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Di, 10:58 Uhr
15.09.2015
Rundumschlag

Die Flüchtlingskrise

Die Nordthüringer Online Zeitungen befassen sich eigentlich mit dem Geschehen in der Region. Über das Geschehen in der großen weiten Welt zu schreiben überlassen wir anderen. Heute machen wir eine Ausnahme und befassen uns mit Ursachen, Auswirkungen und Reaktionen auf die Flüchtlingskrise...

Betrachtung zur Flüchtlingskrise (Foto: Angelo Glashagel) Betrachtung zur Flüchtlingskrise (Foto: Angelo Glashagel)

Aus der Region zu berichten, vor Ort zu und gelegentlich auch zu kommentieren ist die Kernaufgabe der Nordthüringer Online Zeitungen. Über das zu schreiben, was darüber hinaus geschieht, überlassen wir für gewöhnlich anderen.

Nun ist die Welt nicht mehr so groß und weit, wie sie es einst war. In den Kommentarspalten und Foreneinträgen wird auch im Regionalteil über Dinge gestritten, die weit über den Horizont des lokalen hinausreichen. Das weltweite Netz bringt uns das Weltgeschehen auf eine Art und Weise ins eigene Wohnzimmer, wie es bisher kein Medium konnte.

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Deswegen wollen wir an dieser Stelle einen Versuch wagen, einen großen Rundumschlag, wenn man so will. Dabei geht es darum, einen möglichst nüchternen Blick auf das Weltgeschehen zu werfen und Gedanken zu Ursache und Wirkung zu formulieren. Der Ansatz ist höchst subjektiv und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder absolute Wahrheit. Es schreibt nicht der Experte, sondern nur jemand, der sich Gedanken gemacht hat und anhand des eigenen Wissensstandes analysiert.

Als ein erstes Thema für einen solchen Rundumschlag bietet sich zur Zeit selbstverständlich die Flüchtlingskrise an. Es soll hier nicht um einfache Antworten gehen, sondern um komplexe Fragen. Deswegen soll sich mit dem Thema in (mindestens) drei aufeinander folgenden Teilen befasst werden. Zunächst wird es darum gehen, was eigentlich von Seiten des Staates und der Staatengemeinschaft angesichts der Flüchtlingsproblematik getan wird und getan wurde. Der zweite Teil soll sich mit den Ursachen des Flüchtlingsstroms auseinandersetzen und im letzten Teil sollen Konsequenzen gezogen werden. Den ersten Rundumschlag wagt Angelo Glashagel.

Zeichen der Zeit

Fangen wir im hier und jetzt an. Ich erlebe dieser Tage zwei parallele Welten. Zum einen ist da das Internet, meine Arbeit hier bei der nnz und die Kommentare und Reaktionen auf die aktuellen Ereignisse vor Ort und anderswo im Netz. Zum anderen sind es die Geschehnisse und Aussagen außerhalb dieser digitalen Welt.

Auf der einen Seite zeigt sich eine enorme Hilfsbereitschaft, indirekt über eine Flut an Spenden oder direkt über fleißige Helfer, die auch nach Feierabend noch mit anpacken. Um die zu finden muss ich nicht in die überregionalen Medien schauen, sondern es reicht, mich mit ein paar Bekannten zu unterhalten. Auf der anderen Seite muss man nicht zwischen den Zeilen lesen zu können um Ablehnung, Angst, Wut und gelegentlich auch dürftig kaschierten Hass zu sehen, vor allem aber eben nicht nur im Internet.

„Wir sind nicht 80 Millionen Menschen, die sich über den Zuzug von Millionen anderen Menschen freuen.“, schreibt Peter-Stefan Greiner in der nnz-Betrachtung. Nein, sind wir nicht. Wir sind aber auch nicht 80 Millionen, die den Zuzug rundum ablehnen. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte, zumindest aber in ihrer Nähe.

Es rauscht derzeit gewaltig im Blätterwald, es werden Positionen bezogen, klare Worte gesprochen, mal mehr und mal weniger sachlich Argumente hin- und her geschleudert, Gräben gezogen, gestritten und demonstriert.

