eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Fr, 14:38 Uhr
02.10.2015
Auf zur Demo am 10. Oktober in Berlin

TTIP ist Gefahr für soziale Einrichtungen

Das derzeit unter strengster Geheimhaltung ausgehandelte Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und Europa birgt auch für die soziale Landschaft Thüringens enorme Gefahren. Der PARITÄTISCHE Thüringen fürchtet eine Absenkung sozialer Standards auf das niedrigere US-Niveau und Gefahren für das engmaschige Netz des Rettungswesens im Freistaat...


Außerdem steht in den Verhandlungen offenbar auch die Gemeinnützigkeit zur Disposition. „Gemeinnützige Einrichtungen und Dienste sind vielen gewinnorientierten Anbietern ein Dorn im Auge“, sagt Stefan Werner, der stellvertretende Direktor der PARITÄTISCHEN BuntStiftung.

Anzeige symplr (1)
Die Gefahren, die durch TTIP für den sozialen Bereich drohen, sind öffentlich bislang kaum diskutiert worden. „Aber sie betreffen fast jede Einrichtung, vom Kindergarten bis zum Pflegeheim, von der Essensversorgung bis zum Bildungsangebot freier gemeinnütziger Träger“, so Werner.

Das ist auch der Grund, warum sich der PARITÄTISCHE Thüringen an den bundesweiten Protesten am kommenden Wochenende in Berlin beteiligt. Dazu hat sich ein breites Aktionsbündnis zusammengefunden, das von Gewerkschaften über Kirchen bis hin zu Umweltschutzorganisationen und Sozialverbänden wie dem PARITÄTISCHEN reicht. Am 10. Oktober wollen die Bündnispartner in Berlin ihre Sorgen und Ängste beim Thema TTIP auf die Straße tragen.

So ist nach dem, was bisher aus den Verhandlungen durchsickerte, keineswegs gesichert, dass gemeinnützige Angebote, wie sie etwa Kindergärten, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Bildungs- und Beratungsdienste der Wohlfahrtsverbände anbieten, ausreichend geschützt werden.

Das bisher sehr engmaschige Netz des Rettungsdienstes könnte durch eine Liberalisierung von Vergaberegelungen große Löcher bekommen. Gewinnorientierte Anbieter würden sich dann auf besonders lukrative Regionen konzentrieren, während die Versorgung in ländlichen Regionen nur noch schwierig gesichert werden könnte oder deutlich teurer würde.

Weitere Gefahren drohen auch dem Bildungsbereich. Denn der ist zu großen Teilen in staatlicher Trägerschaft oder staatlich finanziert. Die Unterstützung von Essen beispielsweise in Schulen und Kindergärten könnte durch das Abkommen ebenso gekippt werden wie geförderte und damit günstigere und preiswerte Studierendenunterkünfte. Auch gemeinnützige Träger, die Weiterbildungen anbieten, könnten als nicht nach der Profitlogik arbeitende Organisationen in ihrer Arbeit beeinträchtigt werden.

„Wir müssen auf diese Gefahren jetzt aufmerksam machen und unseren Protest anmelden, damit wir nicht eines Tages vor vollendeten Tatsachen stehen. Die Daseinsvorsorge darf nicht der Gewinnmaximierung preisgegeben werden“, so Stefan Werner.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
H.Buntfuß
02.10.2015, 17:39 Uhr
TTIP....
ist eine Schande für die Regierenden in ganz Europa. Es ist nun leider einmal so das die Damen und Herren aus der Politik in diesem Punkt überhaupt nichts zu sagen haben. Hier bestimmt nur einer und das sind in meinen Augen die koruppten Wirtschaftsbosse.

Das zeigt doch VW sehr deutlich, die Regierung hat lange bescheid gewußt über die Machenschaften von VW und hat den Mund gehalten, frage ist doch warum? Waren oder sind sie in den Skandal verwickelt? nur um den Bürgern den Anschein zu geben, die Wirtschaft blüht, traue ich der Politik alles zu.
Eckenblitz
02.10.2015, 18:10 Uhr
Hoffentlich?????
ich hoffe nur, dass die leute auch verstehen, um was es bei ttip, ceta und tisa überhaupt geht? die ganzen abkommen haben nur einen zweck , europa soll den amerikanern untertan gemacht werden, oder wie soll man das katzbuckeln der kanzlerin verstehen?
henry12
02.10.2015, 23:25 Uhr
TTIP, CETA & TISA
Also wenn wir das liberale Waffenrecht von den USA dadurch bekommen, wäre doch alles gut.
Micha123
03.10.2015, 03:27 Uhr
@H.Buntfuß
Natürlich war das mit VW bekannt..
Und ist Ihnen etwas aufgefallen? Man holt solche Dinge genau dann aus der "Schublade", wenn man dadurch von anderen Nachrichten "ablenken" kann (z.B. Flüchtlingskrise).
----1
03.10.2015, 09:56 Uhr
ins Verderben!
Ins Verderben dahin wird uns das alles noch führen.
Wert wird da auf nichts gelegt nur auf eins der Lobby und den Kapitalismus genug Plattform zu geben damit Sie noch mehr Einfluss bekommen.

Unsere Regierung das Marionetten Konzert der Wirtschaft aber naja auch untereinander wird jeder Gärtner zu Bock gemacht Ämter hin und her geschoben da hilft nur eins Regierung bei der nächsten Wahl bestrafen anders geht es nicht und dann Wählt man ebend mal was anderes noch schlimmer geht es langsam nicht mehr.

Und Frau Merkel die In meinen Augen noch nie etwas gescheites gebracht hat noch nieeeeeeeee muss mal die Realität zurück bekommen so etwas Blaueugiges nein nein.
Diese Regierung wird noch unser weg in völlige Armut auch bald werden es die Spüren die sich immer in Sicherheit gefühlt haben.

Mal sehen welches Land uns dann Unterstützt.
Niemand meine Damen und Herren.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)