Fr, 11:28 Uhr
04.11.2016
Neues aus Sondershausen
Intendant im Hauptausschuss
Die Stadträte von Sondershausen hatten sich den neuen Intendanten der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH in den Hauptausschuss eingeladen. Auch der Musikstil spielte eine Rolle in der Diskussion...
Frei nach dem Motto, nicht kleckern sondern klotzen, brachte Intendant Daniel Klajner gleich seine ganze Führungsmannschaft zur Vorstellungsrunde mit. Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) wünschte sich, nach dieser Vorstellungsrunde sollten die gesamten Stadträte zu einem Gegenbesuch in in die Konzerte und Aufführungen kommen.
Und so wurde die Vorstellungsrunde ein regelrechter Trip durch die Kulturlandschaft Deutschland. Der Chef machte den Anfang.
Zum Ensemble Nordhausen / Sondershausen sagte er, die Chemie stimmt. Er dankte den Gesellschaftern, dass die Zukunft des Theaters für die nächsten acht Jahre gesichert ist. Man findet nicht oft, dass zwei Landkreis und zwei Städte so ein künstlerisches Ensemble langjährig unterstützen.
Sondershausen sei mit mit den Thüringer Schlossfestspielen das Flaggschiff. Die Schlossfestspiele sollen sowohl künstlerisch als auch in der Vermarktung weiter entwickelt werden.
Aber auch in anderer Sicht soll es Entwicklungen geben. Weil Sondershausen keine geeignete Spielstätte für ein Theater hat, wurde jetzt eine Möglichkeit gefunden dass im Liebhabertheater des Schlosses das Junge Theater auftritt. Premiere war mit Reineke Fuchs. Das soll ausgebaut werden. (PS Redaktion: Eine sehr gelungene Aufführung).
Dann stellte sich Anette Leistenschneider, die Operndirektorin vor. Ursprünglich aus einer Steuerberaterfamilie stammend, entwickelte sie sich nach Studien zur freischaffenden Regisseurin und fand nach Wirken in Saarbrücken, München, Kiel, Augsburg, Magdeburg usw. den Weg nach Nordhausen in die neue Riege. Ihr Schwerpunkt wird die Inszenierung von Zar und Zimmermann werden.
Der neue Generalmusikdirektor Michael Helmrath hat bei seinen ersten Auftritte mit dem Loh-Orchester viel Beifall erhalten und fühlt sich wohl hier, wo er mit seiner Familie auch in Sondershausen wohnt. Es war für ih keine große Überwindung von Brandenburg noch Sondershausen zu ziehen. Er war übrigens vorher Musiker in Gelsenkirchen und München, ehe er zum Taktstock griff. Auch er zeigte sich gut als im Orchester aufgehoben.
Ivan Alboresi Ballettdirektor (leider auf den Bildern verdeckt) ist zwar Italiener, aber seit 20 Jahren in Deutschland. Er will mit seinem Ensemble von 12 Tänzern prüfen, wie man Aufführungen auch in Sondershausen durchführen kann.
Der Leiter des Jungen Theaters, Christion Georg Fuchs, hat bereits Schritt in Richtung Sondershausen getan. Reineke Fuchs lief bereits im Liebhaber Theater. Es sind aber auch Aufführungen in Turnhallen und ähnlichen Gebäuden für Kinder und Jugendliche geplant.
In der Diskussion machte sich Stadtrat Hartmut Thiele Sorge, dass es zu viel "atonale" Musik geben könnte. Helmrath dazu:
Wir planen keine "atonale" Attentate. Wir wollen aber auch diese Musik unseren Hörern nahe bringen. Es sollte immer eine gute Mischung der Musikrichtungen sein. Wir müssen versuchen den Hörgewohnheiten einen Schritt voraus zu sein.
Sehr schön der Vergleich von Helmrath mit einem Museumsbesuch: An einem Bild, dass einem nicht gefällt kann man vorbei gehen. Bei der Musik ist es etwas schwieriger, da muss man um Verständnis bitten, dass der Zuhörer auch mal 20 Minuten einer Musikrichtung mithört, die er nicht so prikelnd findet.
Nicht immer ist neue Musik amelodisch wie das jüngst das Konzert in der Landesmusikakademie Sondershausen zeigte, kn berichtete.
Abschließen stellte Bürgermeister Joachim Kreyer fest, der befürchtete Bruch in der Qualität mit dem Weggang der Führungsriege sei nicht eingetreten.