Das tragik-komische an all der Aufregung ist, dass sie letztlich nicht von Bedeutung ist. Ob wir bereit sind zu helfen oder nicht, ob wir den Zuzug befürworten oder ablehnen, spielt in der Gesamtbetrachtung der Situation überhaupt keine Rolle. Wir sind zur Zeit Spielball von Entwicklungen, auf die wir nur begrenzten Einfluss haben. Das gilt sowohl für die Bürger wie auch für die Lokal- und Landespolitik mitsamt der Behörden. Zu einem gewissen Grad trifft das sogar auf den Bund und die EU zu. Der Mantel der Geschichte wird nur selten ergriffen. In den allermeisten Fällen reist er die Menschen einfach mit sich. Der Flüchtlingsstrom kommt so oder so, Einwände zwecklos. An der Frage, wie wir als Gesellschaft mit diesem Umstand umgehen, entscheidet sich wie es in den kommenden Jahrzehnten mit Deutschland und Europa weitergeht. Das klingt jetzt verdächtig nach merkel'scher Alternativlosigkeit und auf das Weltgeschehen und die Fluchtbewegungen scheint das „TINA“ - Prinzip zur Zeit tatsächlich zu zutreffen. Warum? Da ist zum einen all das, was wir schon getan haben...

Teil 1: Wir müssen dicht machen!

Man müsste einfach dicht machen, den Strom aufhalten, das sei die einzige Lösung, ging das Argument vor kurzem im Freundeskreis. Schön und gut, das Problem ist nur: das haben wir eigentlich schon getan. Lampedusa war nicht erst gestern. Die Europäische Union und mit ihr Deutschland haben in den zurückliegenden Jahren viele Eisen im Feuer gehabt, wenn es darum ging den Strom an Flüchtlingen einzudämmen.

Man stelle sich mehrere „Zäune“ vor, die um Europa und Deutschland herum gezogen wurden. Der erste Zaun ist die offensichtlichste Barriere: die Natur selbst, seien es die Wüsten oder das Mittelmeer. Der zweite „Zaun“ sind die Länder am Rande dieser natürlichen Grenzen, ihre Regierungen und Despoten. Libyen zum Beispiel, Tunesien, Ägypten, Marokko – im Grunde alle südlichen Mittelmeeranrainer. Einigen dieser Länder hat die EU viel Geld dafür bezahlt, dass sie die Flüchtlingsströme aus Afrika und dem Nahen Osten das Mittelmeer gar nicht erst erreichen, oder zumindest nicht überqueren lassen. Das bekannteste Beispiel ist Libyens Ex-Diktator Gaddafi. Die EU zahlte Millionen, lieferte Schnellboote, Radargeräte und Hubschrauber, der Diktator hielt Europa die Massen vom Hals.

Angesichts des arabischen Frühlings und seiner Auswirkungen sind diese Maßnahmen nur noch bedingt funktionsfähig. Zwar hat man mit einigen der neuen Machthaber ähnliche Vereinbarungen treffen können, die Situation in Nordafrika bleibt aber äußerst instabil und hat grundsätzlich das Potential, eher für mehr anstatt für weniger Flüchtlinge zu sorgen.

Der Weg nach Europa

Der dritte Bereich der Grenzsicherung ist die „Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union“, auch als „Frontex“ bekannt. Der 2004 gegründeten Agentur soll mit den Grenzwächtern der Mitgliedsstaaten zusammenarbeiten. Ihr standen im Jahr 2011 20 Flugzeuge, 25 Hubschrauber, 100 Boote und ein Budget von rund 88 Millionen Euro zur Verfügung, um die Außengrenzen der Union zu überwachen und mit „Rapid Border Intervention Teams“ schnell einzugreifen. Außerdem hat Frontex auch „Eurosur“ geschaffen, ein Grenzüberwachunssystem bei dem Drohnen, Aufklärungsgeräte, Offshore-Sensoren, hochauflösende Kameras und Satellitensuchsysteme zum Einsatz kommen.

Barriere Nummer 4: klassische Zäune. Melilla und Ceuta sind spanische Enklaven an Nordafrikas Küste. Sechs Meter hoch sind die Zäune, die Europa und Afrika hier voneinander trennen. Millionen haben die Iberer investiert, um die Grenzanlagen aufzubauen. Die Zahl der illegalen Einreisen (nach Spanien), hat sich auch tatsächlich drastisch verringert, auch wenn sie in letzter Zeit wieder stiegen. Allerdings sprechen wir hier von zwei Küstenstädten mit jeweils rund 80.000 Einwohnern und einer entsprechend überschaubaren Grenze. Und wo kein Durchkommen mehr ist, weicht der Mensch aus und sucht sich andere Wege. Oder stürmt den Zaun.

