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Mi, 08:24 Uhr
16.09.2015
Weiterbildung von Geringqualifizierten

Thüringen mit höchster Quote

In Thüringen nimmt fast jeder siebte Bürger mindestens einmal pro Jahr an einer Weiterbildung teil. Die Weiterbildungsquote entspricht genau dem bundesweiten Durchschnitt von 13,5 Prozent. Bei Personen ohne berufsqualifizierenden Abschluss ist die Teilnahme an Weiterbildung sogar weit überdurchschnittlich...

Grafik (Foto: Bertelsmann Stiftung) Grafik (Foto: Bertelsmann Stiftung)
Mit 8,5 Prozent erzielt Thüringen im Ländervergleich den höchsten Wert (Bund: 6,7 Prozent). Das sind die zentralen Ergebnisse des Deutschen Weiterbildungsatlas der Bertelsmann Stiftung. Auf Grundlage des jährlichen Mikrozensus stellt der Atlas die Weiterbildungsquoten für alle Bundesländer und erstmals auch für Raumordnungsregionen dar.

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Nur in Nordthüringen (9,4 Prozent) liegt die Weiterbildungsquote deutlich unter dem Durchschnitt. Doch schon die nachfolgende Region Ostthüringen (13,4 Prozent) entspricht fast dem bundesweiten Mittel. Deutlich darüber liegen Südthüringen (14,1 Prozent) und Mittelthüringen (15,6 Prozent).

In keinem anderen Bundesland ist die Weiterbildungsteilnahme bei Geringqualifizierten höher als in Thüringen. Die stärksten Regionen des Bundeslandes sind Mittelthüringen (10,1 Prozent) und Südthüringen (8,8 Prozent). Selbst die beiden thüringischen Regionen mit den niedrigsten Quoten liegen nur knapp unter dem Bundesdurchschnitt oder darüber. So verzeichnet Ostthüringen bei Geringqualifizierten eine Weiterbildungsquote von 8,2 Prozent und Nordthüringen von 6,6 Prozent. Doch auch wenn Thüringen hier im bundesweiten Vergleich gut abschneidet, liegen die Teilnahmequoten für Geringqualifizierte weit unter denen der Gesamtbevölkerung.

Der Deutsche Weiterbildungsatlas zeigt: Sowohl die Qualifikationen der Bevölkerung als auch die Wirtschaftskraft vor Ort wirken sich positiv auf die Weiterbildungsteilnahme aus. Inwieweit Regionen ihre strukturellen Voraussetzungen für Weiterbildung nutzen, gibt die Potenzialausschöpfung an. Dieser Wert vergleicht die tatsächliche Teilnahmequote vor Ort mit der Quote, die aufgrund regionaler Strukturdaten zu erwarten wäre.

Grafik (Foto: Bertelsmann Stiftung) Grafik (Foto: Bertelsmann Stiftung)
Thüringen weiß seine strukturellen Voraussetzungen gut für Weiterbildung zu nutzen. Die Potenzialausschöpfung für die Gesamtbevölkerung beträgt 104,6 Prozent. Die stärksten Regionen sind Südthüringen (110,5 Prozent), Ostthüringen (105,3 Prozent) und Mittelthüringen (101,3 Prozent). Nur Nordthüringen bleibt mit 83,4 Prozent hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Bei der Weiterbildung Geringqualifizierter beträgt die Potenzialausschöpfung 112,9 Prozent. Bis auf Nordthüringen (94,6 Prozent) liegen alle anderen Regionen wieder über 100 Prozent: Südthüringen verzeichnet 127,4 Prozent, Mittelthüringen 124,1 Prozent und Ostthüringen 114,9 Prozent.

Der Deutsche Weiterbildungsatlas untersucht die Weiterbildungsteilnahme sowie das Weiterbildungsangebot von Volkshochschulen und privatwirtschaftlichen sowie betrieblichen Angeboten in Deutschlands Bundesländern und den 96 Raumordnungsregionen. Eine Raumordnungsregion umfasst mehrere Kreise und kreisfreie Städte.

Auf Grundlage des Mikrozensus der Jahre 2007 bis 2012 errechneten Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) die regionalen Teilnahmequoten der Deutschen ab dem 25. Lebensjahr sowie von Geringqualifizierten im zentralen Erwerbsalter (25-54 Jahre). Für sieben Regionen führte das DIE in Kooperation mit der Freien Universität Berlin vertiefende Fallstudien durch.
Autor: red

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