen, Landeskorrespondentin Thüringen, MDR INFO, Heike Taubert und Antje Hochwind (SPD), Landrätin Kyffhäuserkreis.

Ist der Streit um den Kommunalen Finanzausgleich schärfer geworden? Taubert verneinte das.

Kreyer: Man muss langsam die Systemfrage stellen. Wenn über 200 Kommunen in der Konsolidierung sind, dann ist das kein Jammern der Kommunen. Wir brauchen als Osten eben noch zusätzliche Unterstützung.

Hochwind: Das Geld wird nicht mehr werden. Es ist schmerzlich, wir werden eben entscheiden müssen, wo wollen wir was ausgeben.

Wird es mit einer Kreisgebietsreform beim KFA besser?
Taubert: Bin für eine Kreisgebietsreform. Wir müssen es ausdiskutieren. Schmerzlich, wir werden im flachen Land mit Schulschließungen leben müssen. Ob es mit dem KFA dann besser läuft, ließ sie offen.
Hochwind: Ich bin kein Gegner der Gebietsreform, will aber keinen Zwang. Wir setzen zurzeit auf Verwaltungszusammenarbeit und verweist auf die Zusammenarbeit mit Nordhausen.Das Land sei aber gefragt, wenn „arme“ und „reiche“ Kreise fusionieren sollen.
Kreyer: Im KFA fehlt die Flächenkomponente. Nur die Einwohnerzahlen zu berücksichtigen, sei nicht mehr gerechtfertigt. Kommunen bleibt zu wenig von den eigenen Einnahmen. Beim KFA müssen die Tarifsteigerungen 1:1 übernommen werden.

„Das was wir nicht ausgeben können ist eigentlich der Bedarf“, so eine klare Meinung der Kämmerin aus Nordhausen. Sie unterstrich das was Kreyer sagte zur Flächenkomponente. Abschließend sagte sie, kommunale Selbstverwaltung wird problematisch, wenn nicht mal für Pflichtaufgaben Mittel vorhanden sind.
In diesem Punkt musste Taubert zu geben, eine Lösung habe ich auch nicht.
Beim der nächsten Tarifabschluss werde ich mich enthalten, so eine interessante Aussage, von Taubert.

Allerdings können im Rahmen dieser Berichterstattung nicht alle Meinungen abgebildet werden.

Ich habe kein Geld (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Ich habe kein Geld (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Interessant, obwohl die Friedrich-Ebert-Stiftung der SPD nahe steht, war auch die CDU mit vielen Vertretern aus dem Kyffhäuserkreis dabei.

Es war sicher ein interessanter Diskussionsabend, aber Lösungen, wie die Kommunen zu mehr Mittel kommen, wurde nicht gefunden. Die Forderungen der Kommunen nach besserer Finanzausstattung bestehen, wie es Jörg Steinmetz (Helbedündorf) forderte. Kreyer erreichte wenigstens, dass Taubert sagte, ich werde über die Flächenkomponente nachdenken.
Ich habe kein Geld (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ich habe kein Geld (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ich habe kein Geld (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ich habe kein Geld (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ich habe kein Geld (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ich habe kein Geld (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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Kommentare
BadPeace
03.07.2015, 07:42 Uhr
wie arm sind wir geworden
es ist jedesmal traurig so etwas lesen zu müssen... für so viele unnötige Entschuldigung wegen meiner Schreibweise, überstürzten idiotischen Sachen in Deutschland die ja gebaut oder angeschafft werden mussten ist Geld vorhanden, jedoch da wo die Geschichte von Deutschland drin steckt, das Kulturerbe, das wird zerfallen gelassen. ist es Taktik von ganz oben? Denn die Leute sollen ja arbeiten und keine Freizeit haben, Bäder müssen sich jetzt schon selber finanzieren weil kein Geld mehr da ist, Straßen müssen von Anwohnern getragen werden und nun kommt alles noch schlimmer? ich sehe uns schon auf Feldwegen hin tuckern an einen Schlagloch nach dem anderen vorbei wenn wir jeden Tag an Kirchen oder Denkmälern vorbei fahren und zusehen können wie alles zusammenfällt, wobei Zukunft ist es ja nicht, ehr wohl schon Realität. Dann lässt die Stadt Sondershausen zu das ein Gebäude wie das Juventas geschlossen wird, man hätte durch Ideen und evtl. umbauten noch Geld schöpfen können.

es ist ein ewiger Kreislauf, die Leute gehen dorthin wo es ihnen gefällt, je mehr Einwohner, um so mehr Geld zur Verfügung, also sind die kleinen Käfter bald verwaist.
Noch ein Sportplatz wäre gut für Sondershausen, im Hasenholz oder Östertal ist noch so viel Platz *Kopfschüttel* Anstatt alles zu schließen sollte geschaut werden wie kann man es fördern.

Verbände, Vereine ins Leben rufen, jedoch solche die nicht nur rumstehen und mit der Büchse den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen. Veranstaltungen machen das endlich mal was los ist in SDH, sicher kostet das auch, so kann man jedoch auch Provit machen, es darf nur keiner oben stehen und sich die Tasche voll machen und danke sagen und weg gehen
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