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Fr, 10:35 Uhr
12.02.2016

Sehr seltsames Marketing des Tourismusverbandes

Seit einiger Zeit existiert ja ein neues Gastgeberverzeichnis für die Region, dass vom neuen Tourismusverband Südharz-Kyffhäuser herausgegeben wird. Die Vorgehensweise mutet der Verbreitung etwas altertümlich an. Hier die Einzelheiten...

Normal ist eigentlich, wenn so ein neugegründeter Tourismusverband sein erstes größeres Werk herausgibt (Gastgeberverzeichnis 2016), dass man möglichst breit an die Öffentlichkeit geht. Der beste Schritt ist eigentlich, das Werk in einer Pressekonferenz den verschiedenen Medien zu präsentieren.

Im Tourismusverband Südharz-Kyffhäuser geht man andere Wege. Da wurde das Verzeichnis als Broschüre mal schnell an die verschiedenen Touristinfos verteilt und dort kann man es sich abholen, wenn man es zufällig erfahren hat.

Selbst auf dem eigenen "Sprachrohr" des Tourismusverbandes, dem Auftritt bei Facebook (https://www.facebook.com/suedharzkyffhaeuser/) hat man es nicht mal für notwendig erachtet, auf das Erscheinen hinzuweisen (es wurde allerdings auch nicht "Ewigkeiten" zurück gecrollt um eventuell einen Termin zu finden). Ein eigenständiges Webportal soll erst Mitte März präsentiert werden, nach über ein Jahr bestehen.

Auch auf den Seiten von
http://www.nordhausen.de/news/news_kurz.php
http://www.landratsamt-nordhausen.de/tourismusverband.html
http://www.sondershausen.de/de/
http://www.kyffhaeuser.de/kyf/index.php
wurden einige Seiten durchforstet, ohne Ergebnis.

Einzig auf der Seite http://www.kyffhaeuser-tourismus.de/ wird man fündig, dass es ein neues Gastgeberverzeichnis 2016 gibt. Dort gibt es einen Button:
Sehr seltsames Marketing des Tourismusverbandes (Foto: Privat) Sehr seltsames Marketing des Tourismusverbandes (Foto: Privat)


Wer den anklickt, da öffnet sich sein E-Mail-Programm und man kann sich ein Exemplar der Broschüre zuschicken lassen. Was natürlich für den Verband mit zusätzlichen Portokosten verbunden ist. Man scheint ja viel Geld zu haben. Denn wer sich per E-Mail meldet, kann auch gleich eine pdf-Datei runter laden.

Warum man nicht gleich eine weboptimierte pdf-Datei ins Netz stellt, bleibt schleierhaft.
Um ganz ehrlich zu sein, aktives Marketing sieht anders aus.

Info am Rande: Das Gastgeberverzeichnis 2016 kommt recht spät. Viele in Arbeit stehende Leute haben bereits ihre Urlaubsziele für 2016 gebucht.
Autor: khh

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Kommentare
sputnik
12.02.2016, 11:38 Uhr
Tourismusverband im Dornröschenschlaf?
Klasse, nach einem Jahr endlich eine Broschüre, aber keiner weiß es. Vielleicht ist es hier wie bei Dornröschen, es hat sich hier nur immer noch kein Prinz gefunden, der es "endlich" wach küssen will?! Wer weiß, wer weiß.
RaWu
12.02.2016, 12:35 Uhr
Wer war da nochmal der Vorsitzende?
Dann schauen wir mal nach (zweiter Link) und...
tataaaaa: Rieses LR!
upps.
Sonst gibt es doch bei jedem Pups ein Foto und Presseartikel. Eigenartig.
henyklein
12.02.2016, 13:28 Uhr
Übernachtungen sind nur EIN Teil
Übernachtungen sind nur EIN Teil der Tourismusvermarktung. Zunächst wäre es gut, wenn ein Region auch irgendwie INTERESSANT wäre, vielleicht sogar etwas Besonders zu bieten hätte. Von all dem kann ich allerdings in meiner Heimat - ich bin sozusagen Wanderer zwischen den Kyffhäuser- und Nordhausen-Welten) nicht viel sehen. Daran ändert auch eine Broschüre über Pensionen und Hotels nix.

