Mi, 00:01 Uhr
02.11.2016
Wollen Bundespolitiker die biologische Lösung?
Frauen fordern ihr Recht ein und klagen an
Unter der Überschrift Frauen kämpfen um ihr Recht – In der DDR geschieden, durch den Einigungsvertrag diskriminiert eröffnete gestern eine Ausstellung in Sondershausen. Es ist eine Anklage an die Bundespolitiker der Jahre seit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten...
Am gestrigen Nachmittag eröffnete eine Ausstellung der besonderen Art im Landratsamt des Kyffhäuserkreises.
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Die Gleichstellungsbeauftragte, Katharina Töppe, des Landratsamt Kyffhäuserkreis und der SPD Ortsverein Sondershausen hatten zu dieser Ausstellung geladen. Um was geht es?
26 Jahre nach der Wiedervereinigung beschäftigt Frauen, die in der DDR geschieden wurden, immer noch das Unrecht, im Rentenüberleitungsgesetz nicht den westdeutschen Frauen gleichgestellt worden zu sein. Versorgungsansprüche gegenüber den Ex-Partnern blieben den Ostfrauen verwehrt und viele Frauen leben in Altersarmut. Und wer meint, das sei nur ein kleiner Kreis, der täuscht sich.
Die Anzahl der betroffenen Frauen ist hoch, aber bereits von 800.000 auf 300.000 Frauen gesunken. Das macht betroffen, doch spornt die noch agierenden Aktivistinnen an, ihren Weg weiter zu verfolgen und Druck auf die Politik auszuüben. Beim Einigungsvertrag wurde dieses Problem der geschiedenen Frauen und deren Versorgung im Alter einfach unter den Tisch gekehrt.
Und was macht die Politik? Sie wendet die sogenannte "Kohlsche" Politik des Aussitzendes an. Zynisch kann man auch sagen, die Politiker, genauer gesagt die Bundespolitiker setzten in ihrer Masse auf die biologische Lösung, was nichts anderes heißt, mit dem älter werden löst sich das Problem von allein. Im Alter fehlt dann bei den betroffnen Frauen einfach die Kraft zum Weiterkämpfen oder der Tod regelt die Sache für die Politiker.
Der Verein der in der DDR geschiedenen Frauen e. V. will auf die Schicksale der Betroffenen aufmerksam machen. Noch immer kämpfen diese Frauen gegen das Unrecht, keinerlei Ansprüche auf Versorgungsausgleich in ihren Ehejahren gegenüber ihrem Partner erworben zu haben, an. Der Einigungsvertrag sah keine Angleichungen im Rentenüberleitungsgesetz dafür vor. Altersarmut ist oft die Folge. Zahlreiche Fraueninitiativen haben sich gegen diese Diskriminierung gewehrt und tun dies immer noch.
26 Jahre nach der Wiedervereinigung ist immer noch keine Lösung in Sicht? Im kommenden Bundestagswahl geht es auch um die Angleichung der Renten Ost/West. Da gehört dieses Thema mit auf den Tisch.
Auch im Kyffhäuserkreis gab es nach der Wiedervereinigung eine sehr aktive Gruppe, die sich an vielerlei Aktionen beteiligt hatte. Eine Rentnerin, die sich nach wie vor für das Thema stark macht, jedoch aus Altergründen nicht mehr die Kraft hat, Vorhaben umzusetzen, berichtete gestern über den bisherigen vergeblichen Kampf. Und auf den Schautafeln sind die Schicksale von 21 Frauen aus Deutschland dargestellt. Man muss bewundern, dass sie den Mut haben diese Details aus ihrem Leben öffentlich darzustellen.
Gemeinsam mit ihr und weiteren Interessierten soll die Ausstellung am 01.11.2016 um 16.00 Uhr im Foyer des Landratsamtes eröffnet werden.
Die im Anschluss stattfindende Gesprächsrunde sollte mit Vertreter*innen aus Politik und betroffenen Frauen geführt werden. Allerdings war die Zahl der Politiker nicht gerade groß. Die Bürgermeister von Kyffhäuserland (Knut Hofmann) und Sondershausen (Joachim Kreyer), beide CDU und eine Hand voll Mitglieder der Ortsgruppe der SPD, waren die Einzigen!