Ankunft

Schafft man es als Flüchtling doch bis nach Europa, heißt das nicht, das man es auch in das Land seiner Wahl kommt, womit in der Regel tatsächlich Deutschland gemeint ist. Aber auch Schweden und Großbritannien stehen auf der Wunschliste ganz oben. Der fünfte „Zaun“, von dem am ehesten Kerneuropa profitieren soll, sind die Dublin-Verordnungen. Die wurden mit „Dublin III“ zuletzt 2013 aktualisiert und regeln die Zuständigkeiten für das Asylverfahren. Die bürokratische Verordnung besagt in ihrem Kern dass ein Flüchtling in dem Land Asyl beantragen muss, in dem er zuerst europäischen Boden betreten hat. Das heißt in den allermeisten Fällen: Italien, Griechenland und Bulgarien oder eben Spanien.

Staaten der Peripherie und Länder, die von der Banken- und Finanzkrise massiv betroffen waren und zum einem gewissen Grad immer noch sind, haben über Jahre hinweg die Hauptlast des Flüchtlingsstroms geschultert. Der Wille und vor allem die Möglichkeit diese Verordnungen auch weiterhin umzusetzen ist angesichts der angespannten Lage in den südlichen Ländern entsprechend gering. Der Streit um mehr finanzielle Hilfen, Zusagen und bessere Verteilung der Last ist insofern nicht neu. Er wird nur jetzt von Deutschland und Frankreich aus geführt und nicht mehr von den Ländern am Rande der EU.

Der letzte Zaun ist schließlich das deutsche Asylrecht selbst. Und das zu erläutern bedarf es mehr als dieser Zeilen. Flüchtlingsschutz, subsidiärer Schutz, politisches Asyl, Duldung, Bleiberecht, Abschiebung, Folgeantrag – das Feld ist weit, das Feld ist kompliziert und kennt eine Menge verschiedener Konstellationen unter denen ein Flüchtling Aussicht auf Asyl hat oder wieder abgeschoben werden kann. Kritik an der Asylpolitik ist auch nichts neues. Allerdings kam die Kritik aus einer anderen Richtung als es aktuell der Fall zu sein scheint. Grundlegende Entscheidungen wurden zum Asylrecht schon in den 90er Jahren getroffen und seitdem als zu restriktiv kritisiert.

Was macht Berlin?

Bis zuletzt hat man in Berlin, gerade unter CDU Ägide, eine Politik der Abschiebung gegenüber einem Fokus auf Integration favorisiert und versucht die Flüchtlingswellen mit verschiedenen Mitteln fern zu halten. Siehe oben.

Diese Haltung hat sich in den letzten Wochen und Monaten offensichtlich geändert und das wird nicht aus reiner Nächstenliebe geschehen sein. In der „großen“ Politik geschieht nichts ohne das nicht Vor- und Nachteile abgewogen werden. Sei es für das Land, die Partei oder die eigene Person. Gewichtige Reden über „Demokratie“, „Freiheit“ und „Mitmenschlichkeit“ sind zu Worthülsen verkommen, die eher als Vorwand dienen um die eigene Politik nicht genauer erklären zu müssen. Ehrlich ist das nicht, aber das ist ein anderes Thema.

Fairerweise muss man anfügen, dass das nicht immer und überall der Fall ist und bei weitem nicht für jeden Politiker gilt. Je höher man aber der Politik geht, desto mehr tritt die eigene Überzeugung, in welcher Richtung sie nun liegen mag, hinter die Staatsräson zurück, gerade wenn man selber die Regierung stellt.

Warum also sollte eine konservative Regierung die bisher alles getan hat den Strom einzudämmen die Richtung wechseln? Zwei Dinge stehen zu vermuten: zum einem, dass hinter der veränderten Politik Kalkül steckt. Zumindest ist das zu hoffen. Zum anderen, dass angesichts der rasenden Entwicklung in Berlin gerade „auf Sicht“ gefahren wird. Was zu befürchten steht. Was die Beweggründe für den aktuellen ZickZack Kurs sein könnten, darüber soll in einem weiteren Teil nachgedacht werden.

