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Do, 00:28 Uhr
15.10.2015
Asylpolitik

Zur Flüchtlingsproblematik bei Jugendlichen

Im Jugendhilfeausschuss ging es gestern u.a. auch um die Flüchtlingsproblematik bei Jugendlichen. Dabei gab Landrätin Hochwind einen kurzen Überblick über die Flüchtlingssituation…

Zuerst kritisierte sie, dass in der öffentlichen Diskussion und besonders in den sozialen Netzwerken bei der Lage der Flüchtlingsproblematik oft suggeriert werde, man würde alles nur für die Flüchtlinge tun und besonders die eigenen Kinder und Jugendlichen würden zu kurz kommen.

Landrätin Antje Hochwind (SPD) stellte aber klar, dass unabhängig von der Flüchtlingsproblematik die im Kyffhäuserkreis laufenden Projekte der Kinder- und Jugendarbeit, teilweise im Tagesordnungspunkt vorher erläutertet (Wichtige Projekte der Jugendarbeit) ohne finanzielle Abstriche weiter geführt werden.


Zur Flüchtlingsproblematik sagte sie, es gäbe noch keine Anzeichen für ein abschwellen des Flüchtlingsstroms, ohne Zahlen zu nennen. Noch werde man die Flüchtlinge unterbringen, die dem Kyffhäuserkreis zugewiesen werden. Besonders lobte sie die Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern. Trotz des Angebots brauche man 1 – 2 Wochen, ehe Wohnungen hergerichtet sind. Hinsichtlich der zentralen Unterkünfte sei man bestrebt, die Gemeinden nicht zu überfordern.

Konkreter wurde es zur Thematik minderjährige unbegleitete Flüchtlinge. Statt im Januar werden die ersten Jugendlichen bereits im November kommen, so Hochwind.

Bei einer Jugendleitertagung in Erfurt wurde informiert, dass rund 1.000 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge der Freistaat Thüringen aufnehmen müsse, die zuerst in sechs Zentren erfasst werden, u.a. auch in Nordhausen. Von dort werden sie nach dem „Königsbergerschlüssel“ auf die Landkreis verteilt.

Für den Kyffhäuserkreis werden es 36 Jugendliche sein, die vom Jugendamt zu betreuen sein werden, die im Alter von 13 bis 18 Jahre liegen. Vorgesehen ist die Unterbringung in

- Artern 12 bis 14
- Sondershausen / Berka 10 bis 12
- Bad Frankenhausen 10
Jugendliche.

Der Freistaat Thüringen hat 5,6 Millionen Euro zur Finanzierung in den Haushalt eingestellt, die dann auf die Landkreis für die Betreuung umgelegt werden. Wir werden keinen zusätzlichen Mittel des Kreises einsetzen müssen, so Jugend- und Sozialamtsleiterin Sabine Bräunicke.
Autor: khh

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Kommentare
Schwarzviertler
16.10.2015, 09:58 Uhr
Wer suggeriert hier wem was..?
Sollte es wirklich so sein das nächstes Jahr im Thüringer Haushalt 5,6 M€ für diese Kostenstelle bereitgestellt werden, ist dieser Bereich offensichtlich unterfinanziert.
Die Rechnung kann so nicht stimmen, 1000 Flüchtlingskinder mal 365 Tag durch 5600 000 € würde einem Tagessatz von 15,35 € entsprechen. Mehr muß man dazu nicht sagen. Wer mit nicht belastbaren Zahlen der Bevölkerung suggeriert alles im Griff zu haben, mach die Sache doch nur schlimmer.
Die Heimerziehung wäre dann doch auch ein klassisches Beispiel dafür, daß die sog. Flüchtlingskrise dafür benutzt wird, damit langjährig erkämpfte Standards im Sozialen Bereich wieder aufgeweicht werden können.
Ich verwehre mich übrigens, auch dagegen Bedürftige gegeneinander auszuspielen, aber ein bisschen mehr Ehrlichkeit würde der Debatte gut tun und könnte vielleicht auch dazu beitragen mehr Verständnis in der Mitte der Bevölkerung zu erzeugen...
henyklein
16.10.2015, 12:34 Uhr
15 Euro pro Tag sind 750 Euro im Monat
und ohne in die falsche Ecke zu geraten: es wäre schön, wenn auch einheimische Kinder finanzielle Möglichkeiten in dieser Größenordnung bekommen würden. (Hartz4: 300 Euro + anteilige Kosten der Unterkunft und Heizung 150 Euro + Teilhabe 100 Euro). Oder anders gefragt: darf man davon ausgehen, dass die Milchmädchendifferenz in der Betreuungsindustrie "landet"?

Und um es klar zu stellen: von mir aus darf die ganze Welt in der ganzen Welt ihr Glück suchen. Auch in Deutschland. Refugees welcome!
Joerg Esser
16.10.2015, 16:30 Uhr
Seltsame Rechnung
Selbst, wenn ich 31 Tage mal 15€ rechne, komme ich auf "nur" 465 €. Wie viele Tage hat ihr Monat? 50?
Mueller13
16.10.2015, 23:05 Uhr
generell unglaubwürdig
15 Euro pro Tag sind total unglaubwürdig.

Oder kann mir jemand erzählen, warum Stuttgart mit dem 30fachen rechnet? = 287Eu/Tag

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.unbegleitete-minderjaehrige-fluechtlinge-stadt-rechnet-mit-450-jungen-fluechtlingen.6fa0d031-5462-49f5-af69-dcc584f4ecd8.html

Im übrigen würden die 35 Knaben dem Kyffhäuserkreis nach der Stuttgarter Rechnung 3,66Mio kosten - oder auch mehr als 50% dessen, was ganz Thüringen für 1000 Kinder vorgesehen hat...
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