Der Verein der in der DDR geschiedenen Frauen e. V. hat zwar Initiativgruppen in verschiedenen Städten Thüringens, so in Mühlhausen und Nordhausen, aber nicht in Städten des Kyffhäuserkreises. Aber vielleicht finden sich ja noch betroffene Frauen im Kreis die das ändern wollen.
Autor: khhAm gestrigen Nachmittag eröffnete eine Ausstellung der besonderen Art im Landratsamt des Kyffhäuserkreises.
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Die Gleichstellungsbeauftragte, Katharina Töppe, des Landratsamt Kyffhäuserkreis und der SPD Ortsverein Sondershausen hatten zu dieser Ausstellung geladen. Um was geht es?
26 Jahre nach der Wiedervereinigung beschäftigt Frauen, die in der DDR geschieden wurden, immer noch das Unrecht, im Rentenüberleitungsgesetz nicht den westdeutschen Frauen gleichgestellt worden zu sein. Versorgungsansprüche gegenüber den Ex-Partnern blieben den Ostfrauen verwehrt und viele Frauen leben in Altersarmut. Und wer meint, das sei nur ein kleiner Kreis, der täuscht sich.
Die Anzahl der betroffenen Frauen ist hoch, aber bereits von 800.000 auf 300.000 Frauen gesunken. Das macht betroffen, doch spornt die noch agierenden Aktivistinnen an, ihren Weg weiter zu verfolgen und Druck auf die Politik auszuüben. Beim Einigungsvertrag wurde dieses Problem der geschiedenen Frauen und deren Versorgung im Alter einfach unter den Tisch gekehrt.
Und was macht die Politik? Sie wendet die sogenannte "Kohlsche" Politik des Aussitzendes an. Zynisch kann man auch sagen, die Politiker, genauer gesagt die Bundespolitiker setzten in ihrer Masse auf die biologische Lösung, was nichts anderes heißt, mit dem älter werden löst sich das Problem von allein. Im Alter fehlt dann bei den betroffnen Frauen einfach die Kraft zum Weiterkämpfen oder der Tod regelt die Sache für die Politiker.
Der Verein der in der DDR geschiedenen Frauen e. V. will auf die Schicksale der Betroffenen aufmerksam machen. Noch immer kämpfen diese Frauen gegen das Unrecht, keinerlei Ansprüche auf Versorgungsausgleich in ihren Ehejahren gegenüber ihrem Partner erworben zu haben, an. Der Einigungsvertrag sah keine Angleichungen im Rentenüberleitungsgesetz dafür vor. Altersarmut ist oft die Folge. Zahlreiche Fraueninitiativen haben sich gegen diese Diskriminierung gewehrt und tun dies immer noch.
26 Jahre nach der Wiedervereinigung ist immer noch keine Lösung in Sicht? Im kommenden Bundestagswahl geht es auch um die Angleichung der Renten Ost/West. Da gehört dieses Thema mit auf den Tisch.
Auch im Kyffhäuserkreis gab es nach der Wiedervereinigung eine sehr aktive Gruppe, die sich an vielerlei Aktionen beteiligt hatte. Eine Rentnerin, die sich nach wie vor für das Thema stark macht, jedoch aus Altergründen nicht mehr die Kraft hat, Vorhaben umzusetzen, berichtete gestern über den bisherigen vergeblichen Kampf. Und auf den Schautafeln sind die Schicksale von 21 Frauen aus Deutschland dargestellt. Man muss bewundern, dass sie den Mut haben diese Details aus ihrem Leben öffentlich darzustellen.
Gemeinsam mit ihr und weiteren Interessierten soll die Ausstellung am 01.11.2016 um 16.00 Uhr im Foyer des Landratsamtes eröffnet werden.
Die im Anschluss stattfindende Gesprächsrunde sollte mit Vertreter*innen aus Politik und betroffenen Frauen geführt werden. Allerdings war die Zahl der Politiker nicht gerade groß. Die Bürgermeister von Kyffhäuserland (Knut Hofmann) und Sondershausen (Joachim Kreyer), beide CDU und eine Hand voll Mitglieder der Ortsgruppe der SPD, waren die Einzigen!
Der Verein der in der DDR geschiedenen Frauen e. V. hat zwar Initiativgruppen in verschiedenen Städten Thüringens, so in Mühlhausen und Nordhausen, aber nicht in Städten des Kyffhäuserkreises. Aber vielleicht finden sich ja noch betroffene Frauen im Kreis die das ändern wollen.