Im zweiten Teil des Rundumschlags wollen wir uns aber erst einmal von Deutschland entfernen und die weite Welt in den Blick nehmen. Die „Zäune“ haben eine ganze Zeit lang gut funktioniert. Die Entwicklungen der letzten Jahre haben ihre Effektivität aber stark vermindert.

Gemeint sind vor allem die Kriege im Nahen Osten, die Finanzkrise und der arabische Frühling in deren Folge vor allem der Süden und Osten Europas geschwächt wurde und in weiten Teilen Nordafrikas Instabilität und Bürgerkriegsähnliche Zustände bis hin zum Chaos herrschen. Und mit diesen überregionalen Ursachen des unaufhaltsamen Stroms werden wir uns im kommenden Teil befassen.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
Real Human
15.09.2015, 12:30 Uhr
„Bei Flüchtlingen klafft eine gefährliche Impflücke“
Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article137944948/Bei-Fluechtlingen-klafft-eine-gefaehrliche-Impfluecke.html

Ich habe mich heute gegen Grippe impfen lassen. Ein Vorfall in einem Supermarkt motivierte mich dazu, meine Hausärztin zu fragen, ob es angesichts der Flüchtlingskatastrophe möglich sei, sich gegen Tuberkulose impfen zu lassen. Leider gäbe es diese Möglichkeit nicht, worüber sie sich selbst verwundert äußerte.

Daraufhin habe ich selbst kurz im Internet recherchiert – mit erschreckendem Ergebnis.

http://news.doccheck.com/de/90891/fluechtlingskrise-der-impfschimmel-wiehert/

Ich bin kein Hypochonder und will auch keine Hysterie lostreten. Ich habe aber den Eindruck, dass sich die sonst wegen Sterbehilfeorganisationen (mehrere Bundestagssitzungen zu diesem Thema) fast um den Verstand debattierenden „besorgten Volksvertreter“ (in Analogie zu „besorgten Bürgern“) mangels Druck aus der Gesundheitslobby für diese aktuellen Gefahren kaum interessieren.

„Der Grat ist schmal zwischen Panikmache und berechtigter Sorge, zwischen medizinisch begründeten Warnungen und rassistisch motivierten Ressentiments. Klar ist, dass nur ein kleiner Teil der Asylbewerber ansteckende Krankheiten hat. Und dass zuallererst die Flüchtlinge selbst unter einem Ausbruch leiden, weil sie in engen Heimen leben müssen, in denen die Ansteckungsgefahr groß ist. Ein gesunder, wohlgenährter Mensch infiziert sich in guten Wohnverhältnissen beispielsweise nicht so leicht mit dem Tuberkuloseerreger. Die, die krank sind, müssen schnell untersucht und behandelt werden. Doch genau das scheint an vielen Orten nicht zu funktionieren. Nicht nur in Berlin.“, schrieb ZEIT ONLINE schon 2014. Dem schließe ich mich an.

Ergänzend will ich auch an die Gefahr durch Zoonosen aufmerksam machen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/saudi-arabien-coronavirus-mers-mit-aehnlichkeit-zu-sars-in-kamel-a-933079.html

Welcher am Wohlergehen seiner Südharzer interessierte Politiker ist bereit, sich hier dazu zu äußern?
Jörg Birkefeld
I.H.
15.09.2015, 12:39 Uhr
Das macht Neugier auf mehr
Eine interessante, tiefgründige und m. E. in vielen Punkten zutreffende Analyse. Dieser Teil tat beim Lesen richtig gut. Das macht Neugier auf mehr.
Demokrit
15.09.2015, 13:01 Uhr
Wie sieht die Zukunft aus?
Horst Seehofer hat einen Satz geäußert über Frau Merkel
»Die Kanzlerin hat sich meiner Überzeugung nach für eine Vision eines anderen Deutschland entschieden.«
Und da ahne ich nichts Gutes.
Und alle "Refugees Welcome Rufer" sollten sich diese Artikel
zu Gemüte führen.

