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Fr, 10:17 Uhr
04.11.2016
Kommunale Unternehmen

Bilanzsumme von fast 23 Milliarden Euro

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, gab es im Jahr 2014 in Thüringen 583 öffentlich bestimmte Fonds, Einrichtungen und Unternehmen (öFEU) mit kaufmännischem Rechnungswesen. Diese Einheiten stehen in einem engen Bezug zu den Gemeinden, Landkreisen oder dem Land und erfüllen anstelle kommunaler Körperschaften kommunale Aufgaben...

Grafik: Umsatzerlöse nach Aufgabenbereichen (Foto: TLS) Grafik: Umsatzerlöse nach Aufgabenbereichen (Foto: TLS)
Sie werden entweder in privat-rechtlicher Form, zum Beispiel als GmbH, oder in öffentlich-rechtlicher Form zum Beispiel als Zweckverband oder Eigenbetrieb geführt. Bei den öFEU in Thüringen handelt es sich unter anderem um kommunale Wohnungswirtschaftsunternehmen, Verkehrs- und Versorgungsbetriebe (Strom, Gas), Krankenhäuser, Wasser-, Abwasser- und Abfallzweckverbände oder Eigenbetriebe.

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Die Bilanzsumme aller öffentlich bestimmten Fonds, Einrichtungen und Unternehmen belief sich 2014 auf 22,7 Milliarden Euro (2013: 23,0 Milliarden Euro). Die öFEU in den Aufgabenbereichen Versorgung und Wohnungswesen haben daran mit 34 bzw. 20 Prozent die größten Anteile gefolgt von dem Aufgabenbereich Entsorgung mit 12 Prozent Anteilen.

Die Vermögensstruktur war auch 2014 gekennzeichnet durch eine hohe Anlagenintensität (83 Prozent Anteil an der Bilanzsumme) und ein geringes Umlaufvermögen. Dies ist bedingt durch die Struktur der öFEU mit hohen Werten für Grundstücke und Gebäude beim Wohnungswesen und für Technische Anlagen und Maschinen bei Wasserver- und Abwasserentsorgungsbetrieben, die als Sachanlagen den Hauptanteil am Anlagevermögen bilden. Das Umlaufvermögen bestand im Wesentlichen aus Forderungen, Bar- und Buchgeldbeständen.

Die Kapitalstruktur war zu einem großen Teil durch Eigenkapital und Verbindlichkeiten bestimmt. Das Eigenkapital betrug 10,7 Milliarden Euro und ergab sich fast vollständig aus Rücklagen.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 6,7 Milliarden Euro waren überwiegend (70 Prozent) mittel- und langfristig fällig. 20 Prozent der Rücklagen und 31 Prozent der Verbindlichkeiten betrafen das Wohnungswesen. Die öFEU mussten im Jahr 2014 für die Verbindlichkeiten 336 Millionen Euro Zinsen aufwenden. Die Ertragszuschüsse beliefen sich auf 2,4 Milliarden Euro und gingen hauptsächlich an öFEU in den Aufgabenbereichen Wasserver- und Abwasserentsorgung. Der Anteil der öffentlich-rechtlichen Zweckverbände und Eigenbetriebe an den gesamten Ertragszuschüssen betrug 80 Prozent.

Die 583 öFEU erwirtschafteten im Jahr 2014 insgesamt 7,6 Milliarden Euro an Umsatzerlösen. Saldiert wiesen diese Einheiten einen Jahresgewinn bzw. -überschuss in Höhe von 305 Millionen Euro aus.
Autor: red

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