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Mi, 07:52 Uhr
12.10.2016
nnz-Forum

Gedanken zum Weltfrieden

Eine Zeitung schrieb gerade, der dritte Weltkrieg würde sehr schnell und „sehr tödlich“ sein. Amerikanische Militärs wären zu dieser Einschätzung gekommen. Was sie mit „sehr tödlich“ meinen, stand nicht in dem Beitrag. Im nnz-Forum macht sich Leser Bodo Schwarzberg seine Gedanken zum Zustand der Welt im Jahr 2016...

Vielleicht dachten sie bei ihrer Formulierung an den zehn oder zwölffachen Overkill, also an die stolze Fähigkeit der Supermächte Russland und USA sowie der NATO, die Menschheit gleich zwölfmal auslöschen zu können – obwohl ja, logisches Denken vorausgesetzt, schon einmal komplett „zielführend“ ist.

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Warum frage ich mich, finden wir heute wieder öfter derartige Pamphlete in unseren Zeitungen. Sie erinnern mich erschreckend an Gedankengebäude aus den 80er Jahren, als es um die Auswirkungen eines Atomkriegs ging und um die von den DDR-Medien scharf kritisierte Polemik von NATO-Kreisen, ein Atomkrieg sei zum Beispiel auf Europa zu begrenzen und dadurch führbar. Als Vorteil wurde von diesen fragwürdigen Leuten benannt: nicht der ganze Planet müsse ja dann daran glauben, die Menschheit, sprich das Kapital, hätte in einem begrenzten Atomkrieg noch eine Überlebenschance. Von den globalen Auswirkungen radioaktiven Fallouts hatten die damaligen Strategen trotz der vielen oberirdischen Atomtests in den 50er Jahren offenbar noch nie etwas gehört.

Wir lernten damals in der (DDR-)Schule, dass ein Atomkrieg nicht zu begrenzen ist und die Menschheit sehr sicher auslöschen würde. Die GST-Übungen mit Gasmaske und Gummihandschuhen sowie dem Sirenensignal für „Atomalarm“ waren allerdings auch dazu etwas widersprüchlich.

Heute hört man kaum noch von den vernichtenden Folgen eines Atomkriegs. Es scheint, man hielte ihn durchaus führbar- und auch für gewinnbar. Alpha-, Betta- und Gammastrahlen sind menschenfreundlicher geworden, die unsäglichen Bilder von noch lebenden Hiroshima-Opfern mit in Fetzen herabhängender Gesichtshaut und heraushängenden Gedärmen längst verblasst.

Und die Verachtung, mit der der Westen mit seinen Medien heute bei jeder Gelegenheit auf die DDR und das „Sowjetimperium“ zurückblickt, verkennt, dass die Gefahr einer Konfrontation zwischen den USA und Russland gerade angesichts der beiden stabilen Blöcke damals geringer war als heute. Die mühsam von damaligen Politikern ausgehandelten Start- und Salt-Verträge, das Rote Telefon zwischen Kreml und Weißen Haus, das kleine, aber sichere Vertrauen der Politik eines „Wandels durch Annäherung“ zwischen den beiden deutschen Staaten und der gegenseitige Respekt zwischen den Großmächten garantierte Stabilität im Misstrauen und Overkill.
Dass das Ende der Diktaturen im Osten, der Sieg von Freiheit und Demokratie zur Destabilisierung der Welt und zu einem brandgefährlichen Expansionsstreben des Westens und seines milliardenschweren militärisch-industriellen Komplexes in alle Himmelsrichtungen, vor allem aber nach Osten führte, wird allzu oft und mutwillig unterschlagen.

Unterschlagen wurden und werden auch die warnenden Stimmen maßgeblicher Leute, die den kalten Krieg sicher machten, wie Genscher, Teltschik und Gorbatschow, von zahlreichen Intellektuellen, ja vom heutigen bundesdeutschen Außenminister Steinmeier, die zu einem besonnenen Umgang mit Russland auffordern. Genscher war es, der sinngemäß zu bedenken gab, man könne eine Großmacht wie Russland nicht wie einen Schuljungen maßregeln. Selbst frühere US-Geheimdienstler warnten in einem Brief an Kanzlerin Merkel einen anderen Umgang mit Russland an. Sie merkten, dass der Westen im Begriff steht, mit seiner blinden NATO-Osterweiterung, mit Truppenstationierungen im Baltikum und von Raketenabwehrsystemen in Polen gegen eigene frühere Versicherungen gegenüber Russland und gegen Verträge zu verstoßen und die Erfolge der Entspannungspolitik von Jahrzehnten zu zerstören.

Die Diktaturen, mögen sie auch undemokratisch und teils unmenschlich gewesen sein, sie hinderten den Westen, wie den Osten an allzu großer, aktiv gelebter Aggression, sie führten trotz Misstrauens zu Berechenbarkeit. Diktaturen als Garant für globale Stabilität? Tatsächlich?
Man muss schon aufhorchen was über Kanzlerin Merkels gegenwärtigen wohl etwas verzweifelten Staatsbesuch in Äthiopien geschrieben wird, der vor allem dazu dient, den Flüchtlingsstrom nach Europa einzudämmen:
„Kritisch äußerte sich Merkel über den westlichen Militäreinsatz in Libyen, der zum Sturz von Diktator Gaddafi geführt hatte. Im Falle Libyen wäre es besser gewesen, auf die Erfahrung der Afrikaner zu hören. "Vielleicht haben wir in der Vergangenheit zu wenig mit ihnen darüber gesprochen, das sage ich ganz selbstkritisch", so Merkel.“ http://www.spiegel.de/politik/ausland/merkel-in-aethiopien-hilfe-versprochen-demokratie-verlangt-a-1116102.html

Wie kommt es, dass mir irakische Migranten erzählen, sie seien ja hier in Deutschland, weil der Westen mit seiner unter Vortäuschung falscher Tatsachen durchgeführten Irak-Aggression Diktator Saddam Hussein letztlich getötet, den IS erzeugt und das Land in Chaos, Mord und Totschlag gestürzt habe?