Erlebnisbericht aus Budapest:
http://goo.gl/qbUQhw
Wo sind all die Hilfsbereiten eigentlich bisher gewesen?
http://goo.gl/CAikcu
Berichte über Zustände in Erstaufnahmelagern
https://goo.gl/1PzVpI
https://goo.gl/ddi6kW
----1
15.09.2015, 14:33 Uhr
Europa?
Europa so wird es aber auch nur genannt das Europa ist schon lange Gescheitert.Nur keiner will es zugeben.
Genau wie unsere Regierung die längst Gescheitert ist,
auch dort will sich keiner zu Schade sein das zuzugeben.
Warum? Weil die Gehälter und die Posten der weiligen
Politiker damit in Gefahr raten.
Niemand von denen will sein Stuhl verlieren mit denen er Kasse macht.
Unser eins muss das alles still schweigend hinnehmen niemals werde ich das tun und den Mund lasse ich mir auch nicht verbieten von niemanden.
Als würde es unserer Gesellschaft nicht schon mies genug gehen Ja einige verstehen das wohl nicht weil Sie bzw Er nicht in dieser Lage sind um zu verstehen wieso manche Leute anders denken als die sogenannten Gut Bürger.
Nicht jeder Lebt in Saus und Braus.
Und was nun Passiert mit den Geldern ist absolut Verantwortungslos unserer Generation gegenüber und unseren Kindern.
Nicht jeder der zu Demos geht gegen die Flüchtlings Politik ist ein Nazi sondern ein Sozial armer Besorgter Bürger.
Denn denen geht es schon ohne diese Debatten schlecht.
Und nun der Geldsegen komisch ist nur das für Deutsche es immer ein Riesen Kampf ist etwas zu schaffen und für andere über Nacht es Regelungen gibt alles Raus zu holen.
Deutschland braucht sich nicht zu Wundern.
Es ist schon immer unfair gewesen dem eigenen Volk gegenüber aber was jetzt passiert ist Katastrophal.

Und Frau Merkel und co. sollten sich nicht darüber Wundern denen geht es eh am Ar... vorbei was wer Denk haupsache die Kohle stimmt am Monats Ende Rücksicht und Hilfe für das Deutsche Volk fehlanzeige
Real Human
15.09.2015, 16:49 Uhr
Die Drogenparty ist zu Ende oder wir sind es!
Der Einschätzung von „Brathuhn-Therapeut“ (Sind Sie Hautarzt?) schließe ich mich an. Meinen sehr spontanen Kommentar bezüglich der „Impflücke“ hätte ich eigentlich als Forums-Artikel einreichen sollen, denn er behandelt nur einen kleinen aber trotzdem wichtigen Teilaspekt des eigentlichen Themas.

Das ist in meinen Augen die GLOBALISIERUNG und ihre Folgen.

„Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker auf einander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt ein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus
Und segnet Fried und Friedenszeiten.“
Mit dieser deutschen Spießeridylle scheint es nun fürs Erste vorbei zu sein – auch im beschaulichen Südharz! Für die meisten von uns lief ja in den vergangenen 25 Jahren auch alles ziemlich glimpflich bis gut, wenn auch nicht immer prächtig.

Jetzt plötzlich entdecken wir, dass hinter unseren billigen T-Shirts, Elektronikartikeln und preislich noch moderatem Sprit MENSCHEN stecken – Menschen mit ähnlichen Wünschen wie unseren. Doch sie sehen schon äußerlich etwas anders aus als wir. Bisher amüsierten wir uns (ich nicht) im Urlaub über die Sitten und Gebräuche dieser „Exoten“. Jetzt besitzen diese die „Frechheit“, mal uns zu besuchen oder gar dauerhaft zu bleiben. Doch sie kommen nicht nur aus anderen Ländern, sondern scheinbar auch aus einer anderen Zeit. Dabei stellen wir plötzlich fest, dass diese überhaupt nicht bereit sind – unserem Kameltreiber-Klischee entsprechend – mit Buschtrommeln zu kommunizieren. Und schon steigt im deutschen Prollo der Neid auf die Emporkömmlinge nach oben, die uns die Arbeit, die Wohnung oder gar die Frauen bzw. Männer wegschnappen wollen.

Komödiantisch übertrieben hört sich das etwa so an: https://www.youtube.com/watch?v=cWYZ8oxCP9U Dabei ist „unser Auto“ – wie UNSER Brauchtum – auch schon nicht mehr ganz neu: https://www.youtube.com/watch?v=JGKFOAeqxK8

'Tschuldigung, aber bei so einem Thema, das einen am Homo sapiens zweifeln lässt, brauche ich zwischendurch immer mal ein paar Sekunden Entspannung – bis mir innerlich wieder eiskalt wird, wenn ich an die Gefahren denke, die jetzt auf uns zukommen könnten.

