Do, 12:12 Uhr
17.09.2015
Verbraucherzentrale warnt vor Vorschussbetrug
Keine Vorauszahlung leisten
Unseriöse Unternehmen, Versicherungen, Vertreter oder angeblich offizielle Institutionen verschicken Briefe mit Gewinnversprechungen oder Versicherungsprämien, die einem angeblich zustehen. Man müsse nur die Identität prüfen lassen und dazu eine Bearbeitungsgebühr bezahlen...
Das kommt immer wieder vor und ist eine massive Abzocke, sagt Ralf Reichertz, Referatsleiter für Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Thüringen.
Im konkreten Fall geht es um einen Brief von Finkelstein & Partner – Vereidigte Treuhänder aus Holland, die mit der namensgleichen Anwaltskanzlei in New York allerdings nichts zu tun hat. In diesem Schreiben wird eine Lebensversicherungsprämie eines verstorbenen Verwandten in Aussicht gestellt. Wir wenden uns heute an Sie, weil Ihr Name als Begünstigter in einer der Lebensversicherungen unseres verstorbenen Mandanten angegeben ist. (…) Es hat uns einige Mühe gekostet, Sie ausfindig zu machen, heißt es dort.
Dabei gibt es einige Anhaltspunkte dafür, dass es sich um einen Vorschussbetrug handelt. Es ist nur ein Postfach in Holland als Adresse angegeben, es gibt keine Kontaktdaten und auch keine Kontodaten, wohin man den Betrag überweisen soll, so Reichertz. Stattdessen soll man die eigenen Kontodaten an diese unseriöse Firma senden. Die 40 Euro, die als Bearbeitungsgebühr genannt sind, können Verbraucher bei dieser Vorgehensweise nicht zurückerhalten wenn sie eine Zahlung geleistet haben..
Wir raten in solchen Fällen keinesfalls private Daten anzugeben oder Unterschriften und Zahlungen zu leisten. Am besten reagiert man gar nicht auf solche Anfragen, sagt der Verbraucherrechtsexperte. Auch von der Gegenoffensive, dem sogenannten Scam Baiting, rät er ab. Dabei drehen die anvisierten Opfer den Spieß um und ködern den Betrüger selbst. Mögliche Folgen oder Gefahren sind hier nicht absehbar.
Eine persönliche Beratung zu Verbraucherrecht bietet die Verbraucherzentrale Thüringen an mehreren Standorten an. Terminvereinbarung unter 0361 555 14-0.
Autor: redDas kommt immer wieder vor und ist eine massive Abzocke, sagt Ralf Reichertz, Referatsleiter für Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Thüringen.
Im konkreten Fall geht es um einen Brief von Finkelstein & Partner – Vereidigte Treuhänder aus Holland, die mit der namensgleichen Anwaltskanzlei in New York allerdings nichts zu tun hat. In diesem Schreiben wird eine Lebensversicherungsprämie eines verstorbenen Verwandten in Aussicht gestellt. Wir wenden uns heute an Sie, weil Ihr Name als Begünstigter in einer der Lebensversicherungen unseres verstorbenen Mandanten angegeben ist. (…) Es hat uns einige Mühe gekostet, Sie ausfindig zu machen, heißt es dort.
Dabei gibt es einige Anhaltspunkte dafür, dass es sich um einen Vorschussbetrug handelt. Es ist nur ein Postfach in Holland als Adresse angegeben, es gibt keine Kontaktdaten und auch keine Kontodaten, wohin man den Betrag überweisen soll, so Reichertz. Stattdessen soll man die eigenen Kontodaten an diese unseriöse Firma senden. Die 40 Euro, die als Bearbeitungsgebühr genannt sind, können Verbraucher bei dieser Vorgehensweise nicht zurückerhalten wenn sie eine Zahlung geleistet haben..
Wir raten in solchen Fällen keinesfalls private Daten anzugeben oder Unterschriften und Zahlungen zu leisten. Am besten reagiert man gar nicht auf solche Anfragen, sagt der Verbraucherrechtsexperte. Auch von der Gegenoffensive, dem sogenannten Scam Baiting, rät er ab. Dabei drehen die anvisierten Opfer den Spieß um und ködern den Betrüger selbst. Mögliche Folgen oder Gefahren sind hier nicht absehbar.
Eine persönliche Beratung zu Verbraucherrecht bietet die Verbraucherzentrale Thüringen an mehreren Standorten an. Terminvereinbarung unter 0361 555 14-0.
