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Di, 07:27 Uhr
26.01.2016
Kommunalpolitik aktuell

Heftiger Streit wegen der Brenntage

Bei der gestrigen Einwohnerversammlung in Sondershausen (Jecha/Borntal) wurde heftig über den Verbot der Brenntage durch die Rot-Rot-Grüne Regierung Thüringens diskutiert…

Als Bauamtsleiter Manfred Kucksch auf das Verbot des Abbrennens von Baum- und Strauchschnitt ab dem 1. Januar 2016 hinwies, kam es zu heftigen Protestbekundungen. Eine ganze Reihe Bürger hatten entschiedene Meinungen gegen dieses Verbot. Interessant in diesem Zusammenhang, es gab in der Runde nicht einen Befürworter des Verbots, oder traute sich das gestern keiner zu zugeben, als er die Protestwelle erlebte.

Auch Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) musste sich seiner Haut erwehren, da sich die Proteste auch gegen ihn errichteten. Kreyer machte klar, dass es genügend Schreiben der Stadt Sondershausen an die Landesregierung gab, um die Abschaffung der Brenntag zu verhindern. Da arbeitete man eng mit dem Landkreis zusammen, der ebenfalls massiv gegen die Abschaffung der Brenntag protestierte.

Sicher gab es leider auch den einen oder anderen Fall, dass unbelehrbare Bürger immer wieder nasse Abfälle verbrannt haben, und zu die Brenntage in Verruf gebracht haben, so Kreyer. Mit dem Vergleich, ein Stück Kacke kann einen ganzen Bottich Honig ungenießbar machen, hatte er so manchen wieder überzeugt.

Der Protest richtete sich aber nicht nur gegen die Abschaffung der Brenntag, sondern auch gegen die nun kostenpflichtige Beseitigung des Baum- und Strauchschnitts durch die Abfallentsorgung

Bürger Wolfgang D. richtete den Vorwurf gegen die Grünen, sie wollen sich mit dem Thema Verbot der Brenntage sich nur profilieren. Ein wirklicher Nutzen für die Umwelt entsteht nicht.

Auch Kreyer wies auf den Widerspruch hin, egal ob der Baumschnitt verbrannt wird, oder durch Kompostierung verrottet, es entsteht in beiden Fällen die gleich Menge Kohlendioxid. Die Natur lässt sich nicht austricksen.

Einig war man sich, es besteht jetzt schon ein „Mülltourismus“, dass Abfälle mal so in den Wald gekippt werden. Es ist zu erwarten, dass das zunimmt.
Ein „beliebter“ Platz zum Abladen ist leider die Waldkante an der Zufahrt zur ehemaligen Muni. Darüber berichtete kn bereits früher öfter.
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