Denn Vieles erinnert an den Ausgang der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

„Die Geschichte wiederholt sich nicht, außer in den
Gehirnen derer, die von Geschichte nichts wissen [wollen]. (http://www.aphorismen.de/zitat/194409)

Panikmacherei war in kritischen Situationen aber in fast jedem Fall nur eine Verschlimmbesserung. Deshalb sollten wir

• kurzfristig Trigger (Auslöser möglicher Massenpsychosen) frühzeitig erkennen und möglichst ausschalten. Dazu zählen u.a. mögliche geplante Terroranschläge, gesellschaftlich relevante Gesundheitsrisiken (mein 1. Kommentar), destruktive Propaganda, Verschwörungstheorien aufgrund ungesicherter Fakten.

• Mittelfristig sollten wir das schützen, was die Lage stabilisiert. Wir sollten uns vorübergehend mit den Politikern solidarisieren, von denen wir den Eindruck haben, dass sie selbst die Lage stabilisieren wollen. Auf einem Schiff in Seenot greift man nicht den Kapitän an, solange es nicht offensichtlich ist, dass er es versenken will. Allerdings glaube ich nicht, dass Deutschland überhaupt schon AKUT in „Seenot“ ist.

• Langfristig sollten wir dann aber schon über ALTERNATIVEN nachdenken und den Verursachern von destruktiven Ungerechtigkeiten in der Welt den Kampf ansagen, indem wir am einfachsten bei jeder Wahl konsequent step by step das langfristig kleinste Übel wählen. Der simple Wahl-O-Mat kann dabei schon helfen, dieses zu erkennen. Alle sollten über das Beste für ihr Gemeinwesen nachdenken und nicht nur an ihren persönlichen Vorteil. Wir sollten schnellstens realisieren, dass unser eigentliches Gemeinwesen der Planet Erde ist, den es zu bewahren gilt!

@ „Marcel8211“: Ich lebe übrigens auch nicht in „Saus und Braus“ und bin auch kein Freund von Frau Merkel. Frau Merkel ist mir in der momentanen Krise aber allemal lieber als ewiggestrige Demagogen und Volksverhetzer! Ich weiß auch zwischen dem harten Kern von Rechts, der sich am liebsten „Onkel Adi“ zurückwünschen würde, und subjektiv ehrlich „besorgten Bürgern“ zu unterscheiden.
Beobachter70
15.09.2015, 17:25 Uhr
kein Vergleich mit 39-45
Die aktuelle Situation mit den Zuständen von 1939-45 zu vergleichen geht m.M.n. nicht. Damals gab es ein agressives, rassistisches und undemokratisches Regime. Die Situation heute ist komplett anders. Wir haben eine Demokratie, die in Grenzen auch extreme Meinungen aushalten muss, egal ob "links" oder "rechts".

Immer wieder wird vergessen, dass auch die nach heutiger Lesart "guten Linken" extremistische Wurmfortsätze hatten und noch immer haben, welche "Chaostage" veranstalten. Und auch die RAF hatte schließlich ihre Wurzeln in der linksextremen Szene, dass wollen wir mal nicht vergessen. Und was die abgezogen haben, ist noch eine ganz andere Hausnummer, als alles, was die "Nazis", "Glatzen" und sonstigen NPD-Fahnenschwenker von heute darstellen.

Ich will diese Idioten um Gottes Willen nicht rechtfertigen, ich distanziere mich absolut von diesen Knallköpfen, aber mit gleicher Entschiedenheit auch von der Antifa und den Gefühlsduseln der "Gegendemos", die nicht von heute auf morgen denken. Ich fand es angebracht, die Perspektive für all Jene, die hier "Nazideutschland 2.0" befürchten, geradezurücken.

Überhaupt k... mich diese ständige Einteilung in "links" oder "rechts" absolut an. Ich bin weder das Eine noch das Andere. Ich bin einfach ein Jemand, der Fragen hat, welche nicht beantwortet werden. Ich finde nirgendwo Informationen, die mich zufriedenstellen. Und "Mutti" schweigt. Diese Erklärungen hat m.M.n. aber die Regierung zu liefern. Hier im Forum, in der Zeitung, in den sonstigen "Leitmedien" gibt es nur Polemik, versuchte Meinungsbeeinflussung und Diffamierung. Wer jetzt schwachen Geistes ist, könnte auf die Parolen der linken oder rechten Meinungsmacher-Rattenfänger reinfallen.