Klajner informierte, dass es bereits Vorarbeiten für die bedeutenden Jubiläen gebe, so für 100 Jahre Theater Nordhausen im Jahre 2017 und 400 Jahre Loh-Orchester im Jahre 2019.
Autor: khhFrei nach dem Motto, nicht kleckern sondern klotzen, brachte Intendant Daniel Klajner gleich seine ganze Führungsmannschaft zur Vorstellungsrunde mit. Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) wünschte sich, nach dieser Vorstellungsrunde sollten die gesamten Stadträte zu einem Gegenbesuch in in die Konzerte und Aufführungen kommen.
Und so wurde die Vorstellungsrunde ein regelrechter Trip durch die Kulturlandschaft Deutschland. Der Chef machte den Anfang.
Zum Ensemble Nordhausen / Sondershausen sagte er, die Chemie stimmt. Er dankte den Gesellschaftern, dass die Zukunft des Theaters für die nächsten acht Jahre gesichert ist. Man findet nicht oft, dass zwei Landkreis und zwei Städte so ein künstlerisches Ensemble langjährig unterstützen.
Sondershausen sei mit mit den Thüringer Schlossfestspielen das Flaggschiff. Die Schlossfestspiele sollen sowohl künstlerisch als auch in der Vermarktung weiter entwickelt werden.
Aber auch in anderer Sicht soll es Entwicklungen geben. Weil Sondershausen keine geeignete Spielstätte für ein Theater hat, wurde jetzt eine Möglichkeit gefunden dass im Liebhabertheater des Schlosses das Junge Theater auftritt. Premiere war mit Reineke Fuchs. Das soll ausgebaut werden. (PS Redaktion: Eine sehr gelungene Aufführung).
Dann stellte sich Anette Leistenschneider, die Operndirektorin vor. Ursprünglich aus einer Steuerberaterfamilie stammend, entwickelte sie sich nach Studien zur freischaffenden Regisseurin und fand nach Wirken in Saarbrücken, München, Kiel, Augsburg, Magdeburg usw. den Weg nach Nordhausen in die neue Riege. Ihr Schwerpunkt wird die Inszenierung von Zar und Zimmermann werden.
Der neue Generalmusikdirektor Michael Helmrath hat bei seinen ersten Auftritte mit dem Loh-Orchester viel Beifall erhalten und fühlt sich wohl hier, wo er mit seiner Familie auch in Sondershausen wohnt. Es war für ih keine große Überwindung von Brandenburg noch Sondershausen zu ziehen. Er war übrigens vorher Musiker in Gelsenkirchen und München, ehe er zum Taktstock griff. Auch er zeigte sich gut als im Orchester aufgehoben.
Ivan Alboresi Ballettdirektor (leider auf den Bildern verdeckt) ist zwar Italiener, aber seit 20 Jahren in Deutschland. Er will mit seinem Ensemble von 12 Tänzern prüfen, wie man Aufführungen auch in Sondershausen durchführen kann.
Der Leiter des Jungen Theaters, Christion Georg Fuchs, hat bereits Schritt in Richtung Sondershausen getan. Reineke Fuchs lief bereits im Liebhaber Theater. Es sind aber auch Aufführungen in Turnhallen und ähnlichen Gebäuden für Kinder und Jugendliche geplant.
In der Diskussion machte sich Stadtrat Hartmut Thiele Sorge, dass es zu viel "atonale" Musik geben könnte. Helmrath dazu:
Wir planen keine "atonale" Attentate. Wir wollen aber auch diese Musik unseren Hörern nahe bringen. Es sollte immer eine gute Mischung der Musikrichtungen sein. Wir müssen versuchen den Hörgewohnheiten einen Schritt voraus zu sein.
Sehr schön der Vergleich von Helmrath mit einem Museumsbesuch: An einem Bild, dass einem nicht gefällt kann man vorbei gehen. Bei der Musik ist es etwas schwieriger, da muss man um Verständnis bitten, dass der Zuhörer auch mal 20 Minuten einer Musikrichtung mithört, die er nicht so prikelnd findet.
Nicht immer ist neue Musik amelodisch wie das jüngst das Konzert in der Landesmusikakademie Sondershausen zeigte, kn berichtete.
Abschließen stellte Bürgermeister Joachim Kreyer fest, der befürchtete Bruch in der Qualität mit dem Weggang der Führungsriege sei nicht eingetreten.
Klajner informierte, dass es bereits Vorarbeiten für die bedeutenden Jubiläen gebe, so für 100 Jahre Theater Nordhausen im Jahre 2017 und 400 Jahre Loh-Orchester im Jahre 2019.