Henry
Dr.Marcus Schade
12.02.2016, 14:16 Uhr
Zur Sinnhaftigkeit von Broschüren
Mit Broschüren läuft das so, die Setz- und Druckkosten werden von den aufgelisteten Tourismusunternehmen sowie durch Werbeanzeigen anderer Anbieter finanziert. Die werden dann auf Messen, in Tourismusinformationen, Gemeindeverwaltungen und bei Dienstleistungsanbietern ausgelegt sowie stolz den Annoncierenden präsentiert. Diese Art der Vermarktung hat nur einen geringen Erfolg. Das ist der unterste Level einen Tourismusverband zu legitimieren. Es wäre sinnvoller die angestrebten Präsentation in Onlineformaten für Smartphone, Tablet etc. oder downloadfähig zu präsentieren . Wer lässt sich den heute noch ein Prospekt zu schicken? Die meisten Broschüren landen doch im Papiermüll.
Paulinchen
12.02.2016, 15:22 Uhr
Zum Tourismus gehören auch „Magnete“
Ich hatte dazu schon einmal geschrieben, dass man nur mit Museen keine Gäste hinter dem berühmten Ofen hervor bekommt. Und leider ist unsere Region ein riesiges Museum.

Was aber suchen Familien mit Kindern? Wo könnte man zum Beispiel mal Minigolf spielen, sich in einem der Zeit angemessenen Freibad tummeln, in einem Hochseilpark klettern, wo ist die nächste Go-Cartbahn, auf der für die Kinder, kleine E- Autos fahren, wo sie auch einen Parcours mit einem Verkehrsgarten vorfinden. Sie könnten hier zum Beispiel ihren Kinderführerschein machen. Haben wir irgendwo in und um der Stadt Nordhausen eine Schachspielanlage (Freianlage) oder ein Bauspielhaus (als Schlechtwettervariante)???????
Mit gaaaaanz viel Phantasie ließe sich im Gehege vielleicht auch eine Sommerrodelbahn errichten. (Oh jeh – bloß nicht, dann kommen wirklich noch Touristen zu uns und lassen ihr Geld hier!) Es könnten ja eventuell auch Arbeitsplätze dabei entstehen.

Ach – das hatte ich vergessen. Wir haben ja den Stadtpark, wo für Kinder nur ein paar Tiere laufen, das sollte doch wohl reichen. Und da wäre ja noch das Naherholungszentrum Gehege. Mit viel Gastronomie und Freiluftunterhaltung durch das Stadttheater für unsere Gäste. (Hoffentlich findet das keiner, es ist ja eher eine Blamage für die Stadt als ein Magnet. Aber solche Magneten können ja wohl auch abstoßen oder?)

Ja, so ist es halt im Leben, nur mit Worten und Papier bleibt noch lange kein Besucher hier!
Gehard Gösebrecht
12.02.2016, 17:02 Uhr
Sie Verlangen ja unmögliches
Wo soll denn das Geld herkommen? Jetzt wird mit Steuergeldern die Welt verarztet. Und mit ein bisschen Glück sind Ihre Kinder @Paulinchen dann schon groß und die brauchen dann diese Dinge nicht mehr. Aussitzen heißt die Devise. Jetzt gibt es erst einmal nichts zu verteilen. Später gibt es dann nicht nur nichts, sondern gar nichts. Schließlich bekommen viele Staaten von Deutschland Entschädigungszahlungen, denn wir haben viel Schuld auf uns geladen. Ermittlungsverfahren dauern mittlerweile über siebzig Jahre an. Da ist so mancher Staatsnwalt an Altersschwäche gestorben und die Akten müssen vom altdeutscher Schrift in die heutige übersetzt werden.
Schlaubert
12.02.2016, 17:05 Uhr
@Paulinchen
Wer soll das den deiner Meinung nach alles rrichten bezahlen und bewirtschaften ??
Beispiel Bauspielhaus , ist ok fehlt irgendwie in SDH/NDH .
Kostet ne Menge in der Anschaffung , Unterhaltung und vieles mehr .
In Thale gibt es so ein Teil . Kennst du die Eintrittspreise dafür ?? Nein ?? dann mal hier für dich :

Kinder bis 2 Jahre
3,50 €
Kinder ab 3 Jahre
7,00 €
Erwachsene
7,00 €

Möchte ich sehen wer bei diesen Preisen da öfters hin geht . Geplant ist/war mal so was im Scheunenhof .

Beispiel Sommerrodelbahn , gibt es in Thale , Wippra , St. Andreasberg und Straußberg . Die Bahnen haben einen Gebietsschutz von 50km Umkreis.
So eine Bahn kostet mal läppisch 500000,- € nach oben hin offen .
Wer will die in NDH im Gehege bauen ? Wie soll sich das rechnen ??