Vergessen scheinen auch Gorbatschows Worte an der einstigen Berliner Mauer anlässlich des 25-jährigen Mauerfalljubiläums, als er den Westen ins Stammbuch schrieb, durch sein militärisches Eingreifen an allen möglichen Weltpunkten u.a. in Libyen einen neuen Weltkrieg wahrscheinlicher zu machen: „Bereits in den 1990er Jahren habe der Westen begonnen, im Verhältnis zu Russland das Vertrauen zu untergraben, das die friedliche Revolution in Deutschland und in Mittel-Osteuropa möglich gemacht habe. "Die Nato-Erweiterung, Jugoslawien und vor allem das Kosovo, Raketenabwehrpläne, Irak, Libyen, Syrien", nannte Gorbatschow als Beispiele. "Und wer leidet am meisten unter der Entwicklung? Es ist Europa, unser gemeinsames Haus." http://www.stern.de/politik/deutschland/michail-gorbatschow-uebt-kritik---der-westen-hat-versprechen-von-1989-gebrochen--3250122.html

Gorbatschows Weisheit von 1989 an Erich Honecker: „Wer zu spät kommt, bestraft das Leben“, wird von Merkel & Co zwar tausendmal lieber in den Mund genommen, sie bekommt angesichts der aktuellen Weltentwicklung allerdings eine recht aktuelle, hoffentlich nicht furchtbare Bedeutung!

Russland dafür zu kritisieren, in Syrien zu bombardieren und die Krim zu annektieren unterschlägt zweierlei: Die unzähligen Menschenrechtsverletzungen der USA und des Westens insgesamt in Kriegen unter der Fahne von Freiheit, Demokratie sowie Kampf gegen den Terror bleiben außen vor. Kaum eine US-Aggression war von der UNO abgesegnet, natürlich auch nicht die „Kollateralschäden“ unter Zivilisten in aller Welt, die US-Drohnen tagtäglich im Kampf gegen den Terror anrichten. Auch die Saubermänner aus den USA bombardierten übrigens schon Krankenhäuser.

Und Russlands Bombardements in Aleppo sind zweifellos unmenschlich. Aber Russland tut genau das, was die USA unzählige Male vor ihm taten: Es vertritt seine Interessen. Und das umso mehr, als es vom Westen von allen Seiten militärisch in die Zange genommen wird. Russlands Verhalten ist die Folge des respektlosen Umganges mit ihm, den Genscher und andere einst scharf kritisierten. Aber wie man sieht: Wenn zwei dasselbe tun, ist es noch lang nicht dasselbe und abhängig von den Interessen, die der Betrachter vertritt.

Menschlichkeit als Grundinteresse ist in der Politik fast stets nur vorgeschoben: Während die USA zum Beispiel den internationalen Gerichtshof in Den Haag wohlwissend all ihrer Verbrechen nicht anerkennen, will Frankreich Russland wegen seiner Bombardements in Aleppo genau dorthin zitieren. Hier wird die Schieflage der heutigen Weltsicht des Westens mehr als deutlich. Mehr noch: Die USA drohten den Niederlanden sogar mit einer Invasion, sollten US-Bürger in Den Haag angeklagt werden. http://www.spiegel.de/politik/ausland/internationales-strafgericht-us-kongress-droht-niederlanden-mit-invasion-a-200430.html
Der Beitrag erschien 2002, also ein Jahr vor dem Einmarsch im Irak.

Ich persönlich hoffe auf eine neue Friedensbewegung im Westen, die nicht erst gegen vielleicht bald kommende neue Mittelstreckenraketen vor ihrer Haustür protestiert, sondern gegen die Verursacher des neuen Kalten Kriegs in der Welt. Hoffentlich noch rechtzeitig.
Bodo Schwarzberg
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
M0g3lNicht
12.10.2016, 12:04 Uhr
Hat der...
...dritte Weltkrieg nicht schon längst begonnen?
free Gigi
12.10.2016, 12:45 Uhr
wie wahr
Guter Bericht Herr Schwarzberg.

Aber wie M0g3lNicht schon andeutet, dass Thema Cyberkriminalität (z.Bsp. russische Hackerangriffe auf US Wahlsoftware) oder auch der internationale Terrosismus könnten durchaus aus schon als Vorstufe eines derartigen Szenarios gewertet werden.

Apropos Hiroshima: Ich selbst war schon einmal im Memorial - da wird einem erstmal bewusst wie grauenhaft die Folgen und wie krank eigentlich die Menschheit ist!!!
Leser X
12.10.2016, 13:07 Uhr
Zwangsfreundschaft mit dem Welt-Terroristen
Daran muss man sich als Ex-Bewohners eines friedensorientierten Staates erst mal gewöhnen: Mit einem Land zwangsbefreundet und -verpartnert zu sein, das durch seine zahlreichen Ölkriege die Welt an den Abgrund gebracht hat, wo sie heute steht.

