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Mo, 11:36 Uhr
03.10.2016
Einer der letzten seiner Art

Der SK1 aus der DDR-Gründungszeit

Die Abkürzung SK-1 steht für die technische Bezeichnung Sonder KFZ - 1 und beschreibt das einzige, in der ehemaligen DDR gebauten Modell eines sogenannten Schützenpanzerwagens. Eine Abhandlung von Hubert Rein...

Parade zum 12. Jahrestag der DDR in Eisenhüttenstadt (Foto: Bundesarchiv Bild 183-87126-0002, Eisenhüttenstadt, 12. Jahrestag DDR-Gründung, Parade.jpg) Parade zum 12. Jahrestag der DDR in Eisenhüttenstadt (Foto: Bundesarchiv Bild 183-87126-0002, Eisenhüttenstadt, 12. Jahrestag DDR-Gründung, Parade.jpg)

Es waren die ersten Jahre der Existenz der DDR, die sich innen- und außenpolitisch ordnen und aufbauen musste. Um neben dem wirtschaftlichen Aufbau auch die Sicherheit gewährleisten zu können, wurde mit Datum vom 01.07.1952 die sogenannte Kasernierte Volkspolizei gegründet, der militärische Vorläufer der späteren NVA der DDR.

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Chef dieser Einrichtung wurde der in Moskau ab 1935 ausgebildete Generalleutnant, Karl-Heinz Hoffmann (*28.11.1910, +02.12.1985), der in den folgenden Jahren zum Armeegeneral, Mitglied des Ministerrates der DDR, Minister für Nationale Verteidigung, Mitglied des Nationalen Verteidigungsrates und Abgeordneter der Volkskammer aufstieg.

Zur Ausrüstung der Kasernierten Volkspolizei gehörte ein leichter Schützenpanzerwagen, der ab 1953 gebaut wurde. Dieser Schützenpanzer basierte auf dem LKW-Fahrgestell des Phänomen Granit 30 K, der in Zittau hergestellt wurde. Das Fahrwerk besaß zwei angetriebene Achsen, die hintere Achse war mit Zwillingsbereifung ausgestattet. Das Fahrzeug wurde von einem 4-Takt Ottomotor/R 4 mit Luftkühlung, 3,0 Liter Hubraum und 55 PS angetrieben.

Die Karosse bestand aus ca. 10 mm Stahlplatten und bot fünf Personen Platz. Der drehbare Geschützturm war mit einem schweren Maschinengewehr 7,62 mm bzw. 7,92 mm bestückt. Der Schützenpanzerwagen wog etwas über 4 Tonnen und erreichte 80 km/h.

Der Einsatzbereich beschränkte sich auf Handlungen innerhalb von bewohnten Gebieten, für einen Kriegseinsatz war der Panzerwagen eher ungeeignet. Nach der Außerdienststellung bei der Kasernierten Volkspolizei, wurde der Fahrzeugbestand des SK-1 den Kampfgruppen der DDR für den sogenannten Objektschutz zu gewiesen. Auch in Nordhausen war eines dieser Fahrzeuge in den 1960ziger Jahren stationiert.

Da militärische Fahrzeuge in der ehemaligen DDR nach ihrer Ausmusterung generell vernichtet wurden, ist es doch erstaunlich das vermutlich zwe dieser leichten Kampfwagen noch bis heute existieren.
H. Rein, Ost Klassiker Klub Wolkramshausen

Bildquelle: Von Bundesarchiv, Bild 183-87126-0002 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5359333
Dieser SK-1 ist erhalten geblieben (Foto: privat)
Dieser SK-1 ist erhalten geblieben (Foto: privat)
Dieser SK-1 ist erhalten geblieben (Foto: privat)
Dieser SK-1 ist erhalten geblieben (Foto: privat)
Dieser SK-1 ist erhalten geblieben (Foto: privat)
Dieser SK-1 ist erhalten geblieben (Foto: privat)
Autor: nnz

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Kommentare
geloescht.20250302
03.10.2016, 18:36 Uhr
Keine NVA-Nostalgie
Aber wenn man sieht, womit die heutige Bundeswehr ausgestattet ist...man hätte nach der Wende wohl doch nicht alles ausmustern, einschmelzen oder verramschen sollen?

Ich vermute, die AK47 meiner Grundausbildung und der SPW vom Reservistenlehrgang befinden sich gerade in Händen des IS...
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