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Do, 15:37 Uhr
07.01.2016
Neues aus Bad Frankenhausen

Achtung vor dem großen Dicken

Nein, es geht nicht um einen Bundeskanzler a. D sondern um den Hausmannsturm in Bad Frankenhausen. Hier eine Stellungnahme von den Stadtratsmitgliedern Silvana Schäffer & Henry Hunger, die sich Sorgen um die Zukunft des "Dicken" machen...

Wachend erhebt er sich über die Kurstadt und entwickelt sich mit der fortschreitenden Realisierung des 4.BA Kurpark zum Besuchermagneten. Einheimische und Touristen sind zufrieden und begeistert von der Gestaltung des Hanges.
Das hört man sehr gern als Mitglied im Stadtrat. Selten genug wird man als solcher für seine Beschlüsse gelobt.

Achtung vor dem großen Dicken (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Achtung vor dem großen Dicken (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Doch nun, als sich Stadtrat, Verwaltung und die Mitglieder des ADAC Motorsportclubs auf der Zielgeraden glaubten. Als die Vereinsmitglieder, ohne deren jahrzehntelange Arbeit und Pflege der Turm bei weitem in keinem solch guten Zustand wäre, jetzt, als alle hofften, ihn bald wieder nutzen zu können, da kommt das wahrlich dicke Ende.

Wasserschäden in 16 m Höhe, die über mehrere Jahrzehnte das Mauerwerk bröckelig machten und einen weitaus höheren Bau- und Finanzierungsbedarf erfordern als geplant. Mindestens weitere 2 Millionen Euro wird die Sicherung kosten.

Wer bei der Sanierung historischer Gemäuer keine Unwägbarkeiten erwartet und einkalkuliert ist ein Illusionist. Doch dass es so schlimm werden würde, war wahrlich nicht vorher zu sehen.

Nun ist es also wieder an den Stadträten und am Bürgermeister, sich zu unserem Hausmannsturm zu bekennen, Achtung zu zeigen vor der Geschichte des Turmes, die so eng mit der Geschichte der Stadt verknüpft ist. Achtung, vor der Arbeit des Vereins, dem es zu verdanken ist, dass der Turm heut überhaupt noch so steht, wie er steht und wachsam sich über die Kurstadt erhebt.

Mit jährlich 200.000€ im städtischen Haushalt über die nächsten 5 Jahre wird die Fertigstellung nicht in dem Umfang erfolgen können, wie es notwendig wäre, um den Turm wieder voll umfänglich nutz- und begehbar machen zu können. Jetzt ist es also Aufgabe von Stadtrat und Verwaltung, Ideen zu entwickeln, weitere Förderquellen zu erschließen und, wie bereits vorgeschlagen, den Turm in größerem Umfang und in größeren Abschnitten zu sanieren.

Die Verzögerung der Fertigstellung schließt jedoch keinesfalls aus, dass sich parallel eine Planungsgruppe zusammenfindet, die gemeinsam mit den Mitgliedern des Motorsportclubs über die weitere Nutzung des Turmes berät, damit der Hausmannsturm dann, wenn im Jahr 2021 der Turm gesichert und der Hang den Blick zum Sole-Wasser-Vitalpark frei gibt, wieder voll umfänglich nutzbar ist.

Silvana Schäffer & Henry Hunger

Foto: kn Archiv
Autor: khh

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