GoKart Bahn für Kinder , das gleiche Problem .
Kostet ne Menge Geld in der Anschaffung und Unterhaltung bringt aber kein Geld ein da zu wenig genutzt .

Hochseilgarten/Kletterwald , gibt es in SDH zum Beispiel .

Schachspielanlage als Freianlage und Minigolfanlage , gute Idee aber wer soll die Anlage überwachen damit nicht sinnlos etwas zerstört wird ? Wer würde da Geld für ausgeben ?? Und vor allem wie viel ??

Alles muss sich wirtschaftlich lohnen für Investoren .
Und das macht es definitiv nicht .
Paulinchen
12.02.2016, 18:24 Uhr
@Schlaubert
Zu Beginn mal so viel, noch sind wir per Sie und das wird wohl auch so bleiben.

Zu Ihren Bemerkungen: Ganz sicher geht man ja nicht täglich z.B. in ein solches Bauspielhaus. Was den Preis in Thale angeht, nur so viel. Für das Eintrittsgeld wird den Kindern immerhin auch etwas geboten. Hinzu kommt, dass der Aufenthalt dort unbegrenzt ist und oben drauf kann man die Einrichtung auch noch mit dem „Erdbeerkörbchen“ betreten, was einer Familie durchaus schon eine Menge Geld erspart. Im Übrigen, weil Sie schon die Stadt Thale ins Boot holen, dann sollten Sie sich mal fragen, wer den kleinen Freizeitpark an der Talstation der Seilbahn errichtet hat. Wenn man so wie Sie, schon von Beginn an, derartige Dinge in den Wind schreibt, dann wird’s wohl auch mit dem Tourismus bei uns niemals was werden und wir kommen über eine Broschüre nicht hinaus.

Gewiss haben Sie Recht, wenn Sie die Frage aufwerfen: „Wer soll das bezahlen?“ Aber vor dem Finanzierungsplan muss doch wohl erst mal eine Geschäftsidee her oder? Gemäß Ihrer Vorstellungen, müssten Sie ja dann auch Ihr Auto beim Hersteller direkt kaufen, der Ihnen ganz sicher keines verkaufen würde. Dafür haben sich private Personen mal entschlossen, als Vertragshändler sich selbstständig zu machen, um damit ihr täglich Brot zu verdienen.

Wenn man schon mit Pessimismus an eine Idee (!) heran geht, wird wohl auch nicht viel am Ende herauskommen. Es sollten ja auch von mir nur einige Beispiele sein, die den Museumscharakter (!) unserer Region durchaus zum Positiven verändern könnten! Der Herr Gösebrecht hat es aber ohnehin auch auf den Punkt in seiner Einleitung gebracht, weshalb es hier bei uns nur Stillstand geben wird. Wenn Sie sich meinen Artikel noch einmal durchlesen, so werden Sie vielleicht auch „zwischen den Zeilen“ lesen, dass ich einer Verwirklichung meiner Gedanken, ohnehin keine Chancen gegeben habe.

Entschuldigen Sie bitte meine Phantasien (!), die ich meinen Enkelkindern längst in anderen Regionen, trotz Eintrittsgeldern, ermöglicht habe. Und genau diese Erlebnisse waren die Gründe meiner Gedanken. Getreu dem Sprichwort: „Warum denn in die Ferne schweifen/reisen, dass Glück ist doch so nah“. Denn nicht jedem ist es heute vergönnt zu reisen.
Schlaubert
12.02.2016, 19:16 Uhr
@Paulinchen
Oha , natürlich bleiben wir beim "Sie" .

Klar ist das Ticket im Spielhaus Thale ein Tagesticket und ja es wird auch dafür eine Menge geboten . Trotzdem werden auch sie nicht jeden zweiten Tag dort hin gehen.
Für den Funpark benötigt man Chips die man kaufen muss um die Attraktionen nutzen zu können . 6 Chips = 5,- € . Das geht auch ins Geld .
Was den kleinen Freizeitpark an der Talstation angeht kann ich ihnen sehr wohl sagen wer den errichtet hat und bewirtschaftet. Seibahn , Sessellift , Sommerrodelbahn und Freizeitpark gehört zur Seilbahnen Thale GmbH .
Die Geschäftsführerin ist auch Geschäftsführerin der ErlebnisBocksBerg Hahnenklee GmbH & Co.KG .
Weiterhin ist sie die Tochter des Herstellers der Sommerrodelbahnen .
Ich bin selber 23 Jahre in der Freizeitbranche tätig und glauben sie mir , es ist jedes Jahr ein unkalkulierbares Risiko das die Saison ein Erfolg wird .
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