Da stören sich keine Grünen Bürgerrechtsapostel drum. Sie haben die Friedensbewegung vorsätzlich verrecken lassen.

Also muss es eine neue geben, eine von unten, eine von uns.
Real Human
12.10.2016, 14:00 Uhr
Baldigst Russland in die NATO aufnehmen!?
Sorry, Herr Schwarzberg, aber ich bin mit Ihnen nicht „100%ig“ einer Meinung!

Was mich etwas verstört sind Sätze wie diese: „Die Diktaturen, mögen sie auch undemokratisch und teils unmenschlich gewesen sein, sie hinderten den Westen, wie den Osten an allzu großer, aktiv gelebter Aggression, sie führten trotz Misstrauens zu Berechenbarkeit.“
Danach folgen zwei Sätze mit Fragezeichen: „Diktaturen als Garant für globale Stabilität? Tatsächlich?“

Fragen aufwerfen, sie aber selbst nicht beantworten, – ist das guter Stil? Jetzt muss Merkel her und wird wie folgt zitiert: „Im Falle Libyen wäre es besser gewesen, auf die Erfahrung der Afrikaner zu hören.“ (Zitat SPIEGEL ONLINE) "Vielleicht haben wir in der Vergangenheit zu wenig mit ihnen darüber gesprochen, das sage ich ganz selbstkritisch."

Unterschlagen wird aber der viel- und nichtssagende Satz des SPIEGEL: „Die Demokratiedefizite Äthiopiens werden aber nicht dazu führen, dass Deutschland seine entwicklungspolitische oder wirtschaftliche Zusammenarbeit einschränkt.“ Hä? Hatten wir das nicht schon einmal, als es um die wirtschaftlichen Beziehungen zu Saudi Arabien und zu den Golfstaaten ging? Denn richtig zur geschäftlichen Sache geht es doch erst, wenn die deutsche Rüstungsindustrie im Schlepptau in den Hinterzimmern verhandelt.

Welche Meinung hat eigentlich die globale Rüstungsindustrie zu einem vielleicht immer noch möglichen NATO-Beitritt Russlands, dem sich vielleicht sogar die neue Großmacht China anschließen könnte? Welche Konsequenzen hätte das für die Profite in diesem ganz speziellen Industriezweig? Ich will die Fragen nicht offen lassen:

Es käme zu einem sehr großen Umsatzeinbruch, zu Firmenschließungen und – oh Schreck! – zu einem riesigen Arbeitsplatzverlust. Denn die Waffen, die man jetzt noch bräuchte, könnten ohne große Probleme auch von Robotern in Serie produziert werden: Einfache Schusswaffen, Tränengas und Blendgranaten gegen Demonstranten und immer seltener werdende Terroristen …

Nö, eine friedliche Welt wäre fast schon eine Katastrophe für die globalisierten Kapitalisten. (Ähnlich wie unbrennbare Häuser für die Feuerwehr!) Diese Erkenntnis ist aber nicht nur „auf meinem Mist“ gewachsen.

In www.arbeit-zukunft.de/media/uploads/antikrieg2014.pdf heißt es am Schluss so schön:

„100 Jahre nach Beginn des ersten Weltkrieges haben sie nichts gelernt. Deutschland, die USA, die EU eskalieren beständig und verstricken sich immer tiefer in Aggression und Gewalt.“ Nur Deutschland, die USA und die EU? Einen ähnlichen Ton schlägt leider auch Bodo Schwarzberg an: „Ich persönlich hoffe auf eine neue Friedensbewegung im Westen ...“ Wieso eigentlich nur im Westen?

Habt Ihr nicht mitbekommen, dass der Kapitalismus 1989 weltweit gesiegt hat – selbst in Nordkorea! ÜBERALL werden mit Waffenproduktion und Waffenhandel grandiose Geschäfte gemacht, auch an russischen und chinesischen Standorten. Das legendäre Proletariat hat es eigentlich niemals gegeben, höchstens in Form von Prollos oder blöd und stets arbeitswillig gehaltenen biologischen Robotern!

Eigentlich haben erst die Ingenieure von Los Alamos und in den sowjetischen Kernwaffenlabors für neue Weltkriege sehr hohe Hürden aufgestellt. Denn seit es mindestens zwei Atommächte gibt, existiert selbst für die Superreichen kein sicherer Ort mehr auf diesem Planeten (Wo auch sonst?). Nur das gegenseitige Misstrauen sorgt für den weiteren Erhalt und Ausbau einer ressourcenverschlingenden gleichzeitig aber höchst profitablen Rüstungsindustrie – weltweit!

Was aber könnte passieren, wenn zunehmend mit schwacher KI versehene autonome Drohnen und Kampfroboter produziert werden? Wenn wegen der immer kürzer werdenden Reaktionszeiten irgendwann einmal an verschiedenen Standorten ein nur schwach intelligenter „General Computer“ das Oberkommando übernehmen wird? Stichwort: „Stanislaw Jewgrafowitsch Petrow“?

Wäre es da nicht für alle Homo sapiens sicherer, wenn es nur einen, die Welt bewachenden „General Colossus“ geben würde? Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Colossus_(Film) ! Waffengeschäfte wären dann freilich längst nicht mehr so lukrativ!

„Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch – ein Seil über einem Abgrunde. Ein gefährliches Hinüber, ein gefährliches Auf-dem-Wege, ein gefährliches Zurückblicken, ein gefährliches Schaudern und Stehenbleiben.“

Wäre die Welt nicht viel besser und sicherer, wenn sich die Menschheit nicht nur fort-, sondern auch „hinaufpflanzen“ würde?
Paulinchen
12.10.2016, 15:17 Uhr
Unsere "neuen" Freunde...
...haben damals in Vietnam mit ihren Napalmbomben und Entlaubungsaktionen wohl einen "sehr humanen Krieg", ohne zivile Opfer geführt? Die müssen sich meiner Meinung nach, nicht über den Russen aufregen. Aber nicht umsonst hat ja der scheidene US-Präsident von Deutschland mehr Einsatz in den Krisenregionen dieser Welt gefordert. Denn seine Kriegsveteranen haben langsam die Schnauze voll von Kriegen rund um den Erdball. Sie protestieren, weil sie nicht die versprochenen Pensionen für ihre gesundheitlichen Schäden erhalten.

Abwarten und Tee trinken. Noch ist die Wehrpflicht in Deutschland nur ausgesetzt.
Für unsere amerkanischen Freunde aber, machen wir doch alles. Das sind wir denen doch schuldig oder?
Ich hatte mal einen Kollegen, der sagte mal zum Thema Atomkrieg: "Wenn es jemals dazu kommen sollte, dann setze ich mich auf den First meines Wohnhauses und winke den Bombern zu. Hoffentlich treffen sie mich zuerst, denn das elende, grausame Dahinsiechen, möchte ich mir so ersparen."
GuttaCavat
12.10.2016, 16:26 Uhr
Völkermord ...
... ist selbstverständlich nicht nur nur dann verurteilenswert, wenn er von Putin befohlen wird.

Trotzdem ist es mir wichtig darauf zu bestehen, dass er auch dann verurteilenswert ist, wenn er von Russland begangen wird. Jedes tote Kind und jeder Mensch der vor Tod und Zerstörung flieht ist zuviel. Weil man selber Waffen in "Hilfskonvois" transportiert heißt das nicht, dass man Hilfskonvois der UN und des Roten Halbmondes/roten Kreuzes oder Krankenhäuser bombardieren darf.

Wenn man ihren Gedankengang zu Ende führt bedeutet das, dass man Russlands Menschenrechtsverletzungen überhaupt nicht kritisieren darf. Wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein heißt aber nicht, dass Sünde auf einmal keine Sünde mehr ist, das ist wirklich totaler Blödsinn, Herr Schwarzberg.

Wer Russland keine Menschenrechtsverletzungen vorwirft unterschlägt erstmal etwas ganz anderes: Nämlich Russlands Menschenrechtsverletzungen! Beim Hinweis auf Russlands Menschenrechtsverletzungen sind die Menschenrechtsverletzungen anderer gerade überhaupt kein Thema. Was sie vielleicht sagen wollten ist, dass man nicht NUR, im Sinne von ausschließlich auf Russlands Menschenrechtsverletzungen hinweisen sollte. Das tut aber doch auch keiner, oder? Ich finde die Luftangriffe auf humanitäre Hilfe und den Einsatz von Giftgas ziemlich schlimm, so dass man das vielleicht ruhig mal ganz ausgiebig zum Hauptthema machen sollte.

Ich habe manchmal den Eindruck, dass die Situation im nahen Osten immer mehr zum Machtspiel wird. Wenn der massenweise Mord an Unschuldigen die strategische Position des Mörders verbessert oder anderweitig für den Mörder positive Effekte hat, wie z.B. die Destabilisierung Europas, sollte man erst recht nicht für den Mörder Partei ergreifen.

Ich sehe vor diesem Hintergrund auch Erdogans Rolle sehr kritisch. Die Türkei ist in der Nato und vielleicht sollten wir uns die Mitglieder der Nato sorgfältiger aussuchen. Erdogan schafft es ja noch nicht einaml den Mord an den Armeniern zuzugeben, obwohl er ja da noch gar nicht auf der Welt war.

Die Afrikareise von Merkel ist nicht verzweifelt. Es ist selbstverständlich, dass wir Ursachen in Kooperation mit den Ursprungsländern lösen und dass wir versuchen die Kapazitäten von Nachbarländern in Krisengebieten erhöhen. Sogar die AFD, die die Flüchtlingskrise am liebsten mit Waffengewalt an der Grenze des Deutschen Vaterlandes lösen würde, hat das schon längst erkannt.

Für mich ist ein "Deal" mit Äthopien weniger vergiftet als einer mit der Türkei, die meiner Einschätzung nach ebenfalls erhebliche Demokratiedefizite hat. Man muss dieses Mittel gezielt einsetzen und im Gegenzug Zugeständnisse auf dem Menschenrechtssektor verlangen. In Äthopien ist m.E. weniger schwierig als in Saudiarabien oder der Türkei. Wenn man sich nicht an den Verhandlungstisch setzt kann man auch nichts aushandeln, so einfach ist das.

