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Fr, 10:37 Uhr
12.02.2016
Tipps der Verbraucherzentrale

Betrug am Tag der Liebe

Spam, Phishing und ähnliche Maschen sind bestens für den Valentinstag geeignet. Die Verbraucherzentrale Thüringen nennt häufige Tricks, auf die Verbraucher am Tag der Liebe nicht hereinfallen sollten...

Elektronische Grußkarten (e-cards)

Jemand, den du kennst, hat dir eine Grußkarte geschickt‘ – kombiniert mit einem Link in der E-Mail. „Das ist ein klassischer Trick, um an Nutzer- und Kreditkartendaten zu kommen, bzw. um einen Trojaner oder ein anderes Schadprogram einzuschleusen“, sagt Ralf Reichertz, Rechtsreferent der Verbraucherzentrale Thüringen. Falls Verbraucher den Absender kennen, sollten sie kurz nachfragen, ob die Karte tatsächlich von ihm oder ihr kam. Das ist zwar nicht gerade romantisch, aber sicher ist sicher.

Einladungen in Messengerdiensten

Mit kleinen Programmen, sogenannten „Flirt-Bots“, werden Smartphone-Nutzer in Chats eingeladen. Daran gekoppelt ist eine Seite, auf der bestätigt werden soll, dass man über 18 Jahre alt ist – das geschieht mit der Kreditkartennummer. „Auch hier handelt es sich um Phishing, um mit den Daten das Konto der Verbraucher leerzuräumen“, so Reichertz. Generell rät die Verbraucherzentrale bei der Kommunikation mit Smartphone und Co., mit sensiblen Daten sehr sparsam umzugehen.

Vermeintliche Paketsendungen

Leider konnten die Blumen nicht zugestellt werden, weil es ein Problem mit der E-Mail-Adresse oder den Kreditkartendaten gab.‘ Verbraucher werden dann auf eine gefälschte Internetseite geleitet, um die Daten erneut einzugeben. „Das ist natürlich besonders trickreich, wenn tatsächlich die Konsumenten eine solche Nachricht erhalten, die auf eine Sendung warten“, sagt Ralf Reichertz. Auch hier gilt: Den Link nicht öffnen und im Zweifel direkt beim Versandhändler nachfragen.

Apps und soziale Netzwerke

Gedichte oder Videos, die von Freunden kommen oder Valentinstags-Apps, die mit unsicheren Internetseiten verlinkt sind: Mit einem Klick gelangen Viren oder Trojaner aufs Smartphone, die das Gerät ausspionieren. „Lieber zwei Mal überlegen, bevor man voreilig auf irgendwelche Links klickt“, so Reichertz. Selbst wenn der Absender bekannt ist, kann dahinter ein Schadprogramm stecken, das die Nachrichten ans Adressbuch verschickt.

Eine nette Geste kommt auch in Form einer analogen persönlichen Grußbotschaft oder Blumen vom Händler um die Ecke noch immer gut an. Und wenn Verbraucher dennoch online bestellen, dann sollten sie auf bekannte Anbieter zurückgreifen, um nicht auf eventuelle „Fake-Shops“ reinzufallen.
Autor: red

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