Nicht die Flüchtlinge sind unser Problem, nicht die extremistischen Schreier beider Seiten auf den Demos. Unsere Regierung ist das Problem. Alles, was wir täglich erleben und was die Gesllschaft dermaßen in Wallung bringt, sind die Auswirkungen der Politik unserer Regierung, die nichts erklärt und alles dem Selbstlauf überlässt. Wer will es verdenken, wenn alle möglichen Intressengruppen jetzt versuchen ihr Ding zu machen, weil es keine Leitung gibt? Die absolute Ahnungslosigkeit dieser sogenannten Volksvertreter ist erschreckend, die sich um die Befindlichkeiten, Ängste und Sorgen der "kleinen Leute", die immerhin "das Volk" ausmachen, nicht scheren. Sie gefährden dadurch die soziale Gemeinschaft, den inneren Frieden und die Sicherheit.

Ich wünsche mir zur nächsten Wahl eine nie dagewesene hohe Wahlbeteiligung und als Ergebnis eine Regierung, welche wieder dem Volk dient und solches Chaos zu verhindern weiß. Die "Eier in der Hose hat" und sich in Bündnissen, z.B. NATO, oder in sonstigen Geheimabsprachen nicht von den USA an der Nase herumführen lässt (NSA-Affäre, war da noch was?). Ich möchte Politiker, welche die Wahrheit sagen, Prinzipien haben und den Schneid zurückzutreten, wenn sie versagen. Die uns nicht selbstherrlich nur als Stimmvieh sehen sowie ihre Wahlversprechen und ihren Amtseid nach Belieben brechen. Die Volksentscheide einführen und sich an deren Ergebis halten. Die es nicht als Schande empfinden, eine eigenständige deutsche Nation im Kreis der anderen europäischen Nationen zu repräsentieren. Ich weiß, ich träume. Aber das darf man ja wohl noch. Oder ist das auch schon vorbei?
Annett W.
15.09.2015, 18:10 Uhr
Sehr gut geschrieben!
Ich bin auf den nächsten Teil gespannt.

Zum Impfschutz:
Herr Joerg B., sie brauchen sich diesbezüglich wirklich keine Sorgen zu machen. In den Erstaufnahmeeinrichtungen werden die meisten Flüchtlinge untersucht und bekommen ihr Erstimpfung. Falls dies wegen verschiedener Gegebenheiten nicht stattgefunden hat, wird dies in den jeweiligen Kommunen in Angriff genommen bzw. fortgeführt. Bis sie hautengen Kontakt zu Flüchtlingen haben, sind die Untersuchungen und Behandlungen mit Sicherheit abgeschlossen.

Und nur mal so am Rande-die Impfpolitik ist ebenfalls ein großes Streitthema. Die Hälfte sagt, dadurch werden andere Krankheiten hervorgerufen. Die andere Hälfte ist der Meinung, dass durch Impfung viele Krankheiten verhindert werden können. Dies könnte ja mal wieder in den Medien thematisiert werden. Vielleicht lenken sie dann von der Flüchtlingspolitik ab.
Micha123
15.09.2015, 20:04 Uhr
@Beobachter70
ch kann Ihren Kommentar nur zustimmen.
"Links" und "Rechts" - sie führen jetzt ihren Kampf auf den Köpfen der Flüchtlinge.
Sind wir nicht alle im gleichen Boot?
Und es ist weder die Schuld der Linken, Rechten und vor allem der Flüchtlinge selbst, dass die Situation so ist.
Die Schuldigen sitzen u.a. in Berlin, Brüssel, Washington und in den Finanztürmen in dieser Welt.

Die Politik muss verändert werden!!! Das Schlimme ist aber - ich sehe keine vernünftige Alternative. Die muss sich schnell entwickeln. Die Forderungen von Pegida Dresden sind nicht verkehrt. Wer sich damit beschäftigt - sieht, dass es nicht nur um Flüchtlingspolitik geht, sondern auch um soziale Themen.
Natürlich sehen da nun einige "ROT". Gewiss laufen unter den Pegida Leuten auch "Klatzköpfe" rum. Aber wer weiß denn, gibt es nicht auch Menschen mit dieser Gesinnung in den Volksparteien? Man darf es nicht relativieren - wir sind eben alle in einen Boot.

