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Di, 00:39 Uhr
05.07.2016
Meldung aus der Wirtschaftswelt

So halten Sie Ihr Kind fit

Gesundheitsexperte der Knappschaft rät zu ausreichend Bewegung. Kinder brauchen genug Bewegung, um sich optimal zu entwickeln. Wer eine gute Koordinationsfähigkeit besitzt, kann sich besser konzentrieren und lernt schneller, so die Knappschaft in einer Meldung...

Toben, hüpfen, rennen: Kinder brauchen Bewegung. „So entwickeln sie Gefühl für den eigenen Körper und schärfen die Sinne“, sagt Dr. med. Torsten Leonhard von der Krankenkasse Knappschaft. Mehr noch: „Kinder, die sich im Alltag viel bewegen, lernen auch leichter“, ergänzt der Gesundheitsexperte.

Abschätzen von Distanzen, Beurteilen von Geschwindigkeiten oder auch räumliches Vorstellungsvermögen: „all das entwickelt sich aus der spielerischen Bewegung“, weiß Dr. Leonhard.

Studien belegen, dass zwei Drittel aller Kinder zwischen 5 und 10 Jahren Probleme mit dem Gleichgewichtssinn haben. Wer in Balancetests schlecht abschnitt, hatte zumeist auch schlechtere Noten in Mathe, Deutsch und Sport. Umgekehrt verbessern Bewegungsübungen die Schulleistungen.

Kinder, deren Motorik wenig beansprucht wird, leiden oft unter Koordinationsstörungen und Konzentrationsschwächen, zeigen Statistiken der Knappschaft. Ausdauerndes Sitzen vor dem Computer und Fernseher führen nachweislich zu einem spürbaren Anstieg von Erkrankungen der Wirbelsäule und Muskulatur. Bewegungsmangel ist zudem auch ein Grund dafür, dass jedes siebte Kind in Deutschland deutlich übergewichtig ist, ergänzt Dr. Leonhard.

Um Stress in der Schule zu vermeiden, sollte man den Kindern viele Bewegungsanreize vermitteln, schlussfolgert die Knappschaft aus verschiedenen Untersuchungen. Dr. Leonhard: „Sport erhöht die Lebensqualität uns steigert das Selbstbewusstsein.“

Fünf Tipps von Dr. Torsten Leonhard für mehr Bewegung im Kinderalltag

1. Kinder sollten nach den Hausaufgaben noch genügend Zeit zum Spielen haben am besten an der frischen Luft.

2. Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen, sind in der Regel zum Unterrichtbeginn fitter, als wenn sie von den Eltern mit dem Auto gebracht werden.

3. Kinder sollten Spaß beim Sport haben und verschiedene motorische Erfahrungen sammeln. Sie sind grundsätzlich Allrounder und keine Spezialisten. Deshalb gilt: Vielseitigkeit ist Trumpf. Vermeiden Sie zu viel Druck und Leistungsansprüche.

4. Mit den Kindern Sport treiben. Gemeinsame Bewegung in der Familie tut allen gut. Unternehmen Sie Radtouren, Wanderungen oder Schwimmbadbesuche. Wenn Sie joggen, kann der Nachwuchs mit dem Fahrrad nebenherfahren.

5. Aktive Freizeitgestaltung: Inline-Skates oder Kickboards ermöglichen Schutzausrüstung vorausgesetzt - vielfältige und spannende Körpererfahrungen. Technik muss nicht tabu sein: Geocaching, eine Schatzsuche per GPS und Smartphone, peppt den Sonntagsspaziergang auf.
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