Fr, 18:14 Uhr
24.06.2016
Neues aus Sondershausen
Behindertenvertreterin mit Bericht
Am Donnerstag nutze die Behindertenvertreterin der Stadt Sondershausen die Chance zu einem Bericht vor den versammelten Stadträten. In der Diskussion die Frage: Muss sich die Stadt schämen?…
Behindertenvertreterin mit Bericht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Eigentlich hätte das Thema Bericht der Behindertenvertreterin in einen regulären Tagesordnungspunkt gehört, aber die Behindertenvertreterin Kathrin Schlegel (Foto) sucht die Öffentlichkeit und nutzt dazu jeden Chance und das ist gut so, denn der kurze Bericht reichte schon um einige Probleme aufzuzeigen.
Los ging es bereits mit dem Busverkehr in Sondershausen. Schlegel und besonders gehbehinderte Menschen haben in letzter Zeit Probleme mit dem Stadtverkehr in Sondershausen. Es geht um die eingesetzten Bus-Taxis. Mit denen, so Schlegel, haben körpergeschädigte Personen kaum eine Möglichkeit transportiert zu werden.
Hier räumte Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) ein, bei den großen Busse ist das nicht das Problem, deshalb soll mit der Busgesellschaft gesprochen werden.
Ein weiteres Problem gäbe es in den Kindertagesstätten der Stadt Sondershausen für gehörgeschädigte Kinder. Die Franzbergschule habe zum Beispiel Hörschleifen installiert. In keiner der Kindereinrichtungen sei das aber der Fall. Sollen die gehörgeschädigten Kinder erst ab der Schule Förderung erfahren?
Eine interessante und brisante Frage, die auch für den gesamten Kreis nicht uninteressant ist, nicht nur in der Stadt Sondershausen.
Zwar haben die Behinderten von den vorgesehenen Umbauarbeiten am Hauptbahnhof Sondershausen gehört (Bundesprojekt), der bis 2017 barrierefrei sein soll, aber es ist durchgesickert, dass wohl nur eine Minimalvariante durchgeführt werden soll. Die Behindertenvertreterin forderte Bürgermeister Kreyer auf, seinen Einfluss geltend zu machen, dass die Hinweise der Behinderten einfließen können.
Schlegel informierte, dass es eine Auswertung der Umfrage zu Problemen behinderter Menschen in Sondershausen (vom Mai, kn berichtete) mit der Stadt gegeben habe. Dort sollen die Probleme weiter geleitet werden.
Einen Lichtblick gab es in einer anderen Frage, aber noch keine vollständige Lösung. Seit Jahren war ein Streitpunkt um den Einbau eines Schlosses in der Behindertentoilette der Stadtverwaltung (es gibt für behinderte Menschen einen besonderen Schlüssel zur Nutzung). Jetzt hat Schlegel die notwendigen Kosten erst mal selbst übernommen, war Stadträtin Sigrid Rößner (Die Linke) ein, und kommentierte das so: Wir müssen uns als Stadt schämen!
Bürgermeister Kreyer will prüfen, wie die Stadt die Kosten übernehmen zu können. Ein Lichtblick kam von der Fraktion der Volkssolidarität (VS). Tobias Schneegans verständigte sich mit dem Schatzmeister der Fraktion und verkündete, die Hälfte der Kosten übernehmen wir. Die VS sammelt die Sitzungsgelder und behält sie nicht persönlich, sondern reicht die Gelder für gemeinnützige Zwecke aus, kn berichtete bereits öfter darüber.
Autor: khh
Behindertenvertreterin mit Bericht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Eigentlich hätte das Thema Bericht der Behindertenvertreterin in einen regulären Tagesordnungspunkt gehört, aber die Behindertenvertreterin Kathrin Schlegel (Foto) sucht die Öffentlichkeit und nutzt dazu jeden Chance und das ist gut so, denn der kurze Bericht reichte schon um einige Probleme aufzuzeigen.Los ging es bereits mit dem Busverkehr in Sondershausen. Schlegel und besonders gehbehinderte Menschen haben in letzter Zeit Probleme mit dem Stadtverkehr in Sondershausen. Es geht um die eingesetzten Bus-Taxis. Mit denen, so Schlegel, haben körpergeschädigte Personen kaum eine Möglichkeit transportiert zu werden.
Hier räumte Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) ein, bei den großen Busse ist das nicht das Problem, deshalb soll mit der Busgesellschaft gesprochen werden.
Ein weiteres Problem gäbe es in den Kindertagesstätten der Stadt Sondershausen für gehörgeschädigte Kinder. Die Franzbergschule habe zum Beispiel Hörschleifen installiert. In keiner der Kindereinrichtungen sei das aber der Fall. Sollen die gehörgeschädigten Kinder erst ab der Schule Förderung erfahren?
Eine interessante und brisante Frage, die auch für den gesamten Kreis nicht uninteressant ist, nicht nur in der Stadt Sondershausen.
Zwar haben die Behinderten von den vorgesehenen Umbauarbeiten am Hauptbahnhof Sondershausen gehört (Bundesprojekt), der bis 2017 barrierefrei sein soll, aber es ist durchgesickert, dass wohl nur eine Minimalvariante durchgeführt werden soll. Die Behindertenvertreterin forderte Bürgermeister Kreyer auf, seinen Einfluss geltend zu machen, dass die Hinweise der Behinderten einfließen können.
Schlegel informierte, dass es eine Auswertung der Umfrage zu Problemen behinderter Menschen in Sondershausen (vom Mai, kn berichtete) mit der Stadt gegeben habe. Dort sollen die Probleme weiter geleitet werden.
Einen Lichtblick gab es in einer anderen Frage, aber noch keine vollständige Lösung. Seit Jahren war ein Streitpunkt um den Einbau eines Schlosses in der Behindertentoilette der Stadtverwaltung (es gibt für behinderte Menschen einen besonderen Schlüssel zur Nutzung). Jetzt hat Schlegel die notwendigen Kosten erst mal selbst übernommen, war Stadträtin Sigrid Rößner (Die Linke) ein, und kommentierte das so: Wir müssen uns als Stadt schämen!
Bürgermeister Kreyer will prüfen, wie die Stadt die Kosten übernehmen zu können. Ein Lichtblick kam von der Fraktion der Volkssolidarität (VS). Tobias Schneegans verständigte sich mit dem Schatzmeister der Fraktion und verkündete, die Hälfte der Kosten übernehmen wir. Die VS sammelt die Sitzungsgelder und behält sie nicht persönlich, sondern reicht die Gelder für gemeinnützige Zwecke aus, kn berichtete bereits öfter darüber.