Die Gefährlichkeit des Krieges ist nicht geringer geworden, aber die Kriegsgefahr meiner Meinung nach schon. In der Zeit des kalten Krieges wären wir die ersten gewesen, die die Pershings der Amerikaner abgekriegt hätten und die waffenstarrenden Blöcke haben öfter am rand der Katastrophe gestanden. Alpha, Beta und Gammastrahlung tritt momentan vor allem durch havarierte Atomkraftwerke auf. Insofern ist das sogar ein allgegenwärtiges Problem.
othello
12.10.2016, 16:45 Uhr
Bodos verkehrte Weltsicht !
Bodo Schwarzbergs Weltsicht ist wohl ein wenig durcheinander geraten ! Während er die Verbrechen der USA und seiner Verbündeten weitgehend treffend beschreibt, verfällt er in ein Muster, welches man gemeinhin als „ Putin – Versteher “ beschreibt.
Zitat : Russlands Verhalten ist die Folge des respektlosen Umgangs mit ihm ( Zitat Ende )
In diesem gleichen Wortlaut begründen ( beschönigen ) „Islamversteher“ auch, warum muslimische Männer und Frauen für den IS in den Krieg ziehen.
Zitat : Russlands Bombardement in Aleppo sind zweifellos unmenschlich, aber Russland tut gemeinhin das, was die USA ….
Eine dermaßene Relativierung der Verbrechen Russlands dürfte auch unter Ihrer Würde sein.
Was der eine tut, kann dem anderen nicht vorgeworfen werden ?
Zitat : … es wird von allen Seiten militärisch in die Zange genommen ( Zitat Ende )
Darüber, ob dieses Richtig war, bin ich auch unschlüssig, doch soweit ich weiß, war es der Wunsch der demokratisch gewählten Regierungen, um diesen militärischen Schutz. Wird mit diesem militärischen Schutz das Ziel verfolgt, Russland irgendwelche Gebiete abzujagen ? Ich denke schon, dieses ruhigen Herzens mit Nein zu beantworten. Sehen sie nach der Krim und in die Ostukraine, dann sollte Ihnen, Herr Schwarzberg, doch auffallen, dass eine Angst vor Russland nicht ganz unbegründet ist . Ein Russland unter Putin ist gefährlich und diesem müssen Schranken gesetzt werden.
Diesen Großmachtbestrebungen und Verbrechen auf beiden Seiten der Medaille müsste Einhalt geboten werden. Dieses können nur Politiker mit einem festen Willen dazu durchsetzen, vielleicht auch mit einer Friedensbewegung unterstützt, welche die Gesamtheit der „ Krieger „ verdammt und in die Wüste schickt!
Franziskus
12.10.2016, 18:21 Uhr
Demokratie
wir leben in einer Demokratie , viele Menschen haben unterschiedliche Ansichten und das ist gut so.
Und was alles in DDR Schulen gelehrt wurde, muss nicht immer der Warheit entsprochen haben.
Andreas Dittmar
12.10.2016, 21:25 Uhr
keine Sandkastenspiele mehr.....
Man stellt sich da schon Fragen, wenn Verträge ausgehandelt werden, die eine Osterweiterung der NATO untersagen aber kurze Zeit danach werden die baltischen Staatenund weitere Anrainer Russlands in die NATO aufgenommen. Bei einer Militärparade in Estland oder Moldawien fahren wenige 100 m von der russischen Grenze amerikanische Panzer spazieren.

Durch Wien rollen offene Truppentransporte Richtung Osten. Polen ist Schauplatz gigantischer NATO-Manöver. Natürlich weis jeder, dass hierbei kleine Fehler große Wirkung haben aber muß man sich unweigerlich an solche Punkte rantasten. Bekannt sind auch Zwischenfälle zwischen amerikanischen und russischen Kampfjets über der Ostsee oder das Einlaufen von NATO-Flottenverbänden in das Schwarze Meer. Ich bin der Meinung, das die Kriegsgefahr momentan größer ist, weil auch der Spielraum für Provokationen immer weiter vergrößert wurde. Wenn der NATO-Partner Türkei einen russischen Jet an der syrischen Grenze vom Himmel holt ist das auch mehr als bedenklich. In Aleppo bekämpft die syrische Armee mit russischer Unterstützung Rebellengrupierungen, die von den USA militärisch und finanziell unterstützt werden. Mit diesen Rebellen ist kein Frieden zu machen, weil die sich irgendwann gegenseitig bekämpfen werden. Wer hat denn den Waffenstillstand gebrochen und den Beschuß fortgesetzt? Das will keiner wissen. Wichtig ist eben die Nachricht, das ein Hilfskonvoi von prorussischer Seite beschossen wurde. Das war schon ohne genaue Untersuchung klar. Auch eine Tatsache ist, dass viele der Hilfslieferungen für Syrien nicht dort ankommen wo sie hin sollen. Die syrische Armee bekommt genügend Unterstützung, so dass sie auf solche Wege eigentlich nicht angewiesen ist.

Das die Amerikaner überall in der Welt gezündelt haben und das eben noch tun, haben wir zu DDR-Zeiten schon in der Schule gelernt. Natürlich muß man sich die Puzzleteile immer selber zusammen setzen. Den Tatsachen kann man sich wirklich nicht mehr verweigern. Vietnam, Chile, Grenada, Panama . In Angola, Namibia, Nikaragua, Kolumbien wurden auch Rebellengruppierungen finanziert und je nach Loyalität gestützt und wieder fallen gelassen.
Natürlich sind die USA nicht der einzige Zündler auf der Welt. Begin und Arafat haben versucht einen eigentlich historischen Frieden in einer ganz anderen Einflussspäre auszuhandeln. Begin wurde kurz darauf erschossen, Arafat starb an einer Plutoniumvergiftung. Auch die beiden waren nicht die einzigen, die leider vorzeitig den Sandkasten verlassen mussten.
Tor666
14.10.2016, 12:32 Uhr
GuttaCavat & Co
Was schreibst Du da eigentlich?

