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Mi, 15:36 Uhr
09.11.2016
Wehe uns, wenn solches nochmal geschehen sollte!

Gedenken an Pogromnacht

Mit Kranzniederlegungen wurde heute auch im Kyffhäuserkreis an die Pogromnacht im Jahre 1938 gedacht. In Sondershausen war kn dabei, und wurde Zeuge der mahnende Worte eines Zeitzeugen...


In der Pogromnacht vom 09. November zum 10. November waren vor 78 Jahren zahlreiche Synagogen und Geschäfte jüdischer Händler zerstört. Auch in Sondershausen gab es solche Zerstörungen.

Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Auf dem jüdischen Friedhof in Sondershausen gedachten zahlreiche Sonderhäuser an dieses beschämende Datum in der deutschen Geschichte, so auch der 1. Beigeordnete der Stadt Sondershausen, Andreas Gothe (SPD), Landrätin Antje Hochwind (SPD) und Stadträte der Stadt Sondershausen.

Andreas Gothe übernahm die Gedenkworte. Gothe erinnerte, dass in der Reichskristallnacht Tote zu beklagen waren und viel Synagogen zerstört wurden und zahlreiche Geschäfte in Flammen aufgingen. Bildungsferne Menschen verharmlosen noch immer die damaligen Ereignis, so Gothe.

Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Er forderte auf Mut zu beweisen und Minderheiten zu verteidigen. Wir müssen Menschen Schutz zu Zuflucht gewähren, die es notwendig haben. Der jüdische Friedhof si ein wichtiger Ort um an das Geschehene zu erinnern.

Landrätin Antje Hochwind erinnerte daran, dass es leider immer schwieriger wird, Zeitzeugen zu finden, um über die damaligen Gräueltaten berichten zu können. Dabei sei es so wichtig, dass unsere Jugendlich informiert sind, was damals geschah, um aus der Geschichte zu lernen.

Mit Blick auf die Flüchtlingskrise und offensichtlich beeindruckt vom Wahlergebnis fragte sie, was passiert, wenn sich die Situation zu spitzt?

Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

An der Kranzniederlegung hatten Sondershäuser aus allen gesellschaftlichen Bereichen teilgenommen, so Michael Bornschein Superintendent im Ruhestand, der ebenfalls das Wort ergriff. Er sagte, ich war damals neun Jahre alte und werden nie vergessen als die Synagoge brannte. Es wird immer unverlöschlich in meiner Erinnerung bleiben. Wehe uns, wenn solches nochmal geschehen sollte!
Hier zu sein, bei dieser Gedenkveranstaltungsei unsere heilige Pflicht und mit "Gott behüte uns alle und unser Vaterland!" beendete Bornschein seine mahnende Worte.

Anschlißend legte Gothe ein Gebinde im Namen der Stadt Sondershausen nieder. Auch Landrätin Hochwind, der Schulleiter Ingo Woythe des Geschwister-Scholl-Gymnasiums mit Schülern und eine Abordnung der Linke Kyffhäuserkreis legten Blumen nieder.

Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Eine 11. Klassen (Leistungskurs Geschichte) des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Sondershausen, begleitet von Schulleiter Ingo Woythe, hatten so eine Geschichtsstunde der besonderen Art bekommen. Mit dabei auch einen Jugendlichen aus den USA (Kalifornien) und Jugendliche aus Italien (Südtirol Region Bozen).

Im Vorfeld der zentralen Gedenkveranstaltung in Erfurt sagte Landtagspräsident Christian Carius zu heutigen Tag:

„Glück und Unglück, Friede und Gewalt, Demokratie und Despotismus sind mit dem 9. November in der deutschen Geschichte gleichermaßen vereint. Die Novemberpogrome - als „Reichskristallnacht“ beschönigt - markieren den Beginn des industrialisierten Massenmords aus Rassenwahn und Antisemitismus, den Beginn des Holocausts, der Shoa. Diese schrecklichen Ereignisse bedrücken uns zu Recht noch heute. In tiefer Trauer wollen wir an dieses dunkelste Kapitel unserer Geschichte erinnern.“
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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Kommentare
Micha123
09.11.2016, 16:15 Uhr
Gedenken an Pogromnacht - ja ... aber...
Die Pogromnacht ist nun seit 78 Jahren Vergangenheit. Das ist eine sehr lange Zeit aber es wird auch nie in Vergessenheit geraten.
Jedoch, wenn man heute noch diesem Ereignis so intensiv gedenkt - da sollte man auch an eine andere Sache denken, welche am 9. November 1989 geschah.
Denn es war das Ende einer linken Diktatur, welche im Verlauf ihrer 40-jährigen Geschichte auch zig Opfer kostete. Menschen ins Verderben führte und die Welt an den Rand eines Weltkrieges.
Das ist erst 27 Jahre her und sollte nie vergessen werden!
Allerdings habe ich da meine Zweifel, vor allem wenn man die Rot-Rot-Grüne Regierung in Thüringen sieht....
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