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Sa, 00:59 Uhr
06.02.2016
kn-Forum

Wer betrügt hier eigentlich wen?

Mein Treppenhaus hat aus beleuchtungstechnischer Sicht ja nun schon alles mit gemacht, so ein Leser. Es geht um Leuchten…


Früher standen da vermutlich Kerzenstumpen auf einem Tellerchen, dann elektrisches Licht- die Glühlampen 40W, die Halogenlampen 30W, die Energiesparlampen haben nicht rein gepasst, dann endlich die Krönung- die LED Lampen. Mit 7W. Ich konnte nicht widerstehen. 470Lm und 5 Jahre Garantie, für 2,20€ das Stück. Also alles ausgepackt, Kassenzettel kopiert, Verpackungen aufbewahrt und los gings.

Über dem Zählerschrank wartet ein Batterielämpchen (LED) mit Bewegungsmelder und Dämmerungssensor auf den Blackout. Es ging sonst nur an, wenn ich zu faul oder zu geizig war, das Treppenlicht ein zu schalten.

Nach dem Austausch der Leuchten jedoch, reichte die Helligkeit der LEDs nicht mehr aus, um das Einschalten des Schranklichts zu verhindern.
Alle Hersteller versprachen gleich hell wie die Glühlampe zu sein! Wer hat nun gelogen? Wer hat es erst verboten, dann erlaubt…?

Nein ich fahre keinen neuen VW Diesel! Parallelen sind rein zufällig;-)
Jetzt fehlt nur noch das die LED Lampen aus dem fernen Chinesien und der schönen Verpackung aus dem nahen benachbarten Bundesland nach einem Jahr ihren Geist aufgeben. Dann heißt es, alles wieder rückgängig machen und Zeit und Sprit vergurken;-(

Eine Win-Win Situation. Alle gewinnen, das Energiesparministerium, die Hersteller, die Transportunternehmen, die Umverpackkünstler und der Händler aus einem Nord-Ost Thüringer Schnäppschen Markt.
Natürlich auch ich!
Was hätte ich sonst mit meiner Zeit anstellen sollen.
Klaus Siminoff
Autor: khh

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Micha123
06.02.2016, 04:12 Uhr
LED Licht - mehr Schein als Sein?
Immerhin haben Sie reichlich an Erfahrung gewonnen… . Da tun die 2,20€ nicht so weh.

Beleuchtungsmittel und Leuchten ist so ein Thema für sich – es gibt ein riesiges Angebot. Durch das Glühlampenverbot und durch den Energiesparwahn hat es so gut wie jeden Bürger beschäftigt. Natürlich – weil man echt Geld sparen kann.
Ich erinnere mich noch an den Beginn dieser Welle. Da standen die Energiesparlampen mit dem Leuchtstoffröhrenprinzip im Vordergrund.
Globige Leuchtmittel, lange Einschaltzeit – bis die volle Helligkeit erreicht war. Abgesehen davon sind diese Leuchten durch den Quecksilbergehalt hoch umweltschädlich. In einem Treppenhaus ist man da unter Umständen schon wieder durchgelaufen… bis es richtig hell war.

Ich hatte im Treppenhaus einen 3-flammigen Fluter mit 3 x 40 Watt Halogenleuchten.
Bereits als die ersten SMD (surface-mount device = oberflächenmontiertes Bauelement) LED Leuchten für den Haushalt auf den Markt kamen – vor ca. 10 Jahren habe ich umgestellt und dort passende 9 Watt LED Leuchten verbaut. Der Effekt – die Leuchtstärke war nur minimal geringer. Bewusst habe ich auf einen Markenhersteller gesetzt. Ein Leuchtmittel kam damals 25 Euro!
Viel Geld.. aber es hat sich bezahlt gemacht und sie funktionieren noch heute. Der heutige Preis beläuft sich da auf etwa 10 Euro für ein Leuchtmittel.