Nachdem sich Amerika so sehr windet, wie so oft, die großmäulig angekündigten Beweise für den Luftangriff auf den Konvoi vorzulegen, kann man sich die Beschuldigungen sparen. Die Amis hatten definitiv eine Drohne genau zu der Zeit über dem Konvoi, also hätten sie auch einen Beweis. Der bleibt wie üblich aus. Die zeitliche Nähe zu dem Massaker der Koalition am 17.10. an syrischen Soldaten ist dabei mit Sicherheit kein Zufall. Also ist anzunehmen, dass es sich um die übliche amerikanisch-englische Propaganda handelt. Ich schreibe dies auch mit Bedacht auf den Artikel "Vorsicht Volk" und die Verdummung per "ihr seid Putinversteher" bla bla...

Wo haben die Russen Giftgas eingesetzt? Wo hat Assad nachweislich Giftgas eingesetzt? Das ist doch widerlegt, falls Assad gemeint war. Die Russen sowieso nicht. Genau wie der Schwachsinn mit den Fassbomben. Brauchen die nicht. Warum fehlen denn immer die wirklich gerichtsfähigen Beweise, wo doch mit Sicherheit jede Sec Syrien per Satelliten überwacht wird. Wieso?

Eine Wette biete ich an: Niemand wird die Russen nach Den Haag zerren. Hätte man doch schon wegen der Krim machen können, wenn dies wirklich völkerrechtswidrig war. Nur Sprüche der Amis, weil Ihr Syrienplan in die Hose geht.

Man muss doch klarstellen: Ohne Amerikaner, Engländer, Israel und Franzosen kein Syrienkrieg. Da leben drei Nationen ihre kolonialen Träume aus und Israel will den Iran fallen sehen. Vorher musste Syrien weg. Der Russe hat daran keine Schuld. Dem Iran bleibt durch die Russen das Schicksal von Libyen und Syrien wahrscheinlich erspart, weil der Iran der nächste Staat zum Ausknipsen gewesen wäre.

Karin Leukefeld, eine anerkannte Journalistin, ist wohl so ziemlich die einzige deutsche die direkt aus den Krisengebieten in Syrien berichtet und die nötigen Verbindungen hat. Auch sehr interessant das letzte Interview von Todenhöfer mit einem Al Nusra Kommandeur. Wer diese wohl finanziert, ausbildet, zwischen Zivilisten postiert und als gemäßigte Opposition schützt? Einfach mal ihre Berichte anschauen, da hört sich die Wahrheit dann schon ganz anders an und wird auch etwas logischer als dieser verwirrte Unsinn, den die USA von sich geben. Und zur Krönung tauchten vor zwei, drei Tagen Bilder von amerikanischen Kampfflugzeugen auf, die in russischen Farben und Hoheitszeichen verziert waren.

Und nun kommt etwas sehr Interessantes. Eine Delegation des US-Friedensrates ist nach Damaskus gereist. Zum einen ist interessant zu beobachten, wieviel davon wohl in unseren Nachrichten kommt oder ob man diese Nachrichten ebenso verschweigt wie bspw. die drei großen Friedensmärsche in der Ukraine. zum zweiten sind die Aussagen so deutlich, dass man weiß, wer in der Syrienfrage lügt. Ich hoffe, ich darf die Links hier einfügen, sollte jeder Deutsche mal geschaut haben.

https://www.youtube.com/watch?v=aKvIf_ghUls
https://www.youtube.com/watch?v=qr1xnDiN1fA

Ich frage mich sowieso, wie viele Lügen noch aufgedeckt werden müssen, bis man den Amerikanern nichts mehr glaubt.
Johann George
14.10.2016, 14:10 Uhr
Aber Tor 666...
...am Ende wollen Sie noch behaupten, die USA hätten seit 1950 insgesamt 24 Kriege (immer gegen kleine Länder) geführt, diverse Putschversuche unterstützt, gar zweimal die Ukraine mit einer Revolution beglückt und würden momentan die Europäer auf einen Krieg gegen Russland vorbereiten, an dem sie selbst dann wieder erst am Ende teilnehmen werden, wenn klar ist, wer gewinnt?
GuttaCavat
14.10.2016, 16:46 Uhr
Ich habe nichts gegen Russen.
Assad behauptet er hat den von seinen Truppen durchgeführten Einsatz von Giftgas nicht befohlen. Dass seine Truppen Giftgas eingesetzt haben bestreitet er ja nicht.

Das ist so wie damals, als ich 8000 Euro bezahlen sollte, weil ich Musik ins Internet hochgeladen hatte. Da habe ich auch einfach gesagt, ich bin es nicht gewesen und dann ich bin auf der Maus ausgerutscht und jemand anders hat deswegen gedacht er soll die Musik hochladen. Dreimal dürft ihr raten, ob mir das etwas genutzt hat. Die haben das doch echt als Schutzbehauptung abgetan. Ohje damals habe ich mich zum Gespött der Justiz gemacht!!!

Was die Russen angeht: Am Ende wird hier noch behauptet, die Russen wären nicht auf die Krim einmarschiert und sie hätten keine Truppen (per Hilfskonvoi) in die Ostukraine geschickt und das Passagier Flugzeug sei nicht mit einer russischen Rakete abgeschossen worden. Oder war es vielleicht Notwehr? Das Problem ist: Die haben gedacht, dass in dem UN Konvoi Waffen geschmuggelt werden, weil das das übliche russische Prozedere ist. Niemand außer Russen würde einen Hilfskonvoi beschießen. Wirklich niemand.

