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Mi, 17:45 Uhr
12.10.2016
Neues aus Bad Frankenhausen

Vortrag im Regionalmuseum

Unter dieser Überschrift findet der Vortrag statt: „Das es der letzte Krieg sein möge! - Die schwarzburg-rudolstädtische Unterherrschaft Frankenhausen im und nach dem Ersten Weltkrieg 1914 bis 1924.“...

Wann? Am Dienstag, den 18. Oktober, um 19.30 Uhr, im Regionalmuseum Bad Frankenhausen.

„Das es der letzte Krieg sein möge! - Die schwarzburg-rudolstädtische Unterherrschaft Frankenhausen im und nach dem Ersten Weltkrieg 1914 bis 1924.“

Als am 28. Juni 1914 in Sarajevo die tödlichen Schüsse auf den Österreichischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin abgegeben wurden, mündete dies wenige Tage später in einem zwischen den europäischen Mächten bisher nie dagewesenen Krieg.

Mit der spürbar guten Entwicklung und der Beschaulichkeit der schwarzburg-rudolstädtischen Unterherrschaft Frankenhausen, bestehend aus der gleichnamigen Stadt und 11 umliegenden Dörfern ging es je zu Ende. Teils unter begeistertem Jubel wurden die eingezogenen Soldaten zu ihren Einheiten verabschiedet. Nachdenkliche Stimmen wie die des Landtagspräsidenten Franz Winter auf einer Kundgebung auf dem Marktplatz Frankenhausen blieben die Ausnahme. Bald füllten sich die Seiten der Frankenhäuser Zeitung mit Gefallenenanzeigen. Im Herbst 1914 wurde Frankenhausen Lazarettstadt. Und bereits 1915 machte sich ein Mangel an Nahrungsmitteln bemerkbar.

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Einst gern gesehen, wurden Kurgäste der Hamsterei beschuldigt und zu unerwünschten Personen erklärt. Dafür kamen unterernährte Großstadtkinder zum Aufpäppeln in den ländlichen Raum. Felddiebstähle auf den dörflichen Ländereien waren an der Tagesordnung. In dieser aufgewühlten Zeit wurde dem Landratsamt Frankenhausen eine Sonderstellung als zuständiges Landwirtschafts- und Ernährungsamt eingeräumt. Der Posten des Landrates wurde mit einem ausgewiesenen Fachmann, Landwirt und Jurist, besetzt.

Gegen Kriegsende blieb die bewaffnete Revolution aus. Fast lautlos ging die Regierungsgewalt vom Fürsten auf die neue Regierung über. Die späten Kriegsjahre und die Nachkriegszeit waren weiterhin geprägt vom Mangel an Brot, Kohlen und fast unerklärlich an Wohnraum. Und ein langes Warten begann, bis die letzten Kriegsgefangenen heimkehrten. Den „im Felde“ gebliebenen wurde in jedem Ort mit einem Denkmal gedacht.

Vortrag im Regionalmuseum (Foto: Regionalmuseum Bad Frankenhausen) Vortrag im Regionalmuseum (Foto: Regionalmuseum Bad Frankenhausen)

Anlässlich der 25Jahrfeier der Einweihung des Kyffhäuser-Denkmals 1921 setzte ein ungeahnter Erinnerungskult um die vergangene Zeit ein. Die Anwesenheit von Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg wurde zur Massenveranstaltung am Denkmal.

Völlig unterschiedlich nahm die Bevölkerung die größte territorialpolitische Veränderung der Weimarer Republik, die Bildung des Freistaates Thüringen 1920, auf. Gegen den Willen der Bevölkerung setzte die Landesregierung eine Gebietsreform um. Der Kreis (Unterherrschaft) Frankenhausen wurde 1922 Teil des Kreises Sondershausen.
Der Vortrag folgt nicht allein den Kriegsjahren, sondern auch den Jahren der Neuorientierung nach dem Krieg und umspannt letztlich ein ganzes Jahrzehnt.

Die gleichnamige Sonderausstellung ist an diesem Abend von 18.30 bis 19.30 Uhr geöffnet.

Ihr Museumsteam
Autor: khh

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Kommentare
Franziskus
12.10.2016, 20:55 Uhr
Der Mann
Der Mann liegt immer noch unter dem Stasihaus ?
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