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Di, 22:50 Uhr
10.11.2015
Neues aus Sondershausen

Klimawandel ohne Interesse?

Zumindest trifft das auf die Bürger von Sondershausen zu? Diese Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. zum Klimawandel war vom Besuch her nicht der Renner

Zu Beginn des Vortrags und der Gesprächsrunde mit Osama Mustafa konnte man sich mit Handschlag begrüßen. Die Zahl der Besucher war fast so groß, wie die der Veranstalter.

Klimawandel ohne Interesse? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Klimawandel ohne Interesse? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Auf der Aufnahme zählen leider nur sechs der "Köpfe" zu richtigen Besuchern, zu denen sich zwei noch später hinzu gesellten. Klimawandel ist wohl nicht das Ding für die Sondershäuser. Wenn kn gehässig ist, und an das leider oft fehlende Umweltbewusstsein bei den Müllmengen an Wander- und Spazierwege zurückblickt, eigentlich nicht verwunderlich.

Eigentlich sollte es darum gehen: Das Klima der Welt ändert sich aufgrund der Treibhausgase die wir Menschen in die Atmosphäre bringen - so hört und liest man es seit einigen Jahren immer wieder in den Medien. In unserer menschengemachten Umgebung ist der Klimawandel jedoch nur selten offensichtlich. In anderen Teilen der Welt sind die Zeichen der globalen Veränderungen oftmals deutlicher zu erkennen. Selbst in den unbewohnten Weiten der Antarktis sind sie sicht- und spürbar.

Osama Mustafa vom Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz verbrachte bereits sechs mehrmonatige Forschungsaufenthalte auf dem Südkontinent. Er berichtete über seine Arbeit mit Pinguinen und darüber welchen Einfluss der Klimawandel auf diesen scheinbar vom Menschen so unberührten Teil der Welt hat. An Osama Mustafa und seinem Vortrag lag es nicht, denn der hätte einen wesentlich besseren Besuch verdient.
Klimawandel ohne Interesse? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Klimawandel ohne Interesse? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Klimawandel ohne Interesse? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Diese Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. und des Netzwerkes „Region 2050“ und „Engagierte Stadt Sondershausen“ zum Klimawandel erreichte mit Sicherheit nicht dass, was man wollte, in Vorbereitung auf den nächsten Klimagipfel im Dezember 2015 in Paris eine öffentlichen Diskussion führen. Angekündigt war, es sollen in den nächsten Wochen hierzu vielfältige Veranstaltungen angeboten werden. Ob das sich lohnt, muss bezweifelt werden.
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