Dass nicht der eine oder andere nach Den Haag gezerrt wird, möchte ich noch nicht unterschreiben. Für solche Straftaten mahlen die juristischen Mühlen langsam und sorgfältig, wie man an den jüngsten NS-Massenmord-Prozessen sieht. Wir werden sehen...

Ursprünglich hieß es noch man dürfe die Russen nicht beschuldigen, weil man damit unterschlägt wie "böse" die Amerikaner sind. Jetzt waren sie es auf einmal gar nicht und man darf sie nicht mehr beschuldigen weil sie auf einmal unschuldig sind. Was ist jetzt richtig? sind sie unschuldig oder sind die Amerikaner auch böse?

Übrigens, die Videos, die jeder aufrechte Deutsche schon gesehen haben sollte, guck ich mir schon länger nicht mehr an.
Frank1966
14.10.2016, 18:57 Uhr
@GuttaCavat
"Ich habe nichts gegen Russen"....sie sind aber an allem Schuld. Ein amerikanisches Plädoyer in Reinkultur. Niemand auf der Welt, außer den Russen, würde einen Hilfskonvoi beschießen. Also wenn Sie nichts gegen jemanden haben, der Ihrer Meinung nach die Welt in Angst und Schrecken versetzt, dann weiß ich nicht. Für mein Empfinden hat diese Aussage schizophrene Züge.
Und dann outen Sie sich auch noch als jemand, der sich nicht umfassend informiert und sich Videos oder Nachrichten andersdenkender schon garnicht ansieht.
Dann wird Ihnen auch entgangen sein, das der Luftangriff im Jemen mit 192 Toten, durch eine Rakete amerikanischer Bauart geschehen ist. Ich nehme an, Sie vermuten das sich Putin diese bei Amazon bestellt hat und abgefeuert hat.
Vielleicht reicht es einfach mal, Pispers zuzuhören, der sachlich amerikanische Außenpolitik seit dem Sturz von Allende in Chile erklärt. Hoffe Ihnen wird nicht schwindelig oder übel.
Einen werden sie mit Sicherheit nicht nach Den Haag zerren:
den dunkelhäutigen Nobelpreis tragenden Kriegsverbrecher und Drohnenmörder aus Washington.
Apropos Drohnen: "Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen."
Andreas Dittmar
14.10.2016, 20:38 Uhr
Putin verstehen
Putins Einmarsch auf der Krim halte ich für Notwehr. Was wäre passiert wenn er es nicht getan hätte. Die Nato wäre in Sewastopol eingelaufen und hätte den ukrainischen Teil der Schwarzmehrflotte dankbar in Empfang genommen. Alternativ hätte Arsenij Jazenjuk auch wegen Devisenknappheit seinen Anteil verkaufen können, Frage nur an wen. Am Ausgang des schwarzen Meeres sitzt auch noch jemand, der darüber entscheidet, wer ins Mittelmeer fahren darf und wer nicht.
Auch sollte man nicht vergessen, wer wen in Syrien unterstützt. Putin unterstützt die momentan reguläre Regierung. Die USA unterstützen "Rebellen". Der Türkei sagt man Geschäfte mit dem IS nach. Das sollte sogar mit Sattelitenbildern belegt sein. Schaut man sich an, wer im "arabischen Frühling" durch wen von der politischen Bühne gefegt wurde und wer Muslimbrüder und IS erst großgemacht hat dann sehe ich eher in den Amerikanern den größten Kriegstreiber

Ob es im langsamen Arbeiten der Justitz liegt, Leute wie Oscar Gröning medienwirksam zu 4 Jahren Haft zu verurteilen, wobei in den Sternen steht, ob er diese jemals absitzen wird ist fraglich. Notwendig ist es schon, da Mord nicht verjährt. Aber hier versucht man doch eher ein Versagen zu kompensieren, das auf die damalige Besetzung der Richter, der Anklage und fehlendem Interresse an einer Aufklärung zurückzuführen ist

@GuttaCavat, Das ist aber ein schlechtes Beispiel und die Schutzbehauptung dermaßen vorprogrammiert, das man eigentlich gar nicht rauskommt. Auch wenn es Offtopic ist, vielleicht hilft es ja Betroffenen. Das ist echt eine schlimme Sache mit diesen Abmahnern. Solche Forderungen können einen ganz schön einschüchtern. Da schreibt man aber, wenn man schon das Bedürfnis verspürt, sich der gegnerischen Kanzlei zu erklären, eher etwas was ein wenig Verwirrung stiftet, um das Prozessrisiko zu erhöhen und gibt nicht zu, die Tat die man wahrscheinlich niemals begangen hat, vielleicht aus Versehen begangen zu haben. Ich selbst war vor vielen Jahren auch schon in so einer Mühle drin, hatte weil ich selbst im Urlaub war, einen Kontoauszug der mir zum ungefährenTatzeitpunkt eine Barabhebung an einem Bankomaten in Kufstein bestätigte. Weiterhin konnte ich belegen, das mein instabiler Internetanschluß mehr offline als online war. Allerdings wusste ich, das so etwas die Jungs nicht interressiert. Die wollen ja Kohle haben. Ich hab mich da der zuständigen Rechtsanwaltskammer und der Bundesnetzagentur erklärt allerdings eher so allgemein ohne Details. Nur Drohbriefe, kein Prozess, keine Kohle ......
Tor666
14.10.2016, 21:15 Uhr
Frank1966
Die verlinkten Videos sind ja nicht mal Andersdenkende, sondern Friedensaktivisten aus den USA. Die Floskel "jeder aufrechte Deutsche" zeugt von einem Reflex und zeigt, mit wem man es zu tun hat. In meinem Text kommt so etwas in keiner Weise vor. Somit passt die Einschätzung Ende erster Absatz sehr gut.