Zum Thema "Wahl" - dadurch dass diese ganzen Themen jeden Bürger betreffen - es um unser Land und Europa geht, so sollte man eine Wahlpflicht einführen. Was ist daran so schlimm? Dieses Thema müsste auch Seitens der Medien mehr diskutiert werden. Aber ich denke, dass dies unseren jetzigen Politikern überhaupt nicht gefällt.

Der Wahlzeitraum müsste 4 Wochen betragen. Lokale müssten so jeden Tag geöffnet haben, damit jeder die Möglichkeit hat. Ich selbst mache schon zig Jahre Briefwahl und das ist ganz einfach.
Und wem es nicht gefällt, der kann seinen Stimmzettel ja ungültig machen!
Natürlich müsste es auch Strafen für Nichtwähler geben, welche nicht nur einfach 20,- Betragen... 3-stellige Summen wären angebracht.
Und sollte man verhindert sein durch Krankheit - so kann es ärztliche Nachweise geben. Wer im Urlaub ist - weiß dies vorher und kann schnell und unkompliziert Briefwahl machen.
Und Aufgrund des höheren Aufwandes - so müssten Bundes- und Landtagswahlen zur gleichen Zeit erfolgen.

Mit Sicherheit würde es das politische Bild verändern. Definitiv kann es so nicht weiter gehen. Flüchtlinge, Außenpolitik (Kriege), Handel, Soziales, Gesundheitswesen, Bildung - wir wissen doch alle wo die Probleme sind!

Natürlich dürfte es im Wahlkampf keine Nebelbomben geben, das Wahlprogramm ist gleich der Weg, welchen die Partei einschlägt. Abweichungen müssen sofort zur Neuwahl führen.

Und das oberste Gebot sollte immer sein - WAHRHEIT - Keine Manipulation durch Medien, einseitige Berichte, extreme Gruppierungen. Und den Leuten, denen das dann nicht gefällt hier im Land / Europa - die können gerne ihre Reise zur Auswanderung antreten.
murmeltier
15.09.2015, 20:34 Uhr
Macht der Bilder
Wenn über Flüchtlinge im Fernsehen berichtet wird, werden immer Kinder eingeblendet. Ich muss dann auch an Kinder in Afrika denken, die nichts zum Essen haben, oder an Familien in Bangladesch oder auch in ärmlichen Verhältnisse lebende Familien in Indien, überall auf der Welt gibt es Elend und Hunger. Was tun? Ich weiß es nicht, wie all diese Menschen geholfen werden kann. Die Würde des Menschen sollte überall unantastbar sein und überall müsste ein Leben in menschenwürdigen Verhältnissen möglich sein.

In diese Tagen musste ich an den Satz oder das Satzwerk von Günther Schabowski denken " das trifft...nach meiner Erkenntnis..ist das sofort, unverzüglich." Mit dieser Erläuterung zur neuen Reiseregelung löste Schabowski am 9.November den Mauerfall aus. Ein Satz. Der Satz von Frau Merkel, Dublin -Verfahren ausgesetzt:Syrien-Flüchtlinge dürfen in Deutschland bleiben. Durch diesen Satz haben sich wahrscheinlich die Flüchtlingsströme in Bewegung gesetzt und werden sich noch in Bewegung setzen. Was tun? Ich weiß es nicht.
emmdabbelju
15.09.2015, 21:46 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
Herr Taft
16.09.2015, 08:41 Uhr
aufwachen...
Es tut mir Leid, wenn ich hier einige Kommentatoren die Illusionen rauben muss, aber: Hoppla, die Welt ist nicht perfekt....und eine Regierung (egal welche) kann auch nicht in die Zukunft gucken.

Ich bin kein Merkel-Versteher, aber bei folgendem hat sie Recht:"Wenn wir jetzt anfangen, uns entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mehr mein Land." Und sinngemäß: nach den ausländerfeindlichen Ausschreitungen gehe es auch darum "ein bestimmtes, deutsches Gesicht zu zeigen"

Mit anderen Worten, die Brändeleger und Schreihälse haben mit ihrem Verhalten die Deutsche Hilfsbereitschaft nur noch mehr angestachelt. Respekt dafür, Frau Merkel.

gelesen hab ich das gestern bei n-tv.de (natürlich manipulierte Lügenpresse, wie alle andern auch, außer dem Kicker, dem yps-Heft und der Bild natürlich...*hahahahaha*)
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