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Mo, 11:33 Uhr
10.10.2016
IHK-Umfrage zur Energiewende

Thüringer Wirtschaft sieht sich im Nachteil

Die Unternehmen im Freistaat sehen sich mit besonders schlechten Bedingungen im Hinblick auf die Energiewende konfrontiert. Das ist das Umfrageergebnis des diesjährigen IHK-Energiewende-Barometers 2016, an dem sich bundesweit rund 2.200 Betriebe beteiligt haben – darunter etwa 80 aus Thüringen...

Einfluss der Energiewende auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Thüringen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt 2016 (Foto: IHK Thüringen) Einfluss der Energiewende auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Thüringen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt 2016 (Foto: IHK Thüringen)
„Die Firmen vor Ort spüren die Probleme der Energiewende besonders stark und haben Angst vor Standort-Nachteilen“, fasst Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die Ergebnisse zusammen.

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Es sei deshalb nicht verwunderlich, dass mehr als 70 Prozent der Thüringer Betriebe im Vergleich zum Bundesschnitt (57 Prozent) eine Reduzierung der staatlichen Belastung beim Strompreis fordern. Über 60 Prozent der hiesigen Firmen würden zudem eine Stärkung des Wettbewerbs im Strom- und Gasmarkt empfehlen.

„Die Unternehmer kritisieren, dass Chancen und Risiken der Energiewende zwischen Regionen, Branchen und Betriebsgrößen sehr unterschiedlich verteilt sind“, so der IHK-Chef. Wesentlichen Einfluss auf die kritische Thüringer Bewertung hätten die im Bundesvergleich zu hohen Strompreise, insbesondere durch die lokal variierenden Netznutzungsentgelte. „Mit der Ankündigung, die Netzentgelte im nächsten Jahr deutlich zu erhöhen, verstärkt sich dieses regionale Ungleichgewicht weiter“, sagt Grusser. Für die Unternehmen in Thüringen ergebe sich daraus ein klarer Standortnachteil mit belastender Auswirkung auf ihre Wettbewerbsfähigkeit. Die IHK Erfurt fordere daher bereits seit langem, die Netzentgelte zu reformieren und eine gerechte Verteilung auf alle Bundesländer sowie Erzeuger und Verbraucher herbeizuführen.

Bedeutung der Versorgungssicherheit Strom in Thüringen von 2012-2016 (Foto: IHK Thüringen) Bedeutung der Versorgungssicherheit Strom in Thüringen von 2012-2016 (Foto: IHK Thüringen)
Auch das Thema Versorgungssicherheit treibe die Unternehmen um. Die Zahl der Betriebe mit Stromausfallproblemen sei in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. „Mittlerweile geben 35 Prozent der Thüringer Betriebe an, wiederkehrende Probleme mit der Stromversorgung zu haben. Politik und Netzbetreiber sollte dies aufhorchen lassen“, erklärt der IHK-Hauptgeschäftsführer. Die Netzqualität müsse unbedingt im Blick behalten werden. Eine verantwortungsbewusste und verlässlich ausgestaltete Energiewende könne zu Investitionen beitragen. Diese würden dann auch in Erneuerbare-Energien-Anlagen, die Netzinfrastruktur, die Digitalisierung der Energieversorgung, Energieeffizienztechnologien und alternative Antriebe fließen, bräuchten aber klare und verlässliche Rahmenbedingungen.


Abb. 1 Einfluss der Energiewende auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen
in Thüringen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt 2016


Abb. 2 Bedeutung der Versorgungssicherheit Strom in Thüringen von 2012-2016
Autor: red

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