Im Übrigen sind die Amerikaner ebenfalls in Venezuela hilfreich und planen den Sturz des Präsidenten. Auch ein sehr soziales Land, welches dem Dollar entrinnen will.
henry12
14.10.2016, 22:06 Uhr
@GuttaCavat
Alles was Sie sagen ist Propaganda . Das hatten wir schon zweimal und es hat am Ende nie funktioniert.
Johann George
15.10.2016, 10:46 Uhr
Einfach Beweise liefern,
@Guttacavat wäre das Sinnvollste, wenn man weiß, wer es getan hat. Interessant ist nur, dass die Amis immer wissen, wer es getan hat, aber nie einen Beweis dafür erbringen können.
Ich bin jedenfalls froh, dass es Putin und ein erstarktes Russland gibt, um den Weltbeglückern überm Teich Paroli zu bieten.
Und die treudoofe Amerikapropaganda, der sich inzwischen auch Linke und Grüne anschließen, entlarvt sich immer wieder selbst.
Vielleicht sollte man bspw. mal mit den Krim-Bewohnen reden. Dann würde schnell klar, wie sehr die sich eine russische "Aggression" gewünscht haben und wie froh sie sind, den ukrainischen Nationalisten und Faschisten entkommen zu sein.
Tor666
15.10.2016, 12:42 Uhr
@GuttaCavat
Nochmals zu den Videos: Sie waren ja neu und kaum jemand hier wird sie vor meinem Beitrag gesehen haben. Sehr interessant und von enormer Wichtigkeit. Dementsprechend kann man überprüfen, ob unsere Medien darüber berichten oder ob Lügen- bzw. besser Lückenpresse zu recht benutzt wird. Aktuell lese ich nur „Steinmeier fordert Feuerpause“. So realitätsfremd, Wahnsinn. Verfolgen Sie die Nachrichten dieses Wochenende und überprüfen Sie, ob über diese UN-Veranstaltung berichtet wird.

@Guttacavat
Der Journalist Seymour Hersh hat Nachgewiesen, dass 2012 Giftgas nach Syrien geschmuggelt wurde. Rebellen haben es dann eingesetzt. Es gab wohl über 1200 Tote. Das wollte man dann Assad in die Schuhe schieben und Syrien bombardieren, eben auf Grundlage einer Lüge wie in Jugoslawien und Irak bspw... Der Russe hat dann das komplette Arsenal an Giftgas an sich genommen und vernichtet, somit war der erfundene Kriegsgrund vom Tisch. Frau Clinton hat davon gewusst, die geleakten Mails sagen es ganz klar und deutlich. Wäre es nicht so, gäbe es die Mails von Clinton nicht.

Sie dürfen die Russen beschuldigen wie Sie wollen. Dann unterstellen Sie aber nicht jedem, der Ihren Propagandamedien nicht nachhängt, Verschwörungstheoretiker zu sein und stellen ihn in eine Ecke, wo es nach Dummheit riecht. Man kann natürlich die Tagesschau gucken und meinen, man hat etwas erfahren. Dann vergisst man aber die 27000 Propagandamitarbeiter beim CIA, die nur für Sie und Ihre Welt da sind.
Tor666
27.11.2016, 14:06 Uhr
Wichtige News zu Syrien
Nachdem die Delegation des US-Friedensrates, Erklärung und Links weiter oben in meinem Kommentar, völlig erwartungsgemäß in unseren Medien nicht existent waren, möchte ich einen Bemerkenswerten Vortrag zur Ergänzung hier reinsetzen. Er ist deutsch untertitelt und zeigt auf, wie wir gegen Assad und letztendlich auch gegen den Russen manipulativ aufgehetzt werden.

Es muss bei jeden normal denkenden Menschen schon dann Zweifel aufkommen, wenn man uns weis machen will, Assad lässt durch die syrische Armee sein Volk bombardieren, obwohl aus dem Volk fast jede Familie einen Soldaten dort zum Dienst abgestellt oder schon verloren hat. Wozu sein eigenes Volk bombardieren? Auch Frau Karin Leukefeld, die aus Syrien berichtet, betonte ja mehrfach, dass die Zivilbevölkerung zum größten Teil hinter Assad steht. Natürlich nicht die islamistischen Kräfte, welche die USA und ihre Lakaien bezahlt und stärkt. Erklärt wird auch, wie zu Beginn der Auseinandersetzung die Demonstrationen unterwandert werden, wer dort wen ermordete und wer das alles förderte. Einige hier werden es schon erraten.

Erwähnung findet auch die freie Wahl 2012, wusste das jemand hier? Zum ersten Mal, weil Assad es änderte, standen auch andere Parteien zur Wahl. Trotzdem gewann Assad, der zu dieser Zeit ja angeblich schon einige Massaker gegen sein eigenes Volk gemacht haben soll.


https://www.youtube.com/watch?v=qsgBTB8vy4c&t=545s

Wer KenFM nicht mag, es ist in diesem Fall nur ein Medium, greift in den Vortrag nicht ein oder manipuliert ihn.
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