Heute sehe ich oft in diversen Prospekten von Schnäppchenmärkten gerade diese billigen Preise.
2,20€ für eine LED. So etwas kauft man nicht und es müsste verboten werden. Hier werden Ressourcen absolut verschwendet und der Kunde ist der Dumme.
470 Lumen entspricht eigentlich einer 40 Watt Glühlampe. Also müssten Sie das gleiche Licht haben. Aber hier wurden Sie schon getäuscht. Es handelt sich dann vielleicht um 200 Lumen.

Letztens war ich bei einem Bekannten.. der hatte auch im Treppenhaus neue, billige LED Leuchtmittel eingesetzt. Voller Stolz berichtete er über den Preis und die Ersparnis. Ich sagte ihm das Gleiche. Mein Feuerzeug oder mein Handy waren heller als sein neues Licht. Im Vergleich - seinen 15 Jahre alten Kühlschrank will er nicht erneuern.. der geht ja noch… .

Vertrauen Sie bei den LEDs den großen Markenherstellern (2 - 3 Hersteller)!!!
Im Internet gibt es genügen Informationen. Vor allem auch Beispielbilder.

Vielleicht sollte der Kunde die komplette Lampe tauschen. LED Leuchtmittel in Glühlampenform mit E27 oder E14 Gewinde haben nicht die Strahlungsstärke wie eine Glühlampe. Besser sind da LED Strahler zum Beispiel mit GU10 Sockel (230Volt).
Darauf 2 ausrichtbare 4 oder 5 Watt LEDs und es reicht sicherlich aus. Sie haben vernünftiges Licht und zahlen nicht mehr wie 30 Euro.

Bei der Preisklasse um die 150 Euro gibt es auch gute, komplette Lampen, welche mit fest verbauten SMD LEDs bestückt sind und die einen Bewegungsmelder haben. Für das Treppenhaus bestimmt nicht verkehrt, da sie vor allem sofort die volle Leuchtkraft haben. Etwa um die 20 Watt Verbrauch und fast 2.000 Lumen! Das ist schon eine Ansage und kein Funsellicht.

Da wir uns ja in diesen Energiesparzeitalter befinden – was absolut verständlich ist, so sollten vor allem unsere Politiker einmal richtig nachdenken.. was sie leider nicht können. Da werden Milliarden für neue Energietrassen ausgegeben oder Windkraft.
Vor allem die Offshore-Windparks finde ich suspekt. Jedes Windrad hat noch eine Notstromversorgung mit Diesel, welche dafür sorgt, dass sich der Rotor dreht, wenn kein Wind geht. Durch die salzige Seeluft kann es nämlich an den empfindlichen Generatoren schnell zu Oxidationen kommen. Abgesehen davon sind die Auswirkungen für die Natur auch in ständiger Kritik!

Wäre es nicht besser gewesen, wenn man richtig die Privathaushalte fördert… mit einigen Hundert Euro für die Umstellung auf LED Licht? Dazu öffentliche Straßenbeleuchtungen umstellen auf LED. Und natürlich die Forschung fördern. So könnte man schnell einige Atomkraftwerke abstellen.

Und immer daran denken – im Haushalt gibt es nicht nur Licht… Haushaltsgroßgeräte (Kühlschrank, Spüler, Waschmaschine, Herd) sind die größten Stromfresser. Ein Austausch macht sich hier schnell bezahlt – die Amortisierung macht dauert nicht lange. Ebenso alte Umwälzpumpen, Geräte im Stand-by, Ladegeräte (obwohl man das Handy gar nicht ladet) ziehen immer viel Strom und dort kann man was machen.
Hat man da dann schon gespart, so kann man sich auch eine etwas teure LED Lampe leisten bzw. in diese investieren.

Aber das Drama an der Sache ist… hat man dann seinen jährlichen Energiebedarf gesenkt, spart vielleicht 150 Euro – so erhöht der Energieversorger dann wieder seine Preise… . Begründung – man mache dies ja wegen der Energiewende (und nicht wegen der Bereicherung